Ich könnt dich grad sowas von………..knuddeln……Negative Gefühle gegenüber Schutzbefohlener und Kunden.

Heute möchte ich über ein Thema schreiben das jeder pädagogischen Fachkraft täglich begegnen kann. Oder sogar jeden Tag begegnet. Wut. Ohh ja, Wut. Dieses Gefühl, wenn sich ein glühender Feuerball in deinen Eingeweiden breit macht und von Sekunde zu Sekunde wächst. Er wartet nur darauf loszubrechen. Aber halt. STOPP! Das ist sowas von gar nicht pädagogisch!!!

Solche und ähnliche Szenarien kommen den meisten ( auch Eltern) bestimmt sehr bekannt vor. Kind(er) flippen aus, drei Stück müssen gewickelt werden und der Kleine Tom tritt einem kräftig gegen das Schienbein weil er nicht die Knete essen darf. Oder 10 Migranten  rushen auf einen zu und wollen Fahrgeld, obwohl sie keine Berechtigung dafür haben.  Sie wollen aber nicht einsehen das es zumutbar ist bis zu 3 Km zur Schule zu laufen.

Und unsereiner muss immer ruhig und cool bleiben. Tief durchatmen und dann mit Engelssttimme erklären was geht und was nicht. FALSCH. Nein, nein und nochmals nein. Auf gut Deutsch: einen Scheiß müssen wir tun. Und jeder der was anderes Behauptet ist entweder einer dieser Wesen die wirklich dauergechillt sind oder schon so abgebrüht das es ihn/sie eh nicht mehr juckt.

Negative Gefühle, gerade Wut, müssen raus. Wenn man Wut immer wieder unterdrückt kann  man nicht nur irgendwann krank werden sondern wird auch zur tickenden Zeitbombe. Stellt Euch vor Eure Wut ist ein Schnellkochtopf. Total unter Druck. Wenn man den Topf nicht Dampf ablässt fliegt er Euch um die Ohren.  Äußert sich dann in Dingen wie fahriges Verhalten, Herzrasen, lautes reden(aka schreien) und grobes Handling von Mensch und Material.

Jetzt höre ich viele sagen: aber mit Menschen  muss man ruhig umgehen. Die soll man doch nicht belasten mit den eigenen Gefühlen. Der Meinung bin ich absolut nicht. Es ist wichtig Kindern und auch Erwachsenen mitzuteilen das man wütend ist. Und warum. Denn sonst verstehen sie einfach nicht was los ist.  Es ist absolut in Ordnung wenn man sagt:

,, Tom, ich bin jetzt wütend auf dich, weil Du mich getreten hast. Deshalb werde ich jetzt weg von Dir gehen damit ich mich beruhigen kann.”

trotz-560-280282

Das funktioniert natürlich nicht bei Einjährigen. Aber klare  Kommunikation und Abgrenzung sind gute Mittel um sich aus dem Gefahrenbereich zu holen. Lieber kurz mal 5 Minuten Auszeit nehmen.

wut

Auch kann man Erwachsenen mal nicht durch die Rose sagen: ,, Ich finde es absolut scheiße das Sie sich nicht an die Regeln halten. Und wenn Sie so weiter machen werde ich Sie eben rausschmeißen.”

Zack! BOUM! Fertig. Absolut notwendig bei absolut resistenten Menschen.

Schluckt Eure Wut nicht herunter. Man kann lernen mit Wut umzugehen , ja, es gibt viele Methoden.  Aber verstellt Euch nicht. Wenn Ihr gerade wütend auf etwas seit, oder vielleicht auf Euch selbst, dann kommuniziert es Eurer Umwelt. Das wirkt nicht nur authentisch sondern ist gut für Eure Seele. Sobald die Wut raus ist habt Ihr wieder genug Platz um alles zu  reflektieren.

 

Warum habe ich diesen kleinen Text jetzt geschrieben? Nun ganz einfach: Selbstreflektion. In der letzten Zeit machen mich schreiende und quengelnde Kinder extrem wütend. So wütend das ich am liebsten mal ausholen möchte… und das ist nicht gut. Das ist auch nicht fair gegenüber meinen Mitmenschen. Ich muss mich jedes Mal wieder an der eigenen Nase packen. Bin ich jetzt wütend weil ich es nicht ertrage, oder bin ich wütend weil z.B das Kind sich einfach wie ein A-Loch benimmt? Oder weil die Eltern sich wie A-Löcher benehmen? Hätte ein solches Verhalten nicht auch verhindert werden können? Wenn es wirklich zu viel für mich ist, und der Meinung bin den Grund für meine Wut zu kennen, dann äußere ich sie. So kann es auch mal vorkommen das ich mich zu Eltern oder deren Anhang stelle und sage: ,, Wissen Sie das mich das Verhalten von Ihnen oder Ihrem Kind wütend macht?” Wenn diese dann verwirrt oder böse zurückschauen nicke ich nur, erkläre mich, und gehe wieder.

Auch auf Arbeit geht es jetzt viel besser seitdem ich meine Damen nicht mehr mit Samthandschuhen anfasse. Der Frustlevel ist deutlich gesunken.

Klar macht einen das nicht beliebt, und man muss sich viel anhören. Aber seitdem ich es so praktiziere schrumpft meine Wutskala. Ich kann wieder gelassener mit meinen Mitmenschen umgehen. Und ich möchte allen Kollegen/innen und Eltern sagen: bevor Ihr platzt lasst Eure Wut raus.

