Ich bin doch nicht verrückt?! Warum Gesprächstherapie für jeden Menschen sinnvoll sein kann!

Seit einigen Tagen ist es bei Tante Vanja sehr turbulent. Das liegt unter anderem daran, dass ich ein Medikament ausschleichen das mich Jahrelang stabil gehalten habe. Aufgrund einer anderen Medikation musste es einfach aus meinem Körper heraus.  Mir war klar: das wird nicht schön! Uns so ist es nun auch, ich fühle mich um Jahre zurückgeworfen. Dementsprechend versuche ich meine erlernten Skills einzusetzen um mir aus dem Gröbsten heraus zu helfen. Gute Ergebnisse habe ich bis jetzt mit Gesprächen und einer Gesprächstherapie erzielt.

Für viele mag das simpel klingen: man redet über seine Probleme und puff geht es einem besser. Bestimmt gibt es auch einige die noch nicht mal professionelle Hilfe suchen weil sie denken es reicht sich bei einem guten Freund etc. auszukotzen.

Das mag zwar über kurze Zeit helfen. Aber wenn Eure Freunde nicht gerade ein Psychologie Studium absolvieren oder sehr gute Verhaltenstherapeuten sind würde ich davon abraten. Nur richtig ausgebildete Therapeuten können Euch sicher durch die Untiefen Eurer Seele führen. Alles andere kann sich negativ auf Euer Wohlbefinden auswirken.

,, Alle werden denken das ich verrückt bin wenn ich zur Gesprächstherapie gehen!” Nein, eben nicht. Und jeder der das denkt sollte mal über seinen geistigen Tellerrand schauen. Eine gut geleitete Gesprächstherapie gibt Euch die Möglichkeit selbst zu erkennen wo Eure Blockaden liegen. Therapeuten können Euch dazu befähigen neue Strategien zu lernen um achtsamer mit Euch umzugehen oder erlerntes Verhalten zu erkennen. Denn meist sind es Gewohnheiten und die Angst als schwach gesehen zu werden die Gründe warum wir blockieren.

Puzzleteil

Gerade Menschen welche mit anderen Menschen zusammen arbeiten laufen schnell Gefahr ihre seelische Gesundheit auf´s Spiel zu setzen. Stress, fremde Schicksale, das Ignorieren der eigenen Grenzen sorgen dafür auszubrennen. Bevor das passiert sollte man über die eigenen Probleme in einem professionellen Rahmen reden könnten. Therapeuten nehmen einen bei der Hand und erkunden mit Euch gemeinsam Eure Probleme , ermutigen Euch sich mit diesen zu befassen und  stützen Euch Emotional wenn Ihr diese bearbeiten wollt.

Jeder hat ein Anrecht auf Gesprächstherapie. Und ich plädiere dafür das mehr Menschen diese nutzen um nicht nur Stress abzubauen sondern auch um noch nicht entdeckte Talente und Fähigkeiten zum Vorschein zu bringen. Auch für Menschen die gerade an einem Scheidepunkt ihres Lebens stehen können durch eine Gesprächstherapie bei der Entscheidung welchen Weg man gehen möchte unterstützt werden.

Helping Hand

 

Also Leute, habt keine Angst. Ihr könnt nur davon profitieren. Ich selbst habe 2 Jahre regelmäßig an einer Gesprächstherapie teilgenommen. Sie hat mich dazu befähigt mein Leben von außen zu betrachten, über Entscheidungen und Taten zu reflektieren und nicht mehr zu impulsiv zu reagieren. Das hat mein Denken sehr beeinflusst.

 

Eure Tante Vanja

 

 

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Spontanious Sunday: Eat,Pray,Love? Wohl eher Kuchen,Pudding, Alpaka!

Jeder von Euch müsste es ja jetzt wissen. Sonntags ist die Tante entweder am backen oder irgendwelche Dinge austesten. Heute hat sie ein bisschen in der Küche gewerkelt. Dementsprechend kann ich Euch zwei schnelle und tolle Snackrezepte vorstellen.

Einmal die Proteinbombe schlechthin: Protein Käsekuchen ohne Boden!

Und einen Banana/Vanilla  Whey Chia Pudding

Wenn man gerne Süßes nascht aber auch auf seine Linie achten will dann ist dieser Kuchen genau richtig. Da ich noch div. Whey Sorten zuhause haben ( ich backe gerne mit Whey, das kann man gut als Mehl und Zuckerersatz nehmen!) habe ich mich mal für die Mischung Banane und Vanille entschieden. Der Kuchen ist einfach zuzubereiten und im Ofen Ratz Fatz fertig 😉 Und so geht´s!

Ofen auf 180° C Ober/Unterhitze vorheizen

3 Eier mit 250 Gramm Quark vermischen. Bitte entscheidet selbst ob ihr vollfett, halbfett oder Magerquark nehmen wollt. Ich hatte noch Magerquark da. Dann nochmals 200 Gramm Jogurt dazugeben. Ich habe hier Griechischen Jogurt genommen, der gibt dem ganzen meiner Meinung nach das gewisse Etwas. Alls schön verrühren. Dann einen Scoop Whey Banane und einen Scoop Whey Vanille unterheben. Wer mag kann mit der Süße seiner Wahl noch ein wenig Schwung in den Kuchen bringen.

Den Teig in eine Kastensilikonform geben und zwischen 20 und 30 Minuten backen. macht nach 20 Minuten einfach die Stäbchenprobe!

bty

Auskühlen lassen und fertig. Ich friere mir ein paar Stückchen ein damit ich die kommende noch was von hab =)

Als Zweites gibt es hier noch einen Chia Pudding. Der geht auch sehr schnell und kann theoretisch schon nach 20 Minuten verputzt werden. Dafür braucht Ihr:

  • 4 EL Chia Samen
  • 250 Milch Eurer Wahl
  • 1 Scoop Banana Whey
  • 1 Scoop Vanilla Whey
  • Süße Eurer Wahl

Alles in einer Schüssel oder Shaker vermischen und 20 Minuten in den Kühlschrank stellen. Guten Appetit!

bty

Mein Frühstück morgen früh!

Und jetzt fragt Ihr Euch bestimmt was es mit dem Alpaka auf sich hat? Ja, ich will Euch nicht länger auf die Folter spannen. Begrüßt alle Hermann!

bty

Hermann das Alpaka bringt Liebe und Sternenpuse in Eure Herzen! 🙂

Gestern durfte Hermann auf meinen Körper ziehen. Sein großer Bruder Alfie wohnt bei meiner Freundin =) #Paka is love!

Ich hoffe ich konnte Euch den Tag sowohl kulinarisch als auch lustig versüßen. Und denkt immer daran: Hermann bringt die Liebe und Regenbogenpupse !

 

Eure Tante Vanja

 

Manic Monday: Tante Vanja im Altenheim

Häää? Altenheim? Du?

