Wie? DU arbeitest Vollzeit? Oha! High functioning Depression und Soziale Arbeit

Seit neustem besuche ich eine Selbsthilfegruppe ,,Depression“. Ich war zwei mal dort und muss sagen das mir die Gruppe gut gefällt. Die Menschen dort sind mir sympatisch und ich fühle mich gut aufgehoben. Das ist schön, weiß ich doch das in der Gruppe jeder weiß was in einem depressiven Menschen los ist. Viele Schicksale, oh ja, aber jeder Mensch einzigartig. So viel dazu.

Jeder Besuch beinhaltete folgende Frage: ,, Schaffst du?“ Und da ich ja arbeiten gehe, in Vollzeit, bejahte ich immer. Dann: ,, Vollzeit? Echt? Das schaffst Du?“

Jedes Mal muss ich lachen. Zum einen weil ich mich immer Frage warum ich es denn nicht schaffen sollte. Zum anderen weil ich weiß wie Ernst gemeint diese Fragen und Aussagen sind und was dahinter steckt. Wie gelingt es einem langzeitdepressiven Menschen eine regelmäßigen Vollzeitarbeit nachzugehen. Und dann auch noch mit Menschen?Berechtigte Frage welche mir immer öfter durch den Kopf geistert. Ich kann hier nur für mich reden, jeder Depressive ist anders und hat auch andere Symptome. Aber so ,,schaffe“ ich es. Ob es gut ist, nein ich denke nicht. Aber gar nichts zu tun ist genau so beschissen!

Ich muss etwas tun!

Mal ganz davon abgesehen das irgendwie das Essen auf den Tisch kommen muss, das Auto getankt werden möchte etc. bleibt mir nichts anderes übrig. Egal wie scheiße es mir geht, die innere Stimme zwingt mich dazu. Sobald ich stillstand habe beginnt das Gedankenkarusell zu drehen und das will ich nicht. Ich will mich nicht mit abstrusen und unsinnigen Gedanken (danke Zwangsstörung, Du bist ne Sau!) befassen die nicht stimmen. Und doch rotiert die Murmel wenn nicht beschäftigt. Ich arbeite also zum größen Teil um mich abzulenken.

Der Körper ist stark, der Geist ist schwach oder manchmal umgekehrt?

Das perverse an dieser Depression ist, das Depressive regelmäßig ihre natürlichen Grenzen überschreiten. Wir nehmen nicht wahr wann es genug ist. Magenschmerzen? Vllt was schlechtes gegessen? Oder doch der Stress auf arbeit? Fartigue? Trotzdem ,,munter“ zur Arbeit gefahren obwohl man soooo verdaaaammmtt müde ist und das Hirn eigentlich gefühlt aus Wackelpudding besteht. Konzentration kann man vergessen. Man kann nicht denken. Obwohl…doch…an abstruse Sachen. Und nein, ich kann nicht einfach an was schönes denken. Dieser schwarze Sumpf in meinem Kopf ist so groß, da dauert es einfach verdammt lange ein Fleckchen zu finden an dem vllt eine Moorblume blüht. Begleitet wird das alles mit Kopfschmerzen, weil ich immer angespannt bin. Immer im Fluchtmodus sozusagen. Das frisst viel Energie. Trotzdem schleppe ich mich jeden Tag zur Arbeit. Auch wenn ich ganz oft nicht will und auch nicht kann. ,,Es geht trotzdem immer irgendwie.“

Energiespender für andere

Ich spende Energie auf Arbeit, jeden Tag. Indem ich anderen Menschen helfe, ihnen Mut mache, auch mal in den Arsch trete etc. . Ich investiere sozusagen. Und das macht mir Spaß. Aber ich merke nicht das ich für den Rest vom Tag dann kaum bis keine Energie mehr habe. Das spürt man erst auf dem Heimweg. Da ich aber jedem gerecht werden möchte werden alle Reserven angekratzt. Denn man weiß nie.

 

Wie passt das jetzt alles mit der Sozialen Arbeit zusammen? Kann ich Euch erzählen. Ich kann dadurch nicht nur mein Helfer-Syndrom ausleben sondern auch mein erlerntes Wissen praktisch anwenden. Das ist toll, denn ich habe nicht umsonst gelernt und studiert. Da möchte man auch Ergebnisse sehen. Darüber freuen kann ich mich aber nur sehr selten. Weil ich mich nicht viel freuen kann. Das liegt eben an der Depression. Nein, das heißt nicht das ich mich nie freue. Aber die Momente sind selten. Ich freue mich zum Beispiel jeden Abend darauf meinen Mann zu sehen. Oder meine Eltern zu besuchen. Aber dann fällt mir auch schon immer weniger ein. Es ist schwer. Und es ist noch schwerer Momente zu erkennen an denen man sich erfreuen könnte.

Irgendwann wird mein Körper das nicht mehr mitmachen, da bin ich mir sicher. Und ich habe auch ein wenig Respekt davor. Aber solange ,, es noch geht“ werde ich weiter machen. Im nächsten Jahr werde ich mir, nach Ablauf meines Vetrages, eine maximal 30 Stunden Stelle suchen und schauen wie sich dies mit mir Verträgt. Aber bis dahin durchhalten.