 

 

Advertisements

Dresscode in der sozialen Arbeit oder:Toleranz und Anpassung ist nicht einseitig!

So die Tante schreibt heute über ein Thema das bestimmt viele Kolleginnen genau so gut kennen wie ich. Was soll man auf der Arbeit anziehen? Dabei geht es hier nicht um den nächsten heißen Fashiontrend, nein, sondern um ,, angemessene Kleidung”. Auch ich bin heute in diese Lage gekommen. Ich hab immer ein Strickjäckchen dabei, aber es war so heiß das ich es auszog. Darunter trog ich ein Spagettiekleid (lang). Später wies mich jemand darauf hin das es nicht so eine gute Idee wäre solch eine Kleidung so zu tragen.

So zu tragen? Ich war verwirrt und etwas mürrisch. Was war denn an meiner Kleidung falsch?

Später erklärte die Person mir ( war wirklich ganz freundlich und hat das auf keinen Fall böse gemeint, das weiß ich ganz genau!!!!) das jeder Mitarbeiter auch ein Aushängeschild für die Firma wäre. Und das es ein gewisser Standart gehalten werden sollte. Ja, das leuchtete mir sehr ein. Bis jetzt hatte ich das anscheinend ja ganz gut gemacht. Aber heute wohl nicht. Nun gut, mit dieser Aussage kann ich ich mich arrangieren. Da ich nicht mehr mit Kindern arbeite muss ich mich entsprechend anders kleiden.

Was mir nicht einleuchtete waren die weiteren Gründe warum man etwas ,,bedeckter”(meine Worte!) gekleidet sein sollte. Nämlich weil ja auch Männer (und Frauen….es gibt ja auch Lesben!) hier herkommen. Und dann ja auch noch mit verschiedenen kulturellen Hintergründen. Okay… das war  und ist jetzt doch ein Reizthema für mich.

Aber warum stößt mir das so auf? Nun ja… erst einmal bin ich persönlich der Meinung das die Aussage über anwesende Männer schon recht unfair ist. Das hört sich für mich an als ob man alle Männer unter Generalverdacht stellt. Sobald sie 1 cm Haut zu viel sehen, ja, dann verwandeln sie sich gleich zu Lüstlingen. Oder kriegen einen Herzinfakt, weil es so unglaublich ist wenn frau sich etwas lockerer bekleidet zeigt? Also ich möchte das nicht. Klar finden es bestimmt ein paar Männer toll wenn Frauen etwas luftiger gekleidet sind. Ich find es auch super wenn Frauen etwas Brustansatz zeigen. Und bestimmt gibt es auch welche die diese Bekleidung als  Einladung sehen. Aber trotzdem…. diese Aussage ist mir einfach zu pauschal.

Dann noch das Thema Kultur….Artikel 2 Grundgesetz…. das Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung. Ich trage schwarze Kleidung. Immer. Und ich trage luftigere Kleidung im Sommer. Wie viele andere Menschen auch. Von dem seriösen Vetreten der Firma abgesehen sollte ich tragen dürfen was ich möchte. Natürlich darf ,, es” nicht die Rechte anderer beschneiden. Sehe ich auch ein. Aber ich lebe und kleide mich wie es in Europe und Deutschland so ist. Nicht zu extrem und nicht zu zugeknöpft.

Das es für Menschen aus anderen Kulturen schwierig ist sich daran zu gewöhnen verstehe ich. Und ich verlange auch nicht das sie sich so anziehen wie ich. Aber das mindeste ist, das eben auch unsere Kleidungskultur hier akzeptiert wird. Und ich mich eben deshalb nicht beschränken lassen muss. Die Menschen in Deutschland ( der Großteil jedenfalls) ist ja auch tolerant genug die Kleidungskulturen anderer Menschen zu akzeptieren. Und wenn man diese nicht akzeptieren kann, dann eben zu ignorieren. es gehört für mich persönlich zu einem toleranten Umgang mit anderen.  Wenn ich in einem Land arbeiten/leben oder urlauben würde das eine andere Kleiderkultur hat, würde ich mich dieser anpassen.

 

Aushängeschild für eine Firma sein, ja. Seriösität ausstrahlen, ja! Aber mich anpassen weil andere es für normal halten das ich mich ändere? Nein! Genau so empfinde ich es falsch Menschen unter Generealverdacht der Sexualisierung zu stellen. Das macht mich gleichzeitig zu einem sexuellen Objekt, dass ich weder bin noch sein möchte. Sexualisierung passiert schnell und oft ohne das wir es merken. Genau deshalb sollten wir alle, auch ich, immer wieder unseren Blickwinkel hinterfragen. Ist es auch so wie ich denke das es so ist? Nehme ich falsche Rücksicht oder ist es wirklich angebracht einen Gang runter zu schalten?

Was haltet Ihr davon?

 

Tante Vanja sagt: ich bin ich, und das ist auch gut so.

 

Auch Erwachsene brauchen ihren Schnuffel!

Ich spreche heute zu allen Menschen die noch ein Kuscheltier haben. Ja, genau DU/IHR! Ich möchte DIR/EUCH etwas ganz wichtiges sagen! Es ist überhaupt nicht schlimm noch ein Kuscheltier zu haben. Nein, ich persönlich finde es sogar als ein Zeichen dafür, das der natürliche Instinkt des Menschen, nämlich Schutz und Geborgenheit zu suchen, noch funktioniert. Kuscheltiere sind Balsam für die Seele. Auch für die erwachsene Seele.