Jaaaa, ich. Tante Vanja hat tatsächlich 2 Jahre in einer Tagespflege für Demenzkranke gearbeitet. Da schaut Ihr nicht schlecht, hm? Ich bin erst durch diese Jahre zu meinem heutigen Beruf gekommen. Es begann harmlos mit einem FSJ und weitete sich dann in ein folgendes Jahrespraktikum für die FOS aus. In diesen 2 Jahren habe ich nicht nur viel über Pflege gelernt sondern auch tolle Menschen kennen gelernt.

Ich habe mir gedacht, dass ich heute ein paar meiner liebsten Geschichten erzählen möchte. Manche sind lustig, manche sind traurig. Manche sind alles zusammen. Jeder Tag war anders und spannend. Aber jetzt will ich Euch nicht länger hinhalten. Ach ja, aus Gründen des Datenschutzes sind alle Namen* und Orte abgeändert worden! =)

 

Maya* dät a mal gerne figge!

Ja, richtig gelesen. Manche Damen und Herren hatten es faustdick hinter den Ohren… oder eher in der Hose? Jedenfalls schien Maya* nicht nur in jungen Jahren sehr spannende Abenteuer erlebt zu haben sondern auch im stolzen Alter von 82 nicht darauf verzichten zu wollen.  Schon sehr weit in ihrer Demenzerkrankung saß sie oftmals stumm im Rollstuhl mit ihrem Kuscheltier auf ihrem Schoß.  Mit diesem unterhielt sie sich ab und zu.

Ein typischer Tag, Mittagsruhe. Es ist so still, man könnte eine Stecknadel fallen hören. Alle dösen ( nein, meine Kollegen und ich leider nicht) vor sich hin. Nur Maya war irgendwie sehr munter. Plötzlich reißt sie die Hände nach oben ( das Kuscheltier in typischer König der Löwen Pose), fängt schallend an zu lachen. Auf die Frage über was sie so sehr lachen muss setzt sie das Kuscheltier wieder auf ihren Schoß und kreischt: ,, Hia gibt´s kaa gescheide Männer. Ich dät a mal gerne figge. So rischtig figge…..” Innerlich bin ich fast gestorben vor lachen. Das die anderen Besucher nicht an einem Herzinfarkt vor schreck gestorben sind wundert mich bis heute noch. Aber eins hab ich von Maya gelernt: ,, Wenn a Mann nix in de Hos hat, dann kann ma net ordentlich ruggele!”

Katharina pflückt Blumen

Katharina war eine fast 80 jährige Dame welche ebenfalls schon in einem etwas fortgeschrittenem Stadium der Demenz war. Im Gegensatz zu Maya war sie aber mobil, kommunikativ und hatte anscheinend auch viel Spaß in der Tagespflege. Auch sie hatte ein Kuscheltier. Das saß auf dem Tisch vor ihr. Sie polierte die Glasaugen des Tieres immer mit ihrer Spucke. ,, Putzi” sollte eben ordentlich aussehen.

Immer kurz vor Feierabend (ca. 16:30) wurden alle unruhig. Die Busse würden jetzt kommen und sie wieder Heim fahren. Für Katharina immer ein Fest! Warum? Weil sie dann zurück zu ihren Eltern fuhr. Katharina lebte im festen Glauben das sie gleich mit Ihrem Vater Blumen pflücken gehen würde. Da würde sich die Mutti sehr freuen.

Jeden Tag erzählte sie von ihrem Vater ( der Oberforstwart war) und der Mutti, die immer so leckeren Kuchen backte. Jeden Tag gab es Kuchen und Blumen für die Mutti. Keinen einzigen Tag habe ich erlebt das Katharina nicht für ihre Mutti Blumen pflücken war oder der Oberforstwart nicht einen Spaziergang mit seiner Tochter unternommen hätte. Ich hoffe, dass Katharina sich ihre Liebe für ihre (schon lange) verstorbenen Eltern noch lange bewahren konnte.

Für Elsa geht die Sonne auf

Elsa war eine sehr gepflegte und feine Dame. Als ich sie kennen lernte konnte sie noch laufen und sprechen. Elsa litt an Alzheimer und Parkinson. Über die 2 Jahre hinweg musste ich mit ansehen wie diese starke Frau langsam mehr und mehr verschwand. Bis sie eines Tages nicht mehr Sprach, nicht mehr lief und auch nicht mehr selbstständig aus. Sie war mürrisch ( was verständlich war: wer will sich von nem Jungspunt eine Windel anlegen lassen?) und auch aggressiv. Und sie lachte nicht mehr.

Elsa liebte Musik. Und sie sang immer so schön. Da wir 2 Mal in der Woche Musikstunde ( mit Klavierbegleitung!) hatten, schob ich sie immer in die erste Reihe. Anfangs summte sie nur mit, später kamen die Worte. Sobald die Musik verklang, verebbten auch ihre Worte. Und die Emotionen.

Mir war klar das es immer schwieriger werden würde zu Elsa durchzudringen. Aber ich kann mich an einen Tag erinnern, da hatte sie es von alleine geschafft durch den Nebel ihres Alzheimers zu dringen. Eigentlich hatte sie keinen guten Tag, dementsprechend brummelig war sie als ich sie beim Klavier parkte.  Wir fingen also an zu singen und ich beobachtete sie. Nichts. Das Gesicht war erstarrt wie eine Maske ( was unter anderem am Parkinson lag). Und dann… plötzlich. Kam leben in sie. Sie hob die Arme und schaute zum Eingang des Raumes. Ich sah ebenfalls hin. Dort stand ein Mann um die 45 Jahre alt. Er ging auf Elsa zu, hockte sich vor sie. Und Elsa? Die lachte. Sie lachte und zeigte so viel Freude, streichelte den Kopf des Mannes. Es war ihr Sohn. Sie erkannte ihn. Diesen Moment werde ich immer in Erinnerung halten. Er war einfach Wunderschön!

Durch die Hos musses!!!!

Lina war schon recht dement und ging mit einem Rollator. In der Mittagspause saß sie immer in ihrem Sessel und döste vor sich hin. Nun gibt es etwas, dass sich Toilettentraining nennt. Um feste Zeiten begleiten wir die Besucher auf´s WC um sich ,, frisch zu machen”. Gegen 14:00 wollte ich Lina bitten mitzugehen. Sie sah mich an. ,, Frau Lina, kommen Sie doch mit zum frisch machen. Bald gibt es Kaffee!” (Immer um 15:00, immer mit Kuchen,yeah Baby!) Lina ging nicht gerne mit zum frisch machen. Teils weil ihr Schamgefühl es nicht so zu ließ, teils weil sie auch nicht mehr wirklich spürte wann sie auf Toilette musste.