 

Die Tante

 

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Allrounder: Warum es mir nicht mehr gut tut ,,alles“ zu ,,können“

An manchem Tagen da wünscht man sich mehrere Arme, damit man die Arbeit fertig bekommt. Praktisch, hm? Vielleicht noch ein zusätzlicher Kopf, dann geht das denken 2 Mal so schnell. Herrlich! Habe ich bis jetzt immer gedacht. Mir oft mehr Arme gewünscht um noch mehr fertig zu kriegen. Einen Zweiten Kopf um mir noch mehr merken zu können.

Ich bin so müde. Und fertig. Und ich will das nicht mehr. Will nicht noch mehr Arbeit erledigen und mir alles merken können. Will nicht hin und hergeschoben werden nur weil ich ,, so vielseitig“ bin. Will mir nicht über alles mögliche Gedanken machen müssen.

Call me Post It

Ich fühle mich im Moment wie ein laufendes Notizbuch, das sich alles merken muss, damit alles so glatt wie möglich läuft und gute Ergebnisse auf Arbeit abgeliefert werden können. Versteht mich nicht falsch, wir leisten gute Arbeit mit Ergebnissen, die sich sehen lassen können. Und trotzdem ist es nie genug, oder es wird so lange gesucht bis man etwas findet was in unserer Arbeit ,,optimiert“ werden kann. Immer Besser, immer mehr. Es wird viel von meinen Kollegen und mir gefordert, was wir gar nicht erfüllen können, aber es tun sollen. Das ist sehr anstrengend.

2 Welten prallen immer wieder aufeinander

Wer den Blog liest weiß das ich eine Soz.Päd. bin welche schon mit vielen Menschen gearbeitet hat. Von 0 bis 99 Jahren war alles dabei. Heute arbeite ich mit erwachsenen Menschen. Macht Spaß, ist eine tolle Arbeit. Die Kommunikation, das Erforschen des Backrounds, die Problemlösung und der Beziehungsaufbau zu meinen Kunden ist spannend, abwechslungsreich und erfüllend. Hier kann ich pädagogisch aufgehen. Meistens jedenfalls. Leider sind viele der pädagogischen Ansichten und Methoden nicht jedermanns Sache. Ich möchte hier nicht bin tiefer gehen, aber so viel:  Erfahrungen und Meinungen sind individuell und man kann diese nicht über andere Menschen stülpen. Genau so kann man nur sehr schlecht damit arbeiten. In der Pädagogik gilt es jeden Menschen als Individuum zu sehen welches man nicht nach Schema F behandelt.

Ich weiß, diejenigen die zwischen den Zeilen lesen können wissen was ich meine.

Ja/Nein/Vielleicht?

In einer Umgebung zu leben, und ja man lebt auf Arbeit da man zwischen 8 und 10 Stunden pro Werktag dort verbringt, die ambivalent ist macht auf Dauer keinen Spaß. Je nach dem welcher Typ man ist geht es schnell mit dem Anpassen oder auch nicht. Ich habe mich lange genug angepasst und habe jetzt keine Kraft mehr. Ich möchte nicht geplante Aufgaben/Vorhaben über Bord werfen weil sich der Wind gedreht hat. Ich möchte an meiner pädagogische Arbeit keinen Abstriche machen nur um Ergebnisse liefern zu können. Ich möchte meine Arbeit gut machen und dafür wertgeschätzt werden und nicht noch gesagt bekommen was noch optimiert  werden kann/sollte. Es ist unglaublich anstrengend wenn man nicht weiß ob man jetzt ,,richtig“ oder ,,falsch“ arbeitet und ob das was heute gut war morgen nicht schon total doof ist.

Fräulein Rücksicht…NICHT!

Beratend zur Seite stehen: ja! Hier und da aushelfen: ja! Für andere Mitdenken und dabei auch noch freundlich und höflich bleiben: NEIN!! NEIN NEIN NEIN NEIN KEINE LUST MEHR!!! Tante Vanja ist der letzte Mensch der Hilfe verweigert, jeder kann gerne zu mir kommen. Gemeinsam kann man viele Probleme besser lösen als allein. Aber ich bin kein Roboter. Ich kann und will auch nicht mehr für andere mitdenken. Das ist nicht meine Aufgabe. Und trotzdem passiert es, trotz Erinnerung, vorleben oder auch ignorieren(was es nur noch schlimmer macht!) das ich einfach übersehen werde. Bestimmt nicht mit Absicht, trotzdem unschön. Schon simple Dinge wie der vergessen  des regelmäßiges Notieren des Arbeitsalltags kann dann zu einen Zeitfresser werden. Oder Aggressor, je nach dem was als Rattenschwanz noch drang hängt.

Ich werde nicht mehr für andere mitdenken. Wer nach einer deutlichen Ansage immer noch nicht kapiert hat das EIGENVERANTWORTUNG zum Berufsbild gehört, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Und helfen werde ich nicht mehr.

 

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Im Moment geht es mir so wie der Puppe im Bild. Durch das Arbeiten an vielen Fronten lagert sich immer mehr das Gefühl der Belastung ab. Und es verschwindet nicht mehr. 2 Tage Wochenende sind zu kurz um sich zu erholen.

Darum mein Beschluss, an dem ich heftig arbeiten muss: Ich will kein Allrounder mehr sein. Ich will nicht mehr überall einsetzbar sein. Dadurch biete ich zu viel Angriffsfläche und halse mir nur noch mehr Arbeit auf. Ich bin nicht mehr gewillt meine Gesundheit für einen Arbeitsplatz zu opfern.