Schauen wir uns Kinder an. Fast jedes Kind hat ein Kuscheltier oder Tuchtier. Diese Seelenstreichler werden unter den Arm geklemmt, mitgezogen, überall gehen sie mit auf reisen. Warum ist ein Stück Stoff so unglaublich wichtig für Kinder? Nun, aus den gleichen Gründen warum sie so wichtig für uns Erwachsene sind!

Meist das erste Geschenk der Eltern

Schon vor der Geburt suchen Eltern/Großeltern und Verwandte ein Kuscheltier für das Baby aus. Sie möchten gerne etwas schenken. Wir wissen alle dass Babys noch nicht sehr viel können, aber schmusen können sie. Ein Kuscheltier passt prima ins Bettchen, ist weich und riecht im Idealfall nach Mama, Papa und Zuhause. Der Geruchs- und Tastsinn eines Babys sind schon super entwickelt wenn sie auf die Welt kommen. Sie können also schon früh ihr Kuscheltier erkennen. Und unterscheiden.

Sicherheit durch Schnuffeltier

Wenn Kinder größer werden müssen sie lernen langsam selbstständig zu werden. Dies ist ein Prozess welcher absolut notwendig ist um sich weiter zu entwickeln. Aber er macht auch Angst. Ein großer Angstfaktor ist ganz klar wenn Bezugspersonen nicht sofort verfügbar sind. Eltern können nicht immer sofort verfügbar sein. Das Kuscheltier bietet hier eine Vertrautheit für das Kind. Es hilft Zustände wie Angst oder Unruhe besser auszuhalten. Je länger ein Kind das gleiche Kuscheltier hat, desto besser kann es dies als ,, sicheren Hafen” nutzen bis die Familie wieder da ist.  Ungewohnte Situationen wie Krippen- oder KiTabesuche können so entspannter ablaufen.

Vertrauter und Geheimnisshüter

Ein Kuscheltier kann nicht sprechen. Es ist und bleibt stumm. Gerade deshalb eignet es sich so wunderbar um alle möglichen Gefühle mit ihm zu besprechen. Man kann alles sagen, das Kuscheltier verurteilt nicht. Es ist einfach da, spendet Trost und bietet Sicherheit.

 

Was also Kindern gut tut kann für uns Großen nicht schlecht sein. Ich weiß, viele sagen jetzt: aber nur Kinder brauchen sowas. Wir Erwachsenen müssen mit unangenehmen Situationen irgendwie anders klar kommen. Müssen wir das? Wer sagt das denn? Es ist überhaupt nicht schlimm einen kleinen Kuschelfreund zu haben. Er/Sie ist ein Teil unseres Lebens, unserer Kindheit. Mit Kuscheltieren verbinden wir meist Geborgenheit, Liebe und Sicherheit. Warum sollen Erwachsene sich diese Gefühle nicht durch Kuscheltiere wieder in Erinnerung rufen dürfen?

Man muss ja nicht 100 Teddys im Bett liegen haben. Es reicht auch wenn das Lieblingskuscheltier einen Ehrenplatz hat wo man es sehen kann. Und auch mal knuddeln kann.

Die Tante outet sich ganz klar als Kuscheltierkuschlerin. Ich habe mein erstes Kuscheltier immer noch. Er heißt Boubou, ist 26 Jahre alt und ein Steiff Esel. Boubou ist mit mir durch dick und dünn gegangen, begleitet mich heute noch überall hin, und ist mir eine große Hilfe wenn ich  z.B. vor einer Panikattacke stehe oder eine depressive Phase durchmache. Boubou schläft bei mir im Bett. Und mein Partner kann das wunderbar akzeptieren. Er bringt ihn mir sogar wenn er merkt das es mir schlecht geht.

Also, habt keine Angst Euch etwas Gutes zu tun indem der Lieblingsbär-Katze-Hund oder Esel geknuddelt wird. Was in der Kindheit geholfen hat, wird es jetzt auch tun. Es ist nicht kindisch oder infantil ein Kuscheltier zu haben. Es ist eine besondere Art von Hilfsmittel bestehend aus Liebe, Erinnerungen, Geborgenheit und Sicherheit.

Tante Vanja sagt: Pro Kuscheltier!

Rotz,Schnodder,Maurerbonbon,Nasengold, Popel! Warum popeln Kinder ( und Erwachsene!!!) eigentlich?

Heute möchte ich mal ein Thema ansprechen, welches wir meist erst im Erwachsenenalter eklig finden: popeln! Ich amüsiere mich immer köstlich wenn ich Eltern, Erzieher/innen oder andere schreien höre: ,, Ihhhh, das ist eklig. Hör auf in der Nase zu bohren!” Die Reaktion des Bohrenden? Je nach Alter wird weiter gebohrt ( und der Schatz wird verspeist), verschämt den Finger aus der Nase gezogen oder einfach die Umwelt ignoriert…weiterbohren! Am schönsten ist es wenn dann ein: ,, Warum?” kommt. Die Antworten darauf sind so… nicht befriedigend und abstrakt, dass sie sowieso nur wenig Wirkung zeigen. Neugierig? Hier sind mal ein paar Gründe warum der Mensch NICHT popeln sollte ( Achtung! Ironiebutton ist auf max. gedreht!).