Aber an diesem Tag  war sie so komisch kooperativ. Fast schon unheimlich. Sie stand auf und lief bis zur Mitte des Raumes. Dort blieb sie stehen. Ich: ,, Kleines Päusschen?” Lina ,, …..” ,, Na bitte schön der Weg ist frei. Wir haben ein ganzes Bad nur für uns Zwei!” Lina ,, …….” ,, Alles okay Frau Lina? Brauchen sie Hilfe?” Lina ,, HAHAHAHAHAHAHAH!” Tierischer Lachanfall. Etwas irritiert lachte ich mit. Um im nächsten Moment fassungslos auf diese Frau zu starren.  Als ob man den  Wasserhahn aufgedreht hatte pullerte sie los. Da sie einen Rock trug konnte man es besonders gut sehen. Durch die Windelhose, durch die Strumpfhose… auf den Teppichboden. In einer Menge die jedem Elefanten alle Ehre gemacht hätte. Da stand sie nun. Lachend und pullernd. Und ich? Ich musste einfach mit lachen.

Nachdem sie fertig war lief sie in aller Seelenruhe an mir vorbei zum Bad. Als ob nichts gewesen wäre. Nachdem ich den Putztrupp gerufen hatte ging ich mit ihr zum umziehen. Dieses Bild werde ich mein Lebtag nicht mehr vergessen. Durch die Hos musses!

Bis die Gebisse krachen!

Katharina, die immer Blumen pflückte für ihre Mutti, hatte sich verliebt. In Otto. Otto war ein fast 2 Meter großer Mann mit riesigen Händen.. und Demenz. Ich mochte Otto sehr. Er war so liebenswert und fürsorglich. Was vielleicht auch daran liegen mag das er mich für seine Enkeltochter hielt. Damals nachvollziehbar denn ich war 17.

Otto war verheiratet und wurde von seiner Frau immer zur Tagespflege geschickt damit sie entlastet wurde. Und weil Demenz manchmal die seltsamsten Blüten trug war Otto der festen Überzeugung das Katharina seine Frau war.  Das Heimfahren war immer ein Drama, denn beide fuhren in unterschiedlichen Bussen. Otto regte sich dann immer so auf das man seinen riesigen Pranken ausweichen mussten (einmal abbekommen, ich hab gedacht der haut mit den Unterkiefer aus dem Mund!!!!). Ich verstand warum, in seiner Welt war Katharina seine Frau. Warum sollten sie denn voneinander getrennt werden? Beide taten mir dann manchmal leid.

Aber solang beide in der Tagespflege zusammen waren, ja dann wurde es total romantisch. Sie saßen nebeneinander, hielten Händchen. Katharina sagte immer ,, Mein herzensguter Mann!” oder ,, Mein Schatzi Du!” Otto gluckste dann vor sich hin. Und wenn sie ganz arg verliebt waren haben sie auch rumgeknutsch. Ich bin immer dafür das auch alte Menschen ihre Liebe und Sexualität ausleben sollten. Aber damals war ich 17, noch keine Pädagogin und einfach nur zur Salzsäule erstarrt. Nicht das ich es als eklig empfand, es war einfach nur seltsam für mich.

Eines Tages waren die beiden mal wieder schwer verliebt. Bussi hier, Drücker da und Händchen halten. In der Mittagspause erreichte diese Liebe dann ihren Höhepunkt. Die beiden knutschten so wild das sich die Gebisse lockerten und aneinander klackerten. Dies schien die beiden nicht zu stören. Dieses Geräusch war einfach… unbeschreiblich. Insgeheim habe ich nur darauf gewartet das einer von beiden die Zähne ganz verliert! Viel lustiger dabei war hinterher die Aussage von Otto: ,, So muss das. Bis die Gebisse krachen!”

Die Liebe…hach…wie schön muss die Liebe im Alter sein ❤

 

Ich hoffe diese kleinen Anekdoten haben Euch gefallen. Ich habe die Arbeit in der Tagespflege wirklich genossen. Ich würde jeder Zeit zurück gehen wenn es die Möglichkeit gäbe. Also ihr Pfleger da draußen im Raum Miltenberg und Co: Sozialpädagogin für Tagespflege und zu jeder Tat bereit. Aber nur wenn dann da auch Gebisse krachen!

 

Eure Tante Vanja

 

 

Spontanious Sunday: Ruck Zuck süße Brötchen

Eine süße Kleinigkeit in nur 20 Minuten? Dann probiert doch mal diese süßen Brötchen aus. Das Rezept ist super einfach und günstig. Je nach dem wie groß Ihr die Brötchen wollt kommen zwischen 9 und 12 Brötchen bei raus. Auch kann man mit dem Rezept spielen und div. Zutaten zufügen. Aber nun erst mal zum Grundteig.

  •  4 Eier
  • 100 gr Quark
  • 100 gr Mehl
  • 75 gr gemahlene Mandeln
  • 50 gr Zucker
  • 1/2 Päcken Backpulver
  • Nach Geschmack Zimt

Den Ofen auf 160°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Erst die flüssigen Zutaten mit einem Mixgerät schön cremig schlagen. Dann den Zucker hinzugeben.  Dann wird das Backpulver in die Masse gesiebt. Zum Schluss das Mehl unter ständigem rühren unterheben. Schon fertig!

Wer mag kann kleine Schokostücke unterrühren. Oder kleine Nussstückchen. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wer es eher deftig mag lässt den Zucker weg und ersetz die Mandeln mit geriebenen Käse.

Auf dem Backblech jetzt (je nach Größe) 9 bis 12 Kugeln Teig auslegen und dann ab in den Ofen. Nach 20 Minuten sind die Brötchen fertig!

Sehr gut schmecken die Brötchen mit Marmelade oder Frischkäse mit Zimt. Hier kann also auch wieder nach belieben belegt werden. Ratz Fatz fertig und  lecker!

Viel Spaß beim nachbacken! ❤

 

Eure Tante Vanja

Q&A: Wer ist Tante Vanja?

Hallo meine Lieben Leser/innen.  Ich habe lange darüber nachgedacht ob ich mal noch ein wenig mehr über mich preis gebe. Warum das so lange gedauert hat? Nun, mein Blog hat mir schon das ein oder andere Mal ärger eingebracht. Obwohl neutral geschrieben haben Arbeitgeber es nicht gut geheißen wenn ich über meinen Alltag gebloggt habe. Damals war es mir total wichtig was mein Arbeitgeber und meine Kollegen/innen über mich denken. Heute hat sich das geändert.

Ich stehe jetzt zu mir, und ich kann für mich einstehen. Deshalb habe ich mich entschlossen weiterhin zu bloggen. Entweder ich werde auf Arbeit so akzeptiert wie ich bin, nämlich unter anderem als Bloggerin, oder eben nicht. Dann überlege ich mir aber stark ob ich Wert darauf lege in einem Unternehmen zu arbeiten welches meine Kreativität und Freizeitaktivitäten  einschränken will. Ich will definitiv keinen Rufmord etc. begehen, es ist aber wichtig das auch Nichtpädagogen sehen wie es hinter den Kulissen läuft. Ich will die Pädagogik in Einrichtungen transparenter machen.

So genug um den heißen Brei geredet. Ich wird jetzt mal mit den ersten 10 Fragen und Antworten beginnen. Ach ja, damit Ihr auch sehen könnt wer sich hinter Tante Vanja versteck… hier ist ein Bild =)

 

dav

Kunterschwarz und Dunkelbunt

 

Frage 1: Wer ist Tante Vanja?