Tante Vanja ist müde.

 

Gruselfinger zum knabbern: Tante Vanjas Hexenküche brodelt wieder!

Wer Vanja als Tante hat weiß wie gruftig sie ist. Und natürlich muss in Richtung 31.10.2018 auch die Küche ordentlich schlottern. Deshalb bekommt Ihr heute ein einfaches aber schaurig gutes Rezept für Gruselfinger. Aber keine Angst! Weder den Hexen noch den Zombies ist etwas passiert!

Wer gerne ein paar Finger snacken möchte braucht folgende Zutaten:

Für ca. 20 Stück!

  • 110 g weiche (nicht geschmolzene!) Butter
  • 65 g Puderzucker
  • 1/2 Vanilleschote
  • 175 g Mehl
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 Ei
  • ungeschälte Mandeln ( wahlweise backfeste Schokotropfen)
  • Lebensmittelfarbe oder Marmelade/Schokolade

 

Die weiche Butter mit dem Puderzucker, der Vanilleschote, dem Salz und dem Ei verrühren. Dann das Salz und das Mehl langsam dazu geben. Der Teig ist halb fest, sprich er wird kaum noch kleben aber trotzdem geschmeidig sein.  Packt den Teig für 1 Stunde in den Kühlschrank und lasst ihn dort ruhen.

So, die Stunde ist rum? Cool, dann lasst mal ein paar Finger abha…. ich meine formen 😉 Heizt aber erst mal den Ofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vor.

Nehmt den Teig auf dem Kühlschrank und zwackt immer einen TL voll Teig ab. Diesen rollt Ihr dann zu fingerdicken Würstchen.

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Dann drückt mit zwei Fingern kleine Wülste in Eure ,,Finger“. An den Seiten etwas nachdrücken damit sie in form bleiben. Mit einem Messerchen die Gelenke anritzen. Dann sucht Ihr Euch ein Ende der Finger aus und drückt eine Mandel hinein. Und schon können unsere Finger für 20 Minuten in den Ofen.

 

Wenn die Finger ausgekühlt sind geht es ans Verzieren. Nehm die Mandel vom Finger, drückt eine ordentliche Portion Lebensmittelfarbe(rot) drauf und platziert die Mandel wieder an ihrem Platz. Das geht auch mit Marmelade wenn Ihr keine Lebensmittelfarbe mögt. Wollt Ihr lieber Zombiefinger? Dann nehmt lila Lebensmittelfarbe oder Schokolade zum befestigen der Mandeln. Wer mag kann noch ein wenig herumklecksen, damit die Finger auch den abgehackten Look bekommen.

 

FERTIG. Einfach, schnell und lecker. Und bestimmt für den ein oder anderen Grusel gut. Viel Spaß beim nachhacken ääähhh backen!

Eure Tante Vanja

PS: Draculas Zähne können auch bei Euch auf dem Teller landen. Wie? Verrate ich im nächsten Blog 😉

 

Der WTF des Tages: Grundschule?!???

Also heute muss ich Euch ja mal was erzählen, dass für mich definitiv in die Kategorie ,,WTF?“ fällt. Es ist für mich jetzt so nach 6 Stunden drüber nachdenken immer noch nicht verständlich. Wovon ich spreche? Von dem Verhalten einer Grundschule. Bzw. des Lehrers/der Lehrerin einer 1 Klasse.

Hier die Situation:

Ich laufe durch unsere Flure und sehe eine Dame mit Kind. Ungewöhnlich, denn es ist ein KiTa/Schultag und soweit ich weiß gibt es bis zum Ende des Jahres keine Sonderschließtage an den KiTas/Grundschulen in der Umgebung. Ich sage als: ,, Huch? Heute mit Verstärkung?“  Sie daraufhin: ,, Ja, ich musste XY abholen und bin deshalb etwas später.“ Nicht nur das ich nicht einschätzen konnte wie alt XY war…einen kranken oder verletzten Eindruck machte das Kind auch nicht. Also hab ich mal so weiter gebohrt.

,, Wie alt ist XY denn?“

,, 7 Jahre alt!“

,, Aha, also geht XY schon in die Schule?“

,, Ja!“

,, Heute ist doch ein Schultag, oder?“

Und jetzt kommt er, der Satz der mich so lange beschäftigt:

,, Ja, aber XY hatte heute keine Lust, hat so viel geweint das die Schule angerufen hat. Ich musste XY abholen“

WTF? Die Schule hat angerufen weil das Kind keine Lust auf Unterricht hatte und deshalb weinen musste? Echt jetzt? Der Lehrer/Die Lehrerin war nicht in der Lage mit dem Kind eine Lösung zu finden? Und was ist das für eine Aussage ,, XY hat keine Lust gehabt.“ Hatten wir immer Lust auf Schule? Ganz sicher nicht!

Dieser Trend immer nachgiebiger zu werden und zu vieles durchgehen zu lassen besorgt mich. Klar haben Lehrer heute viel mehr Möglichkeiten und Hilfsmittel um einen Unterricht kindgerecht zu gestalten. Auch die Pädagogik hat sich stark verändert und lässt (meiner Meinung nach zu viel) Spielraum wenn es um die Erziehung von Schulkindern geht. Es muss möglich sein eine Lösung zu finden ohne gleich die Flinte ins Korn zu werfen. Das mag auf Krippen- und KiTakinder zutreffen, aber für Schulkinder nicht. Hier wurde es sich zu einfach gemacht!