 

Das macht man aber nicht!

Sehr  tolle Aussage, oder? Aber warum macht man das nicht. Und wer ist ,,man”? Wie überall auf der Welt gibt es Menschen denen es piep egal ist ob man Nase bohrt oder nicht. Der andere Teil scheint sich aber so daran zu stören, dass er dies Kund tun muss. Schließlich geht es hier um das eigene ästhetische Empfinden. Wer von klein auf vorgelebt bekommt das popeln ,, voll eklig” und ,,bäh” ist, wird im Erwachsenenalter wahrscheinlich Anti-Nasengold sein.  Also, denkt dran. Weil ,,man” es nicht macht sollte ,,man” es lassen?!

 

can-stock-photo_csp18792241

Da kann man verbluten!

Jein. Es stimmt, die Nase ist gut durchblutet.  Aber nur wenn man wirklich mit spitzen Nägeln oder extremer Gewalt in der Nase bohrt, beginnt sie zu bluten. Es ist ganz selten möglich, dass diese Blutungen schwer zu stillen ist. Dies passiert aber nur wenn die Nasenschleimhaut durch Krankheiten,Medikamente oder Unfälle sowieso schon schwer geschädigt ist.

 

Popeln macht krank!

Ganz im Gegenteil. Das Nasengold ist zwar voller Zeug das von den Nasenhaaren gefangen wurde… aber genau dieses Zeug regt das Immunsystem an.   Das Massachusetts Institute of Technology( MIT) hat herausgefunden, dass die Bakterien im Nasenschleim  unsere Abwehr trainieren. Somit kann unser Immunsystem schneller zwischen guten und schlechten Bakterien unterscheiden und dementsprechend reagieren.

 

447931-original-R-by-CFalk-pixelio

 

Erstaunt? Hoffentlich 😉 aber warum popelt der Mensch nun ? Nun, es gibt verschiedene Gründe. Und die sind nur allzu menschlich. Schaut doch mal selbst, ob Ihr in diesen Situationen nicht auch mal den Finger in die Nase ( natürlich unbeobachtet, was denn sonst!) wandern lasst.

  1. Langeweile
  2. das Gefühl die Nase befreien zu müssen
  3. bei Nervosität
  4. weil die Nase juckt (Allergie)
  5. um nachzudenken
  6. Neugier
  7. Angewohnheit
  8. um sich zu konzentrieren
  9. unbewusst
  10. um sich wohl zu fühlen

 

Beobachtet mal Kinder: die popeln sogar sehr viel. Am Anfang aus Neugier: was passiert wenn ich meinen Finger in die Nase stecke? Aha! Da kommt was raus. Was ist das? Schwupps wird es in den Mund gesteckt. Ebenfalls popeln Kinder gerne mal wenn sie ins Spiel vertieft sind. Oder sich stark konzentrieren. Bei Erkältungen wollen die Kleinen genau so wie wir den Nasenschleim loswerden. Da hilft doch ein Finger optimal. Und warum am Pulli abwischen? Im Mund ist es gleich verschwunden.

popeln

So, wer sich jetzt noch nicht zu Tode geekelt hat, wird wohl doch relativ entspannt mit dem Thema Schnodder umgehen können.  Menschen die in der Nase bohren tun das meist nicht um jemanden zu ärgern, es ist ihre Umwelt die sich durch das Tun des Bohrers gestört fühlt. Deshalb wird Nase bohren immer noch ,,geächtet”. Es ist im Prinzip nichts weiter wie  rauchen, mit dem Handy laut telefonieren, zu schmatzen oder mit den Füßen wippen: Angewohnheit!  Klar, manchmal ist es sehr unsexy wenn jemand den Finger in die Nase steckt. Aber denkt doch das nächste Mal selbst darüber nach welche Angewohnheiten Ihr habt welche andere stören könnten. 😉

 

Tante Vanja sagt: Leben und Leben lassen… jeder hat seine Macken. Yay zum Nasengold !

 

Gute Nacht Jim-Bob! tante Vanja´s Garten <3

Tante Vanja ist ja ein Semi Stadt Kind und hatte keinen Garten. Als meine Mutter noch Kind war hatten sie einen Aprikosenbaum im Hof und natürlich auch Gemüse. Es war ganz normal. Jeder hatte irgendwie ein kleines Fleckchen Grün was bewirtschaftet wurde.

Als ich auf die Welt gekommen bin gab es dieses Fleckchen Grün leider schon lange nicht mehr. Der Hof wurde mit Steinplatten ausgelegt damit die Autos geparkt werden konnten. Zwar hatte und hat meine Mama viele Pflanzenkübel mit Blumen, aber das ist irgendwie nicht das selbe.

Letztes Jahr hat sich mein Traum dann erfüllt: Garten. Die Tante ist zu ihrem Freund gezogen. Dort gibte s sehr viel Grün, und viiieeel Platz zum wirtschaften. Die Anfange waren ja sehr bescheiden, da ich meinen Unfall hatte und nicht so viel machen konnte wie ich wollte:

IMAG0940

Da seht ihr Karotten, Kopfsalat, Erdbeeren und Radieschen. Es hat mi8r großen Spaß gemacht den Pflanzen beim wachsen zuzuschauen. Auch das gießen, Unkraut zupfen und stutzen ist unheimlich beruhigend.