Hinter Tante Vanja versteckt sich eigentlich eine Vanessa. Ich bin im Oktober 1989 geboren und eine typische Waage 😉  Bis zu meinem 27 Lebensjahr habe ich zusammen mit meinem Eltern und jüngerem Bruder zusammen in meinem Elternhaus in Frankfurt gewohnt. Meine Kindheit war schön =) Bis ich 10 war lebten meine Großeltern mit im Haus, mein Bruder und ich genossen unter anderem Omas tolles Essen, Opas Gesangseinlagen(nachts… aber er hatte wirklich eine wunderschöne Gesangsstimme) und Kaffeetrinken um Punkt 15:00 Uhr. Oma Gitta ließ mich beim backen helfen, ich spülte für Sie das Geschirr vom Mittagessen ab oder ging Samstags mit ihr beim HL einkaufen. Opa Willi war immer ein lieber Opa, der manchmal etwas seltsam war, aber immer zu uns Enkeln stand und man einfach spüren konnte das er uns so sehr liebt. Am Wochenende sind wir oft nach Worms zu den Eltern meines Papas gefahren. Mein Opa der konsequent nur amerikanisch sprach, stark nuschelte und trotzdem verstanden wurde und seinen Garten liebte, liebe ich immer noch genau so wie meine Oma die mir schon als junges Mädchen häkeln beibrachte, mich  geduldig getröstet hatte weil ich Heimweh bei einer Übernachtung hatte oder uns etwas zugesteckt hatte damit wir auf dem Backfischfest Karussell fahren konnten.

Meine Mama  war immer für mich da, sie hat sich um mich, meinen Bruder und den Haushalt gekümmert. Mein Papa hat immer Frühschicht geschoben sodass wir ihn am Nachmittag für uns hatten. Dafür bin ich unendlich dankbar. Wir haben tolle Ausflüge gemacht, sind auf Volksfeste gefahren. Aber das wichtigste: ich konnte immer zu meinen Eltern kommen wenn ich Kummer hat. Meine Eltern haben es nicht einfach mit mir gehabt nachdem die Pubertät losging. Ich bin unendlich dankbar das sie immer an mich geglaubt haben.

Die Lehrer auf der Realschule sagten alle das aus mir nichts werden kann. Das war mir damals auch furchtbar egal bis ich mein FSJ in einer Tagespflege für Demenzkranke machte. Dieses Jahr hat alles gedreht. Ich habe mein Fachabitur im Gesundheitswesen nachgeholt. Habe beschlossen meine Ausbildung als staatlich anerkannte Sozialpädagogin zu machen und mit einem 1,6 Schnitt bestanden. Und 2013 hatte ich endlich meinen Studienplatz bekommen. 2016 verließ ich die University of Applied Science mit einem 2,1er Bachelor of Arts Soziale Arbeit. Soviel dazu das aus mir nicht wird bzw. geworden ist. Jetzt stehe ich selbst an der Tafel und unterrichte. Das hätte ich früher ( und auch manchmal heute) nicht gedacht.

Von jung bis alt, mit Einschränkungen oder ohne. Ich liebe meine Arbeit mit Menschen.

 

Frage 2: Bist Du wirklich eine ,, Tante”?

Jein 🙂 Leibliche Nichten und Neffen habe ich (noch?) nicht. Aber ich darf ein paar bezaubernde Wesen als diese betrachten. Dazu zählen die süßen Mädels von der Rabenmutti ( es fühlt sich einfach so natürlich an die Kleinen als Familie zu sehen!) und die 3 Mädels meiner Freundin G.! Ich war bei allen Schwangerschaften dabei, mal mehr aus der Ferne, aber auch haut nah. Ich sehe die Mädels aufwachsen und es erfüllt mich immer mit viel Freude, Liebe und auch manchmal Demut, das diese kleinen Wesen mich als ihre Tante sehen.

Frage 3: Ja, aber warum dann ,, Tante”?

Das hatte sich so heimlich eingeschlichen. Irgendwie ist das einfach so passiert. Ich weiß nicht mehr genau wann es war, aber irgendwann hatte Mutter meines Ex-Freundes ihr Enkelkind bei sich. Wir hatten sie besucht und sie sagte immer: ,, Komm geh mal zu der Tante. Die Tante spielt mit Dir!” oder ,, Schau mal die Tante ist da.” Irgendwann wurde das von meinem Umfeld dann übernommen.

Ich denke der Name passt auch. Ich habe keine eigenen Kinder, bin aber unheimlich gerne Tante. Das ist für mich ein schönes Gefühl und eine wichtige Aufgabe, die Rolle als Tante. Ich nehme sie sehr ernst und helfe meinen ,, Nichten” und deren Eltern so gut ich kann. Egal was los ist, sie werden immer mindestens ein offenes Ohr und ausgebreitete Arme bei mir finden.

Frage 4: Welchen pädagogischen Stil bevorzugst Du?

Hahaha, schwierig. Also mal davon abgesehen das ich denke das man nie nur einen Stil konsequent durchziehen kann. Ich würde sagen 60 % Bedürfnisorientiert, 30 % demokratisch und 10 % Egalitär. Mir ist es wichtig das mein Gegenüber sich nach seinen Bedingungen entwickeln soll. Darum versuche ich so oft wie möglich die Bedürfnisse im angemessenen Rahmen zu befriedigen. Ebenfalls ist es wichtig für mich, mich auf Augenhöhe mit meinem Gegenüber zu befinden. Mitbestimmung macht ebenfalls ein großen Teil aus, denn nur wer die Möglichkeit bekommt z.B. Veto einzulegen oder ein Mitspracherecht  hat wird sich als wertvolles, wichtifes und akzeptiertes Mitglied in der (Arbeits) Beziehung fühlen.

Frage 5: Wo hast Du denn schon überall gearbeitet?

  1. Tagespflege für Demenzkranke (2 Jahre)
  2. Integrative Krabbelstube (1 Jahr+ 4 Monate Praktikum im Studium)
  3. Schule für praktisch Bildbare, Einzelintegration ( leider nur 2 Monate, da die Bezahlung über die Arbeitsvermittlung einfach beschissen war)
  4. evangelische KiTa (3 Jahre)
  5. städtische KiTa ( 1 1/2 Jahre)
  6. städtische KiTa ( ca. 8 Monate?)
  7. privater Bildungsträger (seit 1 1/2 Jahren)

Von 0 bis 99 war alles dabei außer Kinder- und Jugendheim, Frauenhaus, Einrichtungen für Suchtkranke oder Einrichtungen für Obdachlose und Flüchtlinge. Eigentlich müsste ich das auch mal machen, aber ich möchte kein Arbeitsplatzhopping betreiben, kommt schlecht im Lebenslauf. Da ich seit meinem 16. Lebensjahr arbeite hab ich schon relativ viel Arbeitserfahrung =)

Frage 6: Warum sind Deine Haare pink?