Es kann nicht sein das ein Kind nach Hause geschickt wird weil es weint. Was lernt  XY denn daraus? ,, Klasse, so kann ich das ja immer machen!“  Ja, der Satz ist alt und abgedroschen, aber für mich gilt er noch: ,, Mit der Schule fängt der Ernst des Lebens an!“. Das ist Fakt, das kann mir keiner schön reden.

So genug aufgeregt für Heute, mein Gesicht brennt schon vom vielen Facepalmen.

 

Eure Tante Vanja

 

Keine Kinder erwünscht: über das ,,erwachsenenfreundliche Restaurant“ auf Rügen.

Da stöbert man mal kurz durch die morgendlichen Nachrichten und schon lese ich so etwas: ,, Wegen schlecht erzogener Kinder hat ein Restaurantbesitzer auf Rügen beschlossen, dass Kinder unter 15 Jahren ab 17:00 sein Restaurant nicht mehr betreten dürfen.“ Hunde seien aber trotzdem erlaubt, immer willkommen und haben eine eigene Speisekarte.

Also ich muss gestehen, erst einmal musste ich lachen. Besonders als ich das mit den Hunden las. Dann wurde ich nachdenklich. Schlecht erzogene Kinder dürfen ab 17:00 Uhr nicht mehr in das Restaurant. Ja, aber was sind denn für den Wirt schlecht erzogene Kinder? Und warum unter 15 Jahren? Die Begründung, warum gerade Kinder ab einer gewissen Uhrzeit nicht mehr dort Speisen dürfen ist simpel, auf der einen Seite nachvollziehbar, auf der anderen Seite aber doch so….nicht nett.

Aber was ist passiert, das so ein in meinen Augen drastischer Schritt, das dieser Mann sich für diese Lösung entschieden hat? Sind die Gründe wirklich so banal oder doch gerechtfertigt?

,,Die Freiheit der Kinder hört da auf , wo die Freiheit der Gäste beschnitten wird!“

Anfangs hatte der Wirt noch versucht mit Gegenmaßnahmen Ruhe und Frieden in sein Restaurant zu bekommen. Es gab bemalbare Speisekarten für die Kids und auch einige Hinweisschilder für Eltern, die auf ihre Kinder achten sollten. Nachdem dies aber nicht fruchtete, und durch herumstrolchende Kinder das Personal behindert wurde und es auch zu Problemen deswegen kam, zog er  die Notbremse. Er sah wohl einfach sein Restaurant in Gefahr.Er rechtfertigt seine Entscheidung also mit zwei Gründen: die von ihm versuchten Gegenmaßnahmen haben nicht funktioniert und dass Eltern ihre Kinder nicht erzogen haben oder nicht richtig im Griff haben.

HM…..schwierig. Meiner Meinung nach hätte er definitiv mehr versuchen können um es Familien zu ermöglichen sein Restaurant zu besuchen. Mit ein paar Speisekarten zum malen ist es nicht getan. Man hätte zum Beispiel einen Teil des Restaurants als ,, Familienzone“ einrichten können, in der eben Familien speisen und es dort dementsprechend anders gestaltet ist. Eine kleine Spiel- und Beschäftigungsecke hilft manchmal auch schon etwas Ruhe rein zu bringen. Offene Kommunikation mit den Familien wenn es problematisch werden sollte. Das dies zwar nicht immer auf Gegenliebe trifft ist klar, aber er und sein Personal hätten es versuchen können.

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Erwachsenenfreundlich= keine Kinder?

Auf der anderen Seite verstehe ich den Wirt auch. Er ist ein Dienstleister und verdient Geld in dem er Kunden bedient. Wenn die Mehrzahl der Kunden ohne Kinder ist wird er sich sicher weniger auf Familien festgelegt haben. Auch sollten Eltern immer darauf achten wie sich Kinder in einem Restaurant benehmen. Es ist normal das Kinder, wenn sie länger sitzen und warten müssen, unruhig werden. Wenn Aber auch nichts zur Beschäftigung mitgenommen wird kann es durchaus sein, das die lieben Kleinen dann auf eigene Faust danach suchen. Ich sehe Eltern daher  in der Pflicht den Restaurantbesuch auch  mitzugestalten. Auch wenn Eltern steif und fest behaupten, das ihre Kinder sich hervorragend benehmen, jeder hat eine andere Vorstellung von benehmen. Dementsprechend sollte man sich den Gegebenheiten anpassen. Unter dem Gesichtspunkt das der Restaurantbesuch etwas besonderes ist kann man Kindern schon gut klar machen, das sie nicht wie zuhause am Küchentisch essen werden.

Meine Meinung zu Kindern im Restaurant

Ich persönlich finde es ätzend wenn ich in einem Restaurant sitze und Kinder dauernd hin und her rennen oder zu laut sind. Ja, das stört mich. Aber man kann deshalb doch nicht einfach Kinder verbannen? Dann müssen die Eltern mehr herangezogen werden. Man kann als Gast auf die Eltern zugehen und freundlich mit ihnen sprechen. Auch kann man das Personal darum bitten, höflich und freundlich mit der Familie zu reden. Klar kommunizieren ist Pflicht. Ein Restaurantbesuch soll für alle Gäste angenehm sein, und vielleicht findet man eine gemeinsame Lösung um dies allen zu ermöglichen.