Dieses Jahr habe ich mal richtig reingehauen und meinem Schwiegervater in Spé nicht viel Platz gelassen( er setzt eh immer das gleiche, Radieschen und Kohlrabi).

dav

Hier seht ihr meine kleine Ecke. Ein Johannisbeerbäumchen( Jim) steht dort. Darunter habe ich Lavendel gesetzt: hilft prima gegen Blattläuse. Rechts und links von Jim stehen 2 Brombeerranken( ohne Dornen). Die heißen John und John-Boy.  Vor John-Boy steht Jim Bob, das ist ein Blaubeerbusch 😉 Schon verwirrt? Ich hab noch nen großen Blaubeerbusch, der heißt Bob =D.

Hinter den Beeren versteckt sich noch Knollensellerie und eine Kürbispflanze!

dav

Hallo kleiner Hokkaido Kürbis =D

Dieses Jahr kann ich meine Kürbissuppe mit selbst gezogenem Kürbis kochen. Uhhhh das wird lecker!

dav

Tomaten,Kohlrabie und Schnittlauch

Natürlich hab ich einen kleinen Platz frei gelassen damit auch Radieschen und Kohlrabie gepflanzt werden können. Die mussten eben geschickt um meine Gurken, Lauch, Karotten, Salat, Blumenkohl und Rotkohl gesetzt werden. Das habe ich übernommen, aus Angst, dass die Karotten und der Lauch einfach ausgegraben werden( die brauchen hier oben ewig!). Zum Schluss noch meine Babys…..

dav

Erdbeeren, Blumenkohl oben rechts, und unten mittig eine  Gurkenpflanze ❤

Erdbeeren *_*. Die begleiten mich seit letztem Jahr. Sind im Winter nicht verfroren. haben sogar noch Setzlinge verteilt. Dieses Jahr hab ich echt schon viele Pflänzchen bekommen. Irgendwann kann ich da ein richtiges kleines Feld drauß machen. Die ersten Erdbeeren hab ich auch schon gefuttert. Unbeschreiblich gut!

So, das war mein Garten. Ich bin schon so gespannt wenn  Erntezeit ist.

Habt Ihr auch einen Garten? Würdet Ihr gerne einen haben? Und wenn ja: was würdet Ihr pflanzen? Bin mal gespannt!

Eure Tante Vanja

 

,,Das esse ich nicht!” Warum so ein großes TamTam ums Essen gemacht wird?!

In den letzten Tagen habe ich viele interessante Artikel und Blogs über das Thema: Kinder und Essen bzw. was Kinder alles nicht essen gelesen. Essen ist ein sehr emotionales Thema, das verstehe ich absolut. Aber ich verstehe nicht warum Eltern es soweit kommen lassen, dass es ihre Kinder schaffen all das auf den Tisch zu bringen was sie wollen oder nicht wollen.

Kleine Kinder kleine Sorgen?

Ich erlebe es oft das gerade Eltern von Kinder im Alter zwischen 1 und 3 Jahren beim Thema Essen/Nahrungsaufnahme sehr empfindlich reagieren. Die meisten haben Angst das ich Kind nicht genug isst. Das es nicht wächst und gedeiht. Aber wenn wir mal realistisch sind: solange Eure Kinder nicht krank sind und immer genug Flüssigkeit zusich nehmen macht es ihnen nichts aus Mahlzeiten auszulassen.  Spätestens wenn richtig Kohldampf herrscht wird gegessen.

Das schmeckt mir nicht???!

Ganz beliebt bei Kids. Noch nie probiert und schon abgestempelt. Es wird sich ja immernoch gestritten wie oft ein Mensch etwas Essbares probieren muss um zu entscheiden ob es schmeckt oder nicht. Bullshit, meiner Meinung nach. Geschmack entwickelt und verändert sich. Mochte ich 10 Jahre lang keine Zucchini koche ich mit  ihr heute viele Gerichte. Im Moment nähere ich mich grade dem Rosenkohl an.

Es ist wichtig das die Kids immer probieren. Und wenn es nur  ein Bissen, eine Gabel voll oder ein Schluck ist. Jedes mal probieren. Sonst kann sich der Geschmack, ob lecker oder bäh, nicht entwickeln.

Verhungern wirst Du nicht!

Hand auf´s Herz. Wie oft habt Ihr den Satz von Euren Eltern gehört? Ich bestimmt 1000000 Mal. Und sie hatten Recht.Wenn es etwas gab was ich nicht mochte: Pech gehabt. Dann hab ich halt Nudeln,Reis oder Kartoffeln pur gegessen. Gab es Suppe oder Auflauf? Na ja dann hatte ich eben Hunger bis zum Abendessen. Extra gekocht wurde nicht. es wurde gegessen was auf den Tisch kommt. In meinen Augen richtig. So habe ich ich nicht unr gelernt vielen Lebensmittel (mehrere) Chancen zu geben, sondern auch die Menschen zu würdigen welche mich ernährten. Mal ganz davon abgesehen das Verschwendung ein No Go war, also wurde das gegessen was da war O_O!

 

Solang Eure Kiddies gesund sind und genug trinken wird es ihnen nicht Schaden ein paar Mahlzeit im Monat auszusetzen.Sie müssen lernen das Ihr, liebe Eltern, am langen Hebel sitzt und bestimmt was es zu futtern gibt. Lieblingsgerichte als Belohnung schmecken dann noch viiieeelll besser.  Wenn ein Kind einmal richtig Hunger hatte wird es mit hoher Warscheinlichkeit kooperativer beim Essen sein.