Warum sind Eure Haare nicht pink? Ich werde oft mit dieser Frage konfrontiert. Ich mag sie einfach so. Und nein, sie hat mich nie bei meiner Arbeitssuche behindert. Im Gegenteil. Die pinken Haare kommen extrem gut an 😉

Frage 7: Was gefällt Dir an der pädagogischen Arbeit am meisten?

Das sie so ein breites Arbeitsfeld bietet. Jeder Mensch ist anders und es ist einfach unheimlich spannend immer wieder von neuem mit Unikaten konfrontiert zu werden.  Es wird niemals langweilig!

Wichtig ist auch das ich meine Arbeitsbereiche wechseln kann. Durch meine Arbeitserfahrung und mein Studium bin ich in der Lage meine Schwerpunkte immer wieder neu zu setzen =) Das macht es einfacher und es kommt keine Langeweile auf! Nichts ist schlimmer als einer langweiligen Arbeit nachzugehen!

Frage 8: Warum bloggst Du?

Es ist ein prima Hobby, entspannt mich und so laufe ich nicht Gefahr etwas zu vergessen. Leider habe ich , u.a. auch Krankheitsbedingt, ein schlechtes Gedächtnis. Mein Hirn schafft es einfach nicht immer Erinnerungen zu speichern oder abzurufen. Aber das ist nicht (immer) schlimm. Ich kann in meinem Blog immer nachlesen. Das hier ist sozusagen mein Gedächtnis. Und mein Tagebuch. Und mein Lautsprecher zur Welt. Außerdem kämpfe ich für mehr Transparenz in der Sozialen Arbeit und Pädagogik. Ich möchte der Welt ein reales Bild einer Pädagogin zeigen. Wir können mehr als Kaffee trinken ( ich mag lieber Tee, Danke!) und Kinder beim schaukeln anschubsen 😉

Frage 9: Wenn Du in der Kita arbeiten würdest, in welchen Räumen würde man Dich finden?

  1. Musikraum
  2. Matschraum
  3. Kreativraum
  4. Tobe/Bewegungsraum
  5. Garten

 

Frage 10: Wirst Du gerne wieder mit Kindern arbeiten?

Ich würde gerne. Aber im Moment und auf nicht absehbarer Zeit ist es leider nicht möglich. Jedoch soll man ja niemals nie sagen =)

 

So, ich hoffe Ihr konnten Euch ein kleines bisschen Vorstellen wer ich bin. Wenn Ihr noch weitere Fragen habt schreibt Sie in die Kommentare. Ich sammle diese dann und mache ein zweites Q&A. Danke für´s lesen und mitbegleiten =)

Eure Tante Vanja

 

 

 

Manic Monday: Es weht ein rauer Ton durch die pädagogischen Hallen.

Manchmal denke ich, dass viele Menschen sich den Job als Pädagoge irgendwie mit einer rosa Brille sehen. Und ich kann es ihnen noch nicht mal verübeln. Wir sollen(müssen!!!) immer professionell auftreten und uns den Stress, Ärger, Arbeit und Co. niemals ansehen lassen. Wir sollen für jeden ein offenes Ohr haben, für jedes Problem einen Lösungsansatz oder sogar schon fertige Lösungen parat haben…und all das mit einem Lächeln im Gesicht.  Wir gehen immer verständnisvoll mit unseren Kollegen um und helfen wo wir nur können.  Als ich jünger war habe ich auch gedacht: Lehrer oder Erzieherin sind voll die netten Berufe. Sind sie auch, aber nicht immer oder eher gesagt immer weniger.

In Wirklichkeit ist der Ton in pädagogischen Einrichtungen viel rauer. Natürlich bestätigen hier Ausnahmen die Regel. Und ja, ich habe schon in einer sehr harmonischen Krabbelstube gearbeitet. Das war wirklich traumhaft.

Heute schaut es ganz anders aus. Heute befinde ich mich in einer Umgebung zu der ich eine sehr ambivalente Beziehung führe. Ich liebe meine jetzige Arbeit. Ich arbeite gerne mit Erwachsenen zusammen, das hätte ich nie gedacht( Ich bevorzuge meine Menschen entweder sehr jung oder sehr alt…alles zwischen 14 und 40 ist eigentlich nicht meins). Ich genieße vor allem die große Entscheidungsfreiheit welche ich in den KiTas einfach nicht hatte. Meine Kreativität wird definitiv gefordert und es ist sehr spannend mit meinen Kollegen zusammen Probleme zu besprechen und Lösungen zu finden.  Aber es gibt etwas, dass hat sehr viel mehr Gewicht als all die schönen Dinge: der Umgangston.

Ich bin der Meinung man kann alles sachlich klären. Und wenn man einmal im Unrecht ist muss man eben dazu stehen. Es gibt immer Hoch´s und Tief´s  und man kann von keinem Verlangen jeden Tag die beste Laune zu haben. Aber ich erwarte, dass Probleme angesprochen werden und das in einem angemessenen Ton.

Manchmal gibt es Tage, da möchte ich mich einfach nur in meinem Büro einschließen. Dann wird geschrien, geschimpft, gezetert. Das sind sehr impulsive und intensiver Momente die ich schlecht aushalten kann.

Müde

Noch schlimmer ist es wenn man das Gefühl hat zwischen den Stühlen zu stehen. Oder immer wie ,, auf rohen Eiern geht” weil man nicht weiß was im nächsten Moment passiert. An einem Tag ist alles okay, am nächsten ist nichts recht. Egal wie sehr man sich dann auch bemüht. Dann möchte ich auch nicht sagen wenn ich Probleme habe. Möchte nicht auffallen, möchte nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen.  Ich schiebe schon seit Wochen ein wichtiges Thema vor mich her, traue mich aber nicht es anzusprechen. Aus Angst vor der Reaktion. Ich kann es einfach nicht einschätzen. Wird mein Zustand abgetan? Wird Hektik entstehen? Oder läuft doch alles gut? Ich weiß es nicht.

Stress

In meinem ganzen Arbeitsleben habe ich noch nie so eine Achterbahn der Gefühle durchlebt wie jetzt. Was wiegt mehr? Der Spaß an der Arbeit oder die emotionale Erschöpfung nach Arbeitstagen welche nicht nur akkustich sehr laut waren. Die geniale Arbeit mit den Kollegen oder der Balanceakt zwischen Wertschätzung und gleichzeitiger Denunzierung der Arbeit eines Pädagogen.

Solche Tage nagen oft an mir. Und es fühlt sich oft an als ob bald nichts mehr von mir übrig wäre. Und trotzdem hoffe ich doch immer wieder das es besser wird. Bin ich naiv? Vielleicht. Habe ich immer noch genug Vertrauen darin das Menschen sich doch noch ändern können? Jein. Bin ich bereit dafür weitere Teile von mir herzugeben um? Nein! Aber Versuche mich zurück zu ziehen werden missinterpretiert. Doch wieder zwischen den Stühlen sitzen.