Wenn ich weiß, das ein Restaurantbesuch ansteht der mehr als 1 1/2 Stunden dauern wird, würde ich meine Kinder nicht mitnehmen, wenn sie sich nicht ruhig am Platz selbst beschäftigen können. Entweder eine Betreuung finden oder eben absagen.  Denn ich möchte im Restaurant mein Essen und die Atmosphäre genießen, mich unterhalten und nicht ständig schauen müssen was meine Kids machen. Auch würde ich wollen das die Kids es genießen können, und das geht nur wenn es auch zumut- und aushaltbar ist. Dazu gehört auch nicht andauernd ermahnt werden zu müssen.

Wie seht Ihr das mit dem Restaurantbesuch und die Haltung des Wirts? Lasst mir doch ein kleines Kommentar da , ich würde mich freuen.

 

Eure Tante Vanja

 

 

Hackfleischhackender Zerhacker oder: Warum sich gerade Mütter gegenseitig auseinandernehmen müssen

Mir brennt schon seit mehreren Monaten dieses Thema unter den Nägeln. Und da ich heute wieder einmal Dinge gelesen habe, welche mich animierten den Kopf gegen die Tischplatte zu schlagen, muss ich es einfach loswerden: Was zum F*CK ist denn los?

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Holla die Waldfee es geht mal wieder rund. Vielleicht ist es auch einfach zu heiß? Hormone? Der Mond steht nicht richtig am Himmel? Egal was es ist, es ist furchtbar. Egal wo ich gehe und stehe, überall lese ich Artikel ( die toll geschrieben sind!) welche dann in den Kommentaren zerhackt werden. Also meist noch nicht mal die Artikel. Sondern die Menschen, welche kommentieren. WTF?

Gerade wenn es um Kinder geht ist jedes, auch wirklich jedes Thema hochbrisant. Fettnapfwetthüpfen ist ein scheiß dagegen.  Ich habe das Gefühl besonders Mütter sind da seeeehr dünnheutig und nicht so entspannt wie sie sich vllt geben. Auch kommt es mir oft so vor, als ob weder Spaß noch Ironie erkannt oder erlaubt ist.

Nehmen wir als Beispiel einfach mal das Thema schlafen: soll das Kind bei den Eltern schlafen oder nicht. Also Familienbett. Eine ganz normale Frage. Aber die Diskussion die sich darum entspinnt ist einfach nur unglaublich……unnötig. Pro Familienbetter gegen Anti-Familienbetter. Ich habe schon gelesen das eine Dame ernsthaft hinterfragt warum man Kinder möchte wenn man sie nicht im eigenen Bett haben will. Ääähhhh, ja weil Kinder auch eigene Betten haben können? Wie kann man so eine (in meinen Augen sehr unbedachte) Antwort schreiben? Jede Familie hat ihre Gründe ob sie mit ihren Kindern ein Bett teilen oder eben nicht. Warum ist das so furchtbar für viele?

Ich muss immer wieder den Kopf schütteln wenn diese Welten aufeinander krachen. Merkt Ihr denn nicht, das es nicht ,, die Lösung“ gibt? Das jeder Mensch individuell ist, ebenso die Erziehung? Und das dies so in Ordnung ist?!!!!! Wenn es nicht in Euer Weltbild passt könnt ihr das gerne äußern. Aber ordentlich, höflich und sachlich. Genau so appelliere ich auf die andere Seite: ändern werdet Ihr nichts, also bleib freundlich und sachlich. Es muss nicht sein, das sich Menschen auseinandernehmen, wenn sie doch eigentlich das gleiche Ziel haben: eine liebevolle Erziehung für ihre Kinder.

Leute, wenn Euch Themen Triggern, dann lest sie nicht oder denkt 5 Minuten vorher nach bevor Ihr impulsiv in die Tasten haut. Solch ein Beef muss doch echt nicht sein, oder?

 

Eure Tante Vanja ( die natürlich den armen Tisch nicht beschädigt hat! 😉

 

,, Und, wann kommen bei Ihnen denn Kinder?“ Warum mich diese Frage zum explodieren bringt.

Grrahhhhhhhhhh!

Achtung, wer mit Ironie und Sarkamus nicht umgehen kann sollte jetzt einfach nicht weiter lesen. Hier regiert heute Frust, Wut und Unverständnis über eine sehr engstirnige Gesellschaft.

Man merkt total das Sommer ist. Das Wetter ist toll und überall explodieren die Babybäuche. Frisch gebackene Eltern und stolze Geschwister wohin man schaut. Gut zu wissen das meine Arbeit in den nächsten Jahren weiterhin sicher ist 😉

Aber es gibt da einen Haken an der ganzen Sache! Nämlich den, das ich kein Kind habe. Und in einem Alter bin, in dem die meisten Damen schwanger sind oder schon ein Kind haben. Und irgendwie…irgendwie ist das in der heutigen Gesellschaft noch nicht angekommen, das es vollkommen okay ist sich GEGEN ein Kind zu entscheiden.Jedes Mal wenn ich neue Menschen kennen lerne kommt dieses Thema auf. Oder Freunde fragen… oder die Chefin. Am schlimmsten ist es immer wenn die Vorgesetzten fragen. Klar, man muss nicht drauf antworten. ABER VER***T nochmal, ich finde es absolut nervig immer wieder gefragt zu werden ob mein Uterus denn bald für 9 Monate einen Untermieter beherbergen wird.