 

Tante Vanja sagt: Nahrungsmittel sind Luxus, sie sollten von allen mehr Wertschätzung erhalten!

Wie soll man eine Sprache lernen ohne richtiges Programm?

Ich schreibe heute etwas das mir schon lange auf der Seele brennt. Es geht um die Art und Weise wie  Menschen die neu hier in Deutschland ankommen und unsere Sprache lernen sollen.

Öffentliche und Private Bildungsträger richten Integrationskurse ein um genau diesen Menschen zu helfen. Die Dozenten und Dozentinnen tun ihr Bestes, kommen oft an ihre Grenzen und geben nicht auf. Aber geholfen wird ihnen nur schlecht. Bücher, Lernhefte, Lerninhalte sind nur für die wenigsten Asylanten und Migranten sinnvoll.

Analphabeten

Viele Menschen die nach Deutschland können sind Analphabeten. Und das ist nicht deren Schuld. Und nun sollen sie eine Schrift und eine Sprache lernen die oftmals so gegensätzlich sind. Besonders Menschen die z.B. von rechts nach links schreiben und lesen oder Schriften haben die nicht Latein sind haben es schwer sich anzupassen. Es gibt natürlich Lehrbücher die ähnlich wie die Fibeln in der Grundschule sind. Aber die reichen nicht aus um Schrift,Lesen und Sprache zu lernen. Sie sind eher dafür ausgelegt um funktionierende Analphabeten zu helfen.

Wenig Zeit

Ein normaler Integrationskurs dauert 700 Stunden. Das sind 4 Zeitstunden pro Tag, 5 Tage die Woche. So lange haben die Menschen Zeit bis sie unsere Sprache soweit sprechen, lesen und schreiben können um eine Prüfung abzulegen. Das ist wenig zeit für eine enorme Aufgabe. Natürlich kann man Wiederholerstunden beantragen. Aber die liegen zwischen 150 und 300 Zusatzstunden.

Skalierte Prüfungen

Am Ende des Kurses wartet eine Prüfung. Sie besteht aus Hören, Schreiben, Lesen und Sprechen. Jeder Teil wird extra bewertet. Am Ende werden alle Punkte zusammen gezählt und der Punktzahl ein Sprachniveau zugeordnet: A1 ,A2 , B1. Wer es in die B1 schafft kann einen separaten B2 Kurs machen. Klingt ganz gut oder? Oftmals schaffen es viele Leute durch die Prüfung weil sie in den Teilen Hören,Schreiben und Lesen viele Punkte bekommen haben. Die wenigstens erhalten viele Punkte beim Sprechen. So werden sie in ein hohes Niveau eingeordnet obwohl die Sprachfähigkeiten weite darunter sind.

Ohne Sprache keine Arbeit

Diese Integrationskurse sollen unter anderem ermöglichen einen Arbeitsplatz zu finden. Die Realität sieht so aus: wer nicht wenigstens ein B2 Niveau ( in allen Teilen) besitzt wird es sehr schwer haben Arbeit zu finden. Das frustriert. Das macht keine Lust zu lernen.

Was tun?

Die Macher der Lehrwerke und Erfinder der Sprachniveaus sollten noch einmal genau darüber nachdenken für welche Menschen sie eben diese erstellen. Natürlich hat hier jeder die gleiche Chance durchzukommen. Und wer lernt schafft die Prüfung auch. Aber was ist mit all den Menschen die noch nie gelernt haben zu lernen? Was ist mit denen die mehr Motivation brauchen und erst einen Sinn im Lernen finden müssen?

Wir können nur weiter darauf aufmerksam machen das man nicht alle gleich behandeln kann wenn es um´s deutsch lernen geht. Es macht einen riesigen Unterschied ob man Analphabet ist oder aus einem anderen Land kommt und nicht alphabetisiert ist.

Es wird viel Kraft kosten, aber wir müssen versuchen den Menschen zu helfen die wirklich lernen wollen, es aber einfach noch nicht schaffen. Wir dürfen sie nicht abstempeln und als lernunwillig oder faul abwerten.

1 Jahr nach dem Unfall: Reflektion

Seit gestern ist mein Autounfall 1 Jahr her. Ich kann es kaum glauben, das ging wirklich sehr schnell. 1 Jahr. 365 Tage. In diesen Tagen hat sich vieles verändert. Einiges zum Guten aber leider auch vieles zum Schlechten. Aber ich will jetzt nicht auf hohem Niveau jammern. I count my blessings! Schauen wir gemeinsam wie sich das mit ,, dem Fuß” übers Jahr entwickelt hat!

Angststörrung? Brauch ich kaum noch 😉

Vor dem Unfall litt ich  Jahre lang und Angst- und Panikattacken, welche sich nur mit Medikamenten bezwingen lassen konnten. Diazepam war mein bester Freund. Diese Attacken äußerten sich immer gleich(leider): Ungutes Gefühl, Unruhe, kalter Schweiß, Magenschmerzen,Durchfall,Panik, und wenn es richtig schlimm wurde Todesangst.