An all meine Kollegen und Kolleginnen da draußen. Gebt… Gebt so viel Ihr entbehren könnt, aber gebt niemals 100 % von Euch her. Bitte bleibt Euch treu und setzt Grenzen. Seid stärker als ich. Habt keine Angst, rechtfertigt Euch niemals für jeden kleinen Handgriff. Spielt nach den Regeln, testet sie aber bis an ihre Grenzen aus. Vielleicht bin ich irgendwann auch stark genug um den Ton in meinen pädagogischen Hallen zu ändern.

 

Eure Tante Vanja

 

 

Spontanious sunday: Schleimschlacht mit Tante Vanja

Sonntag. Der Tag um dem inneren Kind das zu geben was es will: SCHLEIM. Ohh ja, Schleim. Ihr habt schon richtig gelesen. Vor einigen Wochen habe ich eine Werbung gesehen: Kinder in Badekleidung sitzen in einer Wanne und spielen mit Schleim. Uuhhhh. Sofort spürte ich diesen inneren Drang durch den Fernseher zu klettern um mich auch in diese Wanne zu hocken. Leider ist das einfach noch nicht möglich.

Diese Woche war ich in einem Supermarkt für Sonderposten um nach Wolle und Perlen zu suchen. Wie es so ist: man geht in so einen Laden und kommt immer mit mehr heraus als man kaufen möchte. Hach 🙂 Während ich mich also durch den Laden wühle fällt mein Blick auf eine Packung: Schleim! schleim???? Das aus dem TV? Bevor ich überhaupt wusste was ich tat hatte ich die Packung schon bezahlt und saß im Auto. Grüner Schleim…für meine Badewanne… YESSSSS!

Bevor ich jetzt von meiner Schleimschlacht erzähle gibt es hier ein paar Infos .

Der fertige Schleim ist geruchsfrei, PH-neutral,  nicht an Tiere getestet, ist natürlich ungiftig ( falls mal etwas geschluckt wird) und verstopft auch nicht die Rohre wenn der ganze Spaß vorbei ist. Das könnt Ihr auch in der Anleitung lesen. Die Packung enthält eine Gebrauchsanweisung und 150 g  Pulver.

Also was braucht man noch für die Schleimparty im eigenen Bad? Nun, da das Produkt für Kinder gedacht ist ( hach ja 😦 ) solltet Ihr die Badewanne ca. 8 cm hoch mit warmen Wasser füllen. Dann gebt Ihr einfach das Pulver dazu und rührt ordentlich.

bty

Nun muss das Wasser 5-10 Minuten ,,ziehen” damit es auch schön glibberig wird. In der Zwischenzeit habe ich Dinge gemacht die Erwachsene machen: Küche aufräumen….Wäsche waschen.

Nun geht es endlich los. Bitte Bitte steigt ganz vorsichtig in die Wanne. Das Zeug ist wirklich glitschig. Also so richtig glitschig. Man kann sehr schnell ausrutschen! Habt Ihr oder Eure Kinder es in die Wanne geschafft, dann erwartet Euch ein echt sensationelles Gefühl!

bty

Soooooo viel Schleim!

Ich hab leider etwas mehr als 8 cm warmes Wasser in die Wanne gefüllt, bin halt auch viel größer als ein Kind. Ich denke aber, dass eine zweite Packung  noch mehr Schleim produziert hätte.

Der Schleim fühlt sich auf der Haut wie Öl an. Sehr angenehm. Das Wasser ist tatsächlich schleimig und glibberig. Man kann den Schleim auch wirklich gut fassen und ziehen. Es ist einfach nur total lustig. Ich saß 15 Minuten lachend und planschend in der Wanne. Ich weiß nicht was mein Freund in diesen 15 Minuten gedacht hat, aber es war bestimmt sehr seltsam 😀 .

bty

Das schwarze is ein Teil meienr Handyhülle XD Schaut nur wie schleimig alles ist *_*

Solange das Wasser warm ist kann man echt ne tolle Glibberparty in der Wanne feiern. Wer gerne noch einen schönen Geruch dabei haben möchte, der kann 2-3 Tropfen naturreines ätherisches Duftöl hineintropfen.

Ist die Schleimsause fertig lasst das Wasser einfach ab. Danach bitte duschen, denn es glitscht wirklich sehr lange. Wie gesagt, fühlt sich an wie Öl. Kann man einfach mit ganz normalem Duschbad abwaschen.

 

Mein inneres Kind fühlt sich wirklich sehr befriedigt. Es war eine taktile und visuelle Erfahrung die ich gerne noch einmal machen möchte. Vielleicht hole ich das nächste mal lila Schleim. Oder  welchen die Farbe wechseln kann. Und am besten 2 Packung. Für den extra Schleim. Für diese Extravaganza habe ich 3,45 € bezahlt. Das war es mir sowas von Wert=)

Probiert es aus! Auch für große Kinder ab 28 geeignet 😉

Manic Monday: Mützen braucht die Welt!

Ich bin 28 Jahre alt. Und ich fühle mich diskriminiert. Von dem Allgemeinbild eines Erwachsenen und von der Modeindustrie.

HÄ? Was?

Joa, ist so. Ich liebe Mützen. Je verrückter desto besser. Wäre da nicht so ne Kleinigkeit: ich bin eine erwachsene Frau. Und in der heutigen Gesellschaft trägt eine erwachsene Frau keine Kindermützen. Dabei sind die sooooo schön. Grrrrrrr…. furchtbar. Warum wird man als albern oder kindisch abgestempelt weil man eine Haimütze trägt? Oder ein Minion? Die Dinger sind super gut. Aber nein, ich bin ja erwachsen.

Wisst Ihr was? Scheiß drauf! Ich hab gar keine Lust immer erwachsen zu sein. Ich seh das gar nimmer ein. Ich will ins Bällchenbad von Ikea hüpfen, eine Scheibe Gelbwurst beim Metzger bekommen und mich wie bekloppt drüber freuen und… ich will Mützen. Und zwar genau solche wie Kinder sie tragen dürfen. Bunt, mit Motiven und vielen Fransen.

Da Kindermützen für Erwachsene wohl echt ne Marktlücke sind ( nämlich gar nicht!) hab ich beschlossen meine eigenen Mützen zu machen. So! Und als erstes hab ich mir eine Minnie Maus Mütze gemacht. Mit fetter, pinker Schleife. Vielleicht kommen auch noch weiße Knöpfe dran.

Ich liebe sie. Es hat Spaß gemacht sie zu häkeln. Und ich fühle mich wohl dabei. Mehr Mützen braucht das Land!

Was würdet Ihr gerne machen oder tragen? Jeden Tag erwachsen und vernünftig sein stinkt mir total. Was möchte Euer inneres Kind gerne mal wieder tun? Schreibt mir doch ein kleines Kommentar dazu, ich würde mich freuen ❤ !

 

Hallo, adim Vanja! Warum es so wichtig ist wenigstens Hallo und Tschüss in anderen Muttersprachen sprechen zu können.