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Am Anfang kann man damit noch gut umgehen. Sachlich bleiben, kurze und knappe Antwort, fertig. Doch je Älter ich werde, desto häufiger kommen die Fragen. Oder die Seitenblicke. Ich fühle mich dann, als ob man mich nur noch auf die Fähigkeit ein Kind auszutragen herabdegradiert. Und das fühlt sich um ehrlich zu sein scheiße an. Richtig scheiße. Ich verstehe die Interesse der Vorgesetzten, man will ja Personal das wenig fehlt etc.. Aber als erstes bin ich eine fachlich kompetente und gut ausgebildete Fachkraft. Was danach kommt geht niemanden was an außer mich und meinem Partner. Außerdem ist die Frage nach dem Kinderwunsch nicht erlaubt. So einfach ist es. Das berührt meine Privatsphäre und kein potentieller Arbeitgeber oder sonst wer hat das Recht mich darüber auszufragen.

Was tun? Ruhig bleiben funktioniert nicht mehr ganz so gut. Ich bin extrem genervt. Manchmal stelle ich mir sogar heimlich vor wie ich Menschen, welche die B-Frage stellen, mit dem nackten Arsch ins Gesicht hopse und brülle: ,, Geht Dich n scheißdreck an! 😀 “ Wer ich niemals machen, so hoch kann ich gar nicht springen.

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Und so versuche ich also keine Karriere als Stabhochspringerin zu machen und meine Wut runter zu schlucken. Dezente Hinweise wie: ,, Das Thema ist nicht relevant!“ oder ,, Das Thema hat keine Wichtigkeit für mich!“ verdampfen wie der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein.  Im Moment sehe ich auch keine andere Möglichkeit als klar und direkt zu sagen was ich denke. Das ich vielen damit auf die Füße trete muss ich in kauf nehmen. Also, Arbeitsschuhe an Ihr Lieben?

Ich will keine Kinder. Ich will keine Kinder denn sie passen nicht in mein Konzept von einem erfüllten Leben . Ich will arbeiten, Karriere machen, die Zeit und Geld mit meinem Partner verprassen und dabei nur Rücksicht auf uns zwei nehmen müssen. Ich will die Verantwortung Kinder zu betreuen nur auf Arbeit haben. Ich will abends keine Geschichten vorlesen oder Windeln wechseln.

Jetzt höre ich schon viele schreien: aber Du bist doch Pädagogin. Ja bin ich, und? Was hat das damit zu tun? Macht mich das jetzt fachlich weniger kompetent? Darf ich nicht mit Kindern arbeiten weil ich keine eigenen will? Vielleicht sollte ich mir das mit dem Stabhochsprung überlegen?

So, genug gefrustet.

Wie seht Ihr das mit der B-Frage? Schreibt mir doch was in die Kommentare 😉
Eure Tante Vanja

 

 

Frauensache?! Binden, Tampon oder Menstruationstasse?

Ja, Ihr lest das schon ganz richtig. Ich sage es gleich: es geht hier nicht ans eingemachte, aber wer doch empfindlich ist sollte jetzt aufhören diesen Beitrag zu lesen.

Immer noch da? Fein!

Wer die Werbung in Deutschland verfolgt wird häufig diese Szenen sehen: eine junge Frau hüpft total fröhlich und ausgelassen auf einem Bett ( oder Sofa…oder Trampulin) herum. Dann fällt sie meist in einen Kissenhaufen und lacht. Zum Schluss wird dann der Name des Hygieneproduktes eingefügt. Also ganz ehrlich: WAS haben die dieser Frau gegeben dass sie soo abfährt? Vllt sind die von dem Frischeduft der Dinger total benebelt? Mal davon Abgesehen das dieser ,,Duft“ nix bringt. Ich fühl mich auch nicht frische wenn es untenrum nach Blumen riecht O_O

Tampon Werbung sind genau so gestaltet. Frauen in kurzen Miniröcken spazieren durch den Park. Oder hüpfen im Bikini im Schwimmbad/Strand herum. Der Rock oder Bikini sind natürlich weiß.

Hand aufs Herz. Wenn ich meine Periode habe will ich weder auf nem Trampulin hüpfen noch ins Schwimmbad gehen. Nach einem sehr unangenehmen Unfall ( von wegen Tampons sind soooo saugfähig) hab ich immer noch Angst eine Spur zu legen.

Nun gilt es Ersatz zu finden. Denn nicht nur sind Damenhygieneprodukte teuer sondern auch nicht gut für die Umwelt. Nein, ich bin jetzt kein Hippie geworden und praktiziere freies Menstruieren ( gibt es wirklich!!!) sondern ich bin unzufrieden mit den Produkten. Also habe ich mich letztes Jahr dran gewagt. Per Zufall habe ich waschbare Damenbinden entdeckt. Es lief gerade eine Reportage über afrikanische Mädchen die Probleme haben Menstruationsprodukte zu bekommen. Aus der Not heraus haben sie aus Baumwollstreifen und alten Kleidungsstücken Damenbinden mit Druckknopfverschluss genäht. Und was soll man sagen: sie sehen (unbenutzt!) sehr schick aus und sind nachhaltig. Nach dem benutzten auskochen, trocknen und wieder verwenden. Klasse!