Seit dem Unfall? Nichts mehr! Als ob jemand einen Resetknopf in meinem Hirn gedrückt hätte. Nachdem mir klar wurde dass der Unfall auch auf der Autobahn mit 130km/h hätte passieren können…. ist mein Hirn gechillt. Klingt fast pervers aber…. die Nähe am Tod hat mich entspannt.

Na ja.. ich fahre keine Schaltwagen mehr. Irgendwie fühl ich mich paranoid in den Dingern. Ebenfalls setze ich mich nicht mehr in Autos der Marke SEAT….

Depression,Moodswings: Weniger aber länger

Meine Laune hat sich stabilisiert. Natürlich helfen mir Medikamente, aber im großen und ganzen bin ich ruhig. Das liegt auch daran dass ich zu meinem Freund gezogen bin. Meine Stimmung ist für meien Verhältnisse sehr stabil geworden. Wenn ich ein Tief bekomme dauert es allerdings länger. Die Abstände sind länger geworden. Trotzdem bin ich mit der Entwicklung noch nicht zufrieden. Ich kann besser mit meiner ,, Klatsche” leben, es dauert nur länger bis sie mich wieder los lässt.

Schmerzen

Direkt nach dem Unfall habe ich vllt am ersten Tag Schmerzmittel genommen. Danach nicht mehr. Das war vllt ein Fehler, ich weiß es nicht. Aber ich hatte ja ziemlich schnell raus wie ich mich bewegen durfte und wie nicht. Mal davon abgesehen dass ich nur liegen sollte -.-( was der gröte Fehler war, danke liebe Ärzte!). gegen die Schwellung und Entzündung habe ich dann lieber Salben verwendet. Damit ich auch keine Blutpfrofen bekomme durfte ich mich geschlagene 30 Tage lang spritzen(Clexane).IMAG0820

Die mit automatischer Sicherung waren viel besser ;p! Vorteil, meine Angst gegenüber Spritzen hat sich reduziert. Ich konnte mich sogar 4 Monate später Impfen lassen. Das war ja schon über 16 Jahre her!

Die Schmerzen kamen langsam, schleichend. Erst nur ein Gefühl als ob man einen Muskelkater hätte. Dann ein Pochen. Dann brennen. Dann stechen. Das Gefühl als ob Blasen zwischen den Knochen stecken würde. Nachts wurde ich wach weil die Schmerzen bis in de Wade gewandert war. Achillessehnenentzündungen durch die falsche Schiene(Fehlhaltung!). Magenschleimhautentzündung weil alles kaputt war durch die darauf folgenden Tabletten…..

Heute ,,lebe” ich mit den Schmerzen. Ich kann es nicht akzeptieren, aber ich flippe auch nicht mehr aus. Ich habe eine gute Schiene welche meinen Fuß in Position hält.Ich kann länger laufen ohne Beschweren zu haben. Am Stück ca. 30 Minuten, danach fängt es an zu drücken und zu ziepen.  Zähne zusammen beißen! Ich tanze nur noch selten. Ich gehe nicht mehr so oft Weg. Mein Partner nimmt viel Rücksicht auf mich und sagt mir auch manchmal das meine Ideen( ab in die Disseee…..yay) keine guten sind. Nämlich dann wenn es mir eh schon nicht gut geht.

Ich habe Physiotherapie,Elektrotherapie,Kälte,Schmerzmittel,Heilpraktiverbehandlung(Danke NIKI!!!!!) uznd n Besuch bei der Schmerzklinik hinter mir. Die Einizige die meine Schmerzen Ernst nimmt ist Niki. Von der traditionellen Medizin werde ich belächelt.

 

So, genug davon. Wie ihr seht ist das..okay? Denke ich jedenfalls. Ich hab immernoch keinen Weg gefunden um es besser zu machen. Andere Menschen , welche auch ein Schmerzsyndrom haben sagten mir dass sie selbst 3-5 Jahre gebraucht haben um die richtige Behandlung zu finden. Na dann hab ich ja noch Zeit O_O

 

 

Ajvar-Gemüse Nudeln: Rucki Zucki gesund gekocht!

Seit 2 Wochen habe ich meinen Gemüse und Obstkonsum gesteigert. Ich versuche jetzt jeden Tag mindestens 2 Handvoll Gemüse zu mir zu nehmen. Obst kommt dann bei Bedarf und Lust dazu. In der Regel schaffe ich 3 Hände voll Gemüse.

Nun möchte ich nicht nur wie ein Kaninchen nur Rohkost knabbern. Nein, das macht auf Dauer keinen Spaß.  Also das Gemüse einfach lecker auf den Teller bringen. Heute hab ich folgendes gezaubert:

Ajvar-Gemüse-Nudeln

  • 500 Gramm Spagetti
  • 1 Zucchini
  • 6 große Champignons
  • 1 rote Paprika
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Tomatenmark
  • 2 EL Ajvar
  • 1 guten Schuss Balsamico
  • Pfeffer,Salz, Rosenpaprika(scharf) und Knoblauch nach Geschmack

Und los gehts. Kocht die Nudeln al dente. Wärend die Nudeln im Topf blubbern schnibbelt das Gemüse in möglichst gleich große Stücke.

Nudeln abgießen, den Topf( ohne Nudeln 😉 ) wieder auf den herd stellen und Olivenöl reingeben. Die Zwiebeln, das Tomatenmark , die Paprika und die Zucchini dünsten. Das Gemüse sollte am Schluss noch etwas bissfest sein 😉 Dickt das Ganze etwas ein kommt der Balsamico und das Ajvar dazu.

dav

 

Alles mit Pfeffer, Salz und Co abschmecken. Wenn Ihr mit dem Geschmack zufrieden seid kommen noch die Pilze dazu. Ca. 2 Minuten mitschmurgeln lassen.