Zur Zeit arbeite ich als Integrations- und Jobcoach und leite eine Maßnahme für Migrantinnen. Manche der Damen sind erst ein paar Monate in Deutschland, andere leben seit 20 Jahren hier. Wo es bei jeder hakt? Die Sprache! Und ich habe einen rasanten Abwärtstrend entdeckt wenn es um diese geht. Immer weniger Migrantinnen sprechen deutsch bzw. beherrschen es rudimentär. Einfache Dinge wie Einkaufen oder Bus fahren können da schon eine fast unglaublich schwere Aufgabe sein.

Jetzt habe ich zwischen 7 und 10 Frauen vor mir, bunt gemischt und in div. Altersstufen und wir schauen uns an. Wir sagen uns Hallo. Wir sagen unsere Namen. Wenn ich glück habe kann mir eine der Damen noch sagen aus welchem Land sie kommt. Dann ist es auch schon vorbei. Wie ich mich fühle? Hilflos. Traurig. Wütend. Warum wütend? Na ja, auf der einen Seite weil  viele der Frauen schon lange in Deutschland leben und sich nicht die Mühe gemacht haben wenigstens etwas zu lernen. Auf der anderen Seite weil ich auch weiß, dass viele nicht lernen durften oder sollten. Das merke ich dann schon wenn ich nach der Schulbildung frage: 2 Jahre, 5 Jahre…irgendwann auch mal eine Frau mit 10 Jahren. Das ist aber sehr selten.

Was mache ich nun? Sie sollen deutsch sprechen, sie sollen lernen und Arbeit finden. Aber wie soll das nur gehen? Diese unglaublich große Mauer ,, Sprache” tut sich auf. Aber ich weiß was ich tun kann um wenigstens kleine Löcher reinzuhauen. Mut zur Lücke zeigen und die paar Brocken türkisch, französisch, somali, arabisch, thai, bulgarisch auspacken und zeigen das es absolut okay ist Fehler zu machen. Natürlich soll ich das nicht. Darf nur in unserer Landessprache reden. Aber sie haben Angst. Angst etwas falsches zu sagen.

Auch wenn es wirklich nicht gern gesehen wird, ich habe div. Wörter und Sätze gelernt um mir die Aufmerksamkeit meiner Teilnehmerinnen zu sichern und zu halten. Außerdem tut es einfach so gut wenn eine fremde Frau kommt, lächelt und einfach nur ,, Guten Morgen” in der eigenen Muttersprache spricht.

Je länger wir zusammen arbeiten ( 3 Monate pro Zuweisung) desto mehr tauen die Damen auf. Aus ein paar Wörtern werden 2-3 Wort Sätze. Wie Kinder lernen sie die Ihnen so fremde Sprache. Langsam, stockend aber stetig. Ich freue mich über jedes Wort. Werfe mit Lobesbomben um mich wenn Hausaufgaben tatsächlich gemacht werden.

Was soll ich sagen. Die wenigstens werden Arbeit finden. Aber sie begeistern sich für Deutschkurse. Sie wollen lernen. Im Jobcenter schlage ich Deutschkurse, Integrationskurse oder Zweitschriftlernekurse vor. Die Fallmanager geben zu 99% ihr Go. Ich bin jedes Mal so dankbar das die fleißigen Männer und Frauen im Jobcenter mir entgegen kommen. Meine Teilnehmerinnen bekommen dadurch eine wichtige Chance. Die Chance zu lernen. Die Chance eine Stimme zu bekommen. Die Chance eine anständige Arbeit zu bekommen ( ich hasse es wenn sie denken dass sie nur putzen könnten aarrgghh!)

Ein Hallo. Ein Auf Wiedersehen. Wie geht es Dir? Wie heißt Du?  Ein paar Worte machen den Unterschied. Und das gilt für Alle. Ich habe so in den KiTa´s gearbeitet. Ich habe so im Pflegeheim gearbeitet. Und so arbeite ich auch heute noch so. Weil es für mich nichts schlimmeres gibt als nicht verstanden zu werden. Darum macht Euch die Mühe und begrüßt vllt das nächste Mal den türkischen Ehemann einer KiTa Mami. Oder sagt Auf Wiedersehen zu der Verkäuferin aus Afghanistan. Es ist nicht schwer. Hier mal ein paar kleine Auswahl an Dingen die einem Menschen das Lächeln auf´s Gesicht zaubern kann!

Türkisch:

Günaydın = Guten Morgen ( das I ohne Punkt ist stumm)

İyi günler = Guten Tag

Hoşça kal ( gesprochen Hoschtscha kal) = Auf Wiedersehen

Nasılsın? = Wie geht es dir ( Iyi = Gut 😉 )

Teşekkürler = Dankeschön

Bulgarisch:

Dobro utro = Guten Morgen

Dobŭr den = Guten Tag

sbogom = Auf Wiedersehen

Kak si? = Wie gehte es dir?

blagodarya-ti = Danke schön

Griechisch:

Kaliméra = Guten Morgen

antío = Auf Wiedersehen

Pós eísai? = Wie geht es dir?

efcharistó = Danke schön

Somali

subax wanaagsan = Guten Morgen

Maalin wanaagsan = Guten Tag

Nabadgelyo = Auf Wiedersehen

Sidee ayaad tahay = Wie geht es dir?

mahad-aad = Danke schön

 

So, also das sind so meine ,, Basics”. Ich glaube zwar das nicht alles richtig geschrieben ist, aber ist eben nicht meine Muttersprache. Der Gedanke zählt =) Also los, jetzt wird gelernt 😉

 

Viel Spaß!

Eure Tante Vanja

 

 

Manic Monday: 10 Dinge die Pädagogen sicherlich NICHT zu Euch sagen werden!

Hier ein Shout Out zu all meinen  Kollegen und Kolleginnen. An alle Windelrocker und Matschhosenhelden. Dieser Beitrag ist für all die Pädagogen da draußen, die sich täglich in den wilden Erziehungsdschungel stürzen, und das mit viel Liebe, Leidenschaft, Herz und Humor. Wenn Ihr diese Sätze kennt, dann fühlt Euch gedrückt ( und wenn nicht drück ich Euch trotzdem). Jede Einrichtung hat ihre eigene Top 10. Hier ist meine, welche ich nach jahrelangem Erziehungsdschungel für mich festlegen konnte!

Wer es bis jetzt noch nicht verstanden hat: dieser Beitrag ist überzoooogen und nicht zu 100% ernst gemeint… nur zu 37,8952%.

 

Nummer 1: Natürlich öffnen Wir die KiTa extra lange nur für Sie!

Ha Ha Ha Ha …Hahahahahahahahaha.. haaaaaaa. Said no one ever. Bitte liebe Eltern fühlt Euch jetzt nur ein bisschen auf den Schlips getreten. Es ist überhaupt kein Problem wenn man Mal zu spät kommt. Und wenn man ganz liebt fragt kann man auch mal 10 Minuten nach Schließung das Kind abholen. Aber niemals….NIEMALS NIE würde Ich regelmäßig die Abholzeiten nach hinten verschieben. Ausnahmen bestätigen die Regeln, aber die Regeln… die machen immer noch wir!

 

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10 Minuten sind okay, 1 Stunde nicht!