Nun, ich habe mir jetzt keine eigenen Binden genäht, dazu bin ich zu doof. Aber ich habe mir über einen Onlineshop ein Set mit 3 Binden bestellt. Es gibt, wie bei herkömmlichen Damenbinden auch, 3-4 verschiedene Größen, auch für Nachts. Anfangs war es komisch. Hatte Angst das die Binde verrutscht, was die Binden mit Klebeflügeln ja selten tun. Meine Angst war unbegründet. Die Binde blieb am Platz, tat ihren Job und roch nicht. Darüber hatte ich mir auch meine Gedanken gemacht. Unbegründet.

Die Binden lassen sich sogar prima bei 40 °C waschen. Ich persönlich wasche sie aber bei 60 °C weil dann ganz sicher keine Flecken über bleiben.

Aber was wenn ich doch mal ins Schwimmbad genötigt werden? Oder im weißen Mini durch den Park spazieren soll? Hrmmm… Also von  Menstruationstassen hatte ich ja schon gehört. Aber bis jetzt konnte ich mich nicht begeistern. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen eine zukaufen.  Dann kam der Tag: ich war schlecht gelaunt und ging durch einen Drogeriemarkt. Wenn ich schlechte Laune habe kauf ich mir manchmal n Duschgel oder ne Gesichtsmaske. Aber diesmal sah ich sie: eine Menstruationstasse. Eigenmarke der Drogerie. Für einen erschwinglichen Betrag. Ich griff einfach zu und schwupps war die Tasse gekauft. Zu Hause habe ich sie ausgepackt und inspiziert. Ich war mir aber immer noch nicht sicher ob ich diese Tasse handeln kann.

Natürlich kam der Tag der Tage (höhöhöh) recht bald und ich probierte total mutig die Tasse aus. Noch mal kurz den Beipackzettel gelesen, zusammendrücken und rein damit. Hat geklappt. Okay! Noch mal zur Sicherheit nachfühlen das dieser kleine Pönökell draußen ist, damit ich dat Ding auch wieder entfernen kann. Roger!

Auch das reinigen war total einfach. Da man die Tasse bis zu 12 Stunden am Stück tragen kann muss man sich auch keine Gedanken machen zwecks Wechsel auf Arbeit. So viel menstruiert kaum eine Frau um dat Ding voll zu kriegen 😉 Rausholen, ausspülen, wer mag desinfizieren und dann wieder einsetzen. Klar, manchmal sitzt die Tasse nicht richtig, aber das merkt man sofort. Dann einfach ein bisschen den Beckenboden anspannen oder (so wie ich) ein wenig auf und ab hüpfen. Also so wie diese Frauen die High von ihrem Damenbindenfrischeduft sind und im Bett rumhopsen.

Ich bin sehr zufrieden mit meinen Alternativen. Die angebrochene Schachtel Tampons habe ich nur noch im Bad stehen falls Besuch kommt und Damenhygieneartikel benötigt werden. Ansonsten habe ich seit letztem Jahr ca. 50 € gespart, da ich keine neuen Produkte mehr einkaufen muss. Schon toll =)

Und Ladys, wie sieht es aus? Seid Ihr  Sofahopser, Bindenschneiderinnen oder gar freue Menstruatiererinnen? Lass mal ein frisch duftendes Kommentar da=)

Ich hops jetzt noch ein bisschen durch die Wohnung. XD

 

Eure Tante Vanja

 

 

 

Ein Blick in Tante Vanja´s Hirn. Pädagogikdemenz. Von Pädagogin zum Hulk zur Depressionella in 3 Sekunden.

 

An alle Kollegen und Kolleginnen die jeden Tag aufstehen und sich um andere kümmern. An alle mit offenen Armen und Herzen. An alle die ihre Lebenszeit von Herzen gern geben um andere Menschen einen Stück ihres Lebensweges begleiten. Ihr macht eine tolle Arbeit und geht sehr wahrscheinlich sehr oft über Eure eigenen Grenzen damit Eure Schützlinge , alt oder jung,  ihre Potenziale ausschöpfen können. Danke! Danke , Danke, Danke!

Die Arbeit mit Menschen ist ausfüllend und einfach unbeschreiblich. Wenn man nur ein Lächeln von seinen Schützlingen erhellt kann man sehr lange daran zehren. Wirklich lange. Es macht mich persönlich sehr glücklich wen meine Teilnehmer ihr Potential endlich erkennen und wieder auf eigenen Beinen stehen können.

All around the world

 

Um solche Erfolge zu erhalten gehen, ich würde mal sagen fast alle, Pädagogen, Pfleger oder Erzieher regelmäßig über ihre Grenzen hinaus. Und das hinterlässt irgendwann Spuren. Gerade Menschen in pädagogischen und pflegenden Berufen merken oft erst zu spät das ihre Arbeit sie langsam aber sicher verschlingt. Viele , ich auch, haben ein ausgeprägtes Helfersyndrom.

Mittlerweile bin ich im 13 Jahr meiner sozialpädagogischen Arbeit. Habe vieles erreicht, habe viele begleitet und habe auch viel von mir selbst verloren. Jetzt stehe ich an einem Punkt an dem ich noch nie gestanden habe. ja, ich chronisch depressiv, ja ich bin seit meinem 16 Lebensjahr in Behandlung und war bis auf ein paar Phasen wirklich stabil. Irgendwie habe ich es immer geschafft eine Schippe drauf zu legen. Durch die Unterstützung meiner Familie und meinem Partner konnte ich viel erreichen.  Irgendwo habe ich immer Reserven gefunden um mich durchzuschlagen. Habe sogar meine Rechtsprüfung und meine Soziale Arbeit Prüfung an der Uni mit Panikattacken durchgestanden. Geht also alles irgendwie, oder?