Nummer 2: Ihr Kind hat ,, etwas” Husten und ,,etwas ” Fieber? Natürlich können Sie es hier lassen.

Leute, jetzt mal ehrlich. Ich weiß das Kinder, besonders in jungen Jahren, schnell krank werden. Das ist anstrengend, das nervt. Aber ein offensichtlich krankes Kind gehört ins Bett und nicht in die KiTa. Nicht nur das jetzt fein ALLE angesteckt werden, Euer Kind hat gar keine Zeit sich zu erholen. Reicht es nicht wenn wir Pädagogen schon halbtot in der KiTa hocken und alle anstecken?

 

Kranker Teddy

Erst wenn aus Mund und Nase keine Rotze mehr läuft ist alles i.O. 😉

 

 

Nummer 3: Arbeiten? Nein, ich bin hier nur wegen dem schönen Ambieten.

Ja, wir arbeiten. Wer denkt das Pädagoge sein heißt den ganzen Tag mit Karacho durch die Gegend zu hüpfen täuscht. Wir sitzen. Und das ziemlich oft. Gerade beim basteln, malen, vorlesen, Spiele spielen, Lieder singen, bei der Gartenaufsicht. Für viele sieht es dann natürlich so aus als ob das Personal nur zum Kaffeetrinken da ist. 1) Ich trinke lieber Tee, Danke! und 2) wird nur gehüpft wenn genug andere Erwachsene dabei sind die den Rest der Kindermeute hütet!

 

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Im sitzen ist einfach besser nähen!

Nummer 4: Ja, unsere Snacks sind Bio, vegan, Laktose- und Glutenfrei!

Wenn Eure Kinder keine Unverträglichkeiten haben, und Ihr ihnen nicht Eure Essgewohnheiten aufdrängt, dann gibt es auch mal Bio Obst und Gemüse. Ansonsten gibt’s Jogurt… oder Kekse…oder Muffins….oder BUTTERBROT! ( Das geht seltsamerweise am schnellsten aus….das Butterbrot.. komisch O_o) Falls sie doch Unverträglichkeiten haben bringt bitte geeignete Snacks mit, denn es gibt meist mehr Kinder die alles essen können als umgekehrt.

 

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Nur wenn jemand wirklich hochgradig übel drauf reagiert!

 

Nummer 5 : Ja, ich lasse gerne meine Pause sausen um mit Ihnen das Spielzeug ihres Kindes zu suchen!

Spielzeug außerhalb des Spielzeugtages mitzubringen? No go! Wer sich nicht dran hält, der hat leider Pech gehabt. Aber keine Angst. Oft taucht das Spielzeug am nächsten Tag auf, weil die Reinigungsmenschen es irgendwo hervorgekehrt haben.  Ihr wisst nicht was man alles unter Schuhbänken, Absätzen oder Bällchenbäder so alles finden kann. Die reinsten Schatztruhen!

 

Spielzeug

BANANAAAAAAAA!

Nummer 6: Bitte ziehen Sie Ihrem Kind jeden Tag nur die feinsten Kleidungsstücke an!

Ja, der morgendliche Kampf ist ein Kreuz. Und ich denke das fast jedes Elternteil diesen Kampf schon einmal in seinem Leben mindestens gefochten hat. Aber Bitte, erwartet nicht dass das Elsa Kleid am Ende des Tages noch wie ein Elsa Kleid aussieht. Lackschuhe? Na ja… Lack ab würd ich da eher sagen. Besonders reizend wenn Ausflüge und Wald Tage anstehen. Manche Einrichtungen betreuen bis zu 120 Kinder am Tag. Da ist nicht viel Zeit um drauf zu achten das der Pulli von Tante Inge sauber bleibt.

 

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Viele fühlen sich im Matsch sauwohl 😉

Nummer 7: Nein, ich brauche kein Urlaub und deshalb hat die KiTa das ganze Jahr geöffnet….inklusive der Feiertage… tadaaa

Erwartet darauf keine Antwort. Ich wurde wirklich schon oft gefragt warum die KiTa im Sommer 2 Wochen zu macht….oder an Weihnachten….

 

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Heeyyyyy… ab in den Süüüüüdddeeennnn!

 

 

 

 

Nummer 8: Gummistiefel und Regenkleidung werden Überbewertet. Wie bleiben einfach drin!

Ha Ha.. klar. Mit über 100 Kindern und nur 1 Bewegungsraum. Vergesst es Leute. Erstens sollen die Kinder bei jedem Wetter raus. Zweitens werden Kinder nicht instant krank nur weil sie im Regen spielen. Und ganz wichtig: Wie soll man die Regenwürmer husten hören, wenn wir nicht draußen sind um zu horchen? Gönnt Euren Kids Erlebnisse im Matsch. Ich will nicht wissen wie viele Regenwürmer Ihr als Kinder husten gehört habt!

 

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Die Allrounder in allen Lebenslagen: Gummistiefel ❤

Nummer 9: Ja klar darf Ihr Kind immer Süßigkeiten mitbringen. Und bitte geben Sie diese Ihrem Kind direkt vor den Nasen der anderen Kinder!

Wer meint eine kleine Nascherei dabei haben zu müssen, kein Ding. Aber dann gebt diese bitte vor oder nach der KiTa aus. Und nicht beim Umziehen in der Garderobe. Oder in der Lunchbox. Es reicht wenn Zuhause genascht wird. In der KiTa sollen die Kinder vor allem lernen was gesunde Ernährung ist. Und 6-9 Stunden ohne Gummibärchen hat bis jetzt jedes Kind überlebt!

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Ohhhh…OHHHH jetzt kommt mein Liebling.

 

Nummer 10: Ihr Kind isst das nicht? Wir kochen gerne ein separates Menü!

NEIN. Neihein. Nein Nein Nein Nein. Das werden wir nihiicht. Und warum? Weil es immer etwas geben wird was ein Kind nicht essen will. Die praktische Lösung? Unliebsame Speisen nicht auf den Teller packen. Oder eine Probiermenge drauf tun, probieren und dann ignorieren. Auch noch gut. Warum haben Eltern immer so panische Angst das ihre Kinder in der KiTa verhungern würden? Das wird niemals nicht passieren. Und selbst wenn das Mittagessen eben nicht gegessen wurde. Es gibt dann auch noch Snack. Und Obst findet sich auch irgendwo.

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So, das waren sie. Meine Top 10 von Dingen die Ich (und vermutlich auch viele andere) niemals zu Eltern in der Kita sagen würde. Liebe Mamas, Liebe Papas, Omas und Opas. Seid nicht böse. Aber manchmal muss man einfach mal den täglichen Wahnsinn verarbeiten. Und der trifft und wie gesagt täglich. Da muss man einfach auch mal den fiesen Humor auspacken. Wir arbeiten trotzdem gerne mit Euch, und ja, Eure Kids haben wir auch sehr gerne. Sonst wären wir keine Pädagogen geworden 😉

In diesem Sinne… ich geh jetzt mal den Regenwürmern beim husten zuhören!

 

Eure Tante Vanja

 

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