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Heute stehe ich hier und bin sehr müde. Und muss mich mit alten und neuen Symptomen rumschlagen. Das ist anstrengend. Ich stehe morgens auf, mache mich fertig, verabschiede mich von meinem Schatz und fahre zur Arbeit. Sobald ich aus dem Auto steige setze ich meine Maske auf. Lächeln. Alles gut. Ziehe meine 9 Stunden durch. Wieder ins Auto. Endlich zuhause. Die Maske bröckelt und verschwindet. Müde… Müde… und was wollte ich eigentlich noch machen? Wann war noch mal der Termin? Muss ich heute duschen? Dafür bin ich viel zu müde. Auf´s Sofa. Wegnicken. Um 23 aufwachen, der ganze Körper ist steif wegen der Fibromyalgie. Shit, verpasst zu duschen. Ab ins Bett.

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So geht es seit ca. 3 Monaten. Ich hab ein Gedächtnis und eine Aufmerksamkeitsspanne wie ein Goldfisch. Keine Details. Notizen sind meine besten Freunde. Ich bin froh das es zu meinen Aufgaben gehört alles schriftlich festzuhalten. Irgendwie ist alles nicht so einfach. Deshalb muss ich mir helfen: Stundenplan.

Für viele klingt das lustig: Du brauchst einen Stundenplan? Wieso? Du gehst doch nicht mehr in die Schule. Ganz einfach: ich brauche ihn damit ich selbst die einfachsten Sachen wie Körperpflege durchführe. Ich habe feste Tage an denen ich Dusche sonst würde ich vermutlich sehr… versifft rumlaufen. Ich muss mir alle 2 Tage in den Hintern treten um Kleidung zu wechseln und am Wochenende zu waschen. Termine und Verabredungen? Geht nur noch wenn mir mein Handy Kalender 2 Tage, 1 Tag 3 Stunden vor der Verabredung mir ins Ohr schreit. Sonst würde ich es vergessen. Sogar meine ganzen Rezepte vergesse ich wieder, viele Gerichte die ich immer koche funktionieren nicht mehr. Und dann ist da noch diese Müdigkeit und Stimmungsschwankungen.

Simspon

Die frisst mich regelmäßig auf. Ausgehen? Zu Müde…mit Freunden treffen? Zu Müde.  Die Aufbackbrötchen sind nicht im Kühlschrank? Heulanfall weil ich nicht das kochen kann was ich wollte. Ich stoße mit den Fuß an einer Kante? Maximum Rage! Gebt mir etwas zum Zerstören, ich verhäksel es in Sekunden. Jemand kaut zu laut? Mein Hirn arbeitet den sichersten Weg aus die Leiche des Schmatzers zu entsorgen.

Und dann… am nächsten Tag. Setze ich die Maske wieder auf und gehe auf die Arbeit.  round and rRound ist goes, where it stops nobody knows.

Wer kennt das? Wer kennt diese Müdigkeit. Oder diesen Rage Modus? Wie sieht es bei denen aus die nicht in der Pflege oder Pädagogik arbeiten, habt ihr auch Tendenzen zum Helfersyndrom?  Schreibt mir doch ein kleines Kommentar , darüber würde ich mich sehe freuen.

Eure Tante Vanja

 

 

 

 

 

 

 

Blumenkohl Pizza für Groß und Klein

Irgendwie ist ja gesunde Ernährung voll das wichtige Thema. Viele Eltern sorgen sich sehr das ihre Kinder nicht genug ,,gesunde Lebensmittel“ zu sich nehmen. Zwingen kann man die Kids nicht Gemüse, Obst oder Vollkornpamps zu futtern. Aber man kann versuchen einen Kompromiss zu finden. Hier seht Ihr eines der Kompromissgerichte. Nach dem Motte ,,mit Käse schmeckt alles besser!“ präsentiere ich Euch die Blumenkohl Pizza. Das Rezept reicht für 2 Erwachsene oder 3-4 Kiddies. Je nach dem wie groß der Blumenkohl ist. Ihr braucht:

einen Blumenkohl, eine Packung passierte Tomaten, eine Mozzarellakugel, ein Stück Emmentaler, Salami oder Schinken oder das was Ihr gerne auf Pizzen esst.

So den Blumenkohl am Stück im Salzwasser 20 min kochen. Dann ist er ,, al dente“. Kalt werden lassen. Die passierten Tomaten mit Salz,Pfeffer, etwas Zucker, Rosmarin, Thymian, Basilikum und einen spritzer Zitrone abschmecken. Den Emmentaler reiben und den Mozzarella in kleine Stücke reissen.

Den Ofen auf  180°C Ober/Unterhitze anheizen. Den Blumenkohl mit einem großen Messer in Scheiben schneiden und auf ein Backblech legen. Den Rest könnt Ihr Euch denken: wie eine Pizza belegen und 25-30 min backen.Fertig❤

 

Der Blumenkohl ist im Geschmack nicht dominant, also kann es auch den Meckerbacken munden. Viel Spaß beim nachmachen und Guten Appetit.

Eure Tante Vanja

 

 

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