Packt die Nudeln in den Topf und guuuut Mischen. Das war es auch schon 😉 Hatte alles in 20 Minuten komplett fertig. Als Topping hab ich Käse gewählt. Dann schmeckt es auch den Kleinen 😉

IMG_20170328_182651.jpg

 

Tante Vanja sagt: Guten Appetit mit vielen tollen Ballaststoffen!!!

Das ist aber keine gute Einstellung für eine Pädagogin. ODER???

Es wird Frühling. Hach wie schön. Die Sonne scheint, die Blumen erwachen zum leben….und schon zeigen sich die ersten schwangeren Frauen. Der Frühling hat wohl nicht nur im Tierreich seinen Zauber verbreitet sondern auch in den Schlafzimmern? Jedenfalls beobachte ich wieder gespannt wie viele meiner Freundinnen posten dass sie in Zukunft ein kleinen Erdenbewohner erwarten. Meine Gedanken dazu sind eigentlich immer die gleichen:

  1.  Das freut mich sehr für dich
  2. Hoffentlich wird sie nicht 3 Monate lang durchkotzen
  3. Yeah, meine zukünftige Arbeit ist gesichert
  4. Warum? Waaarrum? Du bist noch sooooo jung!

Unbenannt

3.

2.

1.

Let the shitstorm begin!

Ja, das denke ich mir wirklich sehr oft. Warum junge Frauen (20-26) so früh schwanger werden. Für mich persönlich ist das früh. Normalerweise sollte man da Arbeitserfahrungen sammeln, mit Freunden unterwegs sein und am Wochenende FREIZEIT haben.

Ja, manchmal kann ich verstehen warum Frauen einen Kinderwunsch haben. Besonders diejenigen die selbst keine schöne Familienzeit hatten und dies gerne mit einer eigenen Familie nachholen möchten. Es sei Euch allen gegönnt. Aber sonst?

Wie kannst du als Pädagogin so gegen Kinder kriegen sein?

Das wurde ich schon sehr, sehr oft gefragt. Und ich wurde wohl immer falsch verstanden. Ich bin nicht gegen das Kinder kriegen per se. Ich möchte nur keine Mutter sein. Wer lesen kann ist hier also ganz klar im Vorteil. Und warum ich keine möchte? Na, weil ich Egoistin bin wenn es um mein Leben geht. Wie passt das bloß zu meinem Beruf? Ich mag Kinder sehr, sehr gerne. Sonst hätte ich nicht in Krabbelstuben, KiTas und Horte gearbeitet. Immer erfüllend und immer schön war´s.  Wird sich auch niemals ändern. Aber es gibt hier einen groooßen Unterschied! Die Kinder gehen abends nach Hause. Sie sind nicht mein eigen Fleisch und Blut. Und genau deshalb kann ich so gut mit ihnen arbeiten. eine Bindung aufbauen, immer mit den Bewusstsein dass diese Kindern Eltern haben und ich nur einen Teilabschnitt ihres Lebens begleite. Das reicht mir vollkommen aus!

 

ich-liebe-meine-arbeit-10901343

Ich liebe meine Arbeit. Und deshalb möchte ich sie so lange wie möglich machen. Klar, 40 Stunden Woche ist lang. Aber that´s life. Dafür werde ich ja auch gut bezahlt. Und nach einem Arbeitstag gibt es nichts schöneres als ein selbst gekochtes Essen und dann mit dem Liebsten aufm dem Sofa kuscheln. Herrlich! Oder ab ins Fitness. Die Freiheit zu entscheiden, spontan zu sein. Das gefällt mir besonders gut. Und genau diese Spontanität, welche nur vorhanden ist weil ich a) eben genug verdiene und b) keine Kinder habe, möchte ich nicht verlieren.

Work and Life Balance/Quality time

Hochachtung für alle die eine Familie haben und dann auch noch Vollzeit arbeiten gehen. Dann auch noch ein ausgeglichenes Leben zu führen? Stell ich mir sehr schwer vor. Zeit für sich und/oder für den Partner zu haben ist kostbar und wertvoll. Damit eine Beziehung gut funktionieren kann ist Quality time mit dem Liebsten oder der Liebsten wichtig. Meine bessere Hälfte und Ich arbeiten beide Vollzeit und freuen uns sehr wenn wir uns abends sehen. Und gemeinsam Zeit verbringen ohne gestört zu werden. Genau so genießen wir es unseren individuellen Hobbies nachzugehen.

Rendevouz

Mein jetziges Leben passt so wie es ist, ich möchte und will es nicht ändern!

Meine Freiheit zu genießen fühlt sich toll an. Es ist schön das machen zu können was man möchte ohne das Verpflichtungen dahinter stehen. Ich möchte Essen gehen, dieses Buch kaufen, jenes Kleid, meinem Liebsten eine Überraschung bereiten, meine Mama ausführen und für tolle Urlaube sparen. Ich möchte am Wochenende und im Urlaub bis in die Puppen schlafen und dann im Pyjama rumgammeln bis es Abend wird.

Darum wäre es schön wenn Ihr, die Community, akzeptieren könnten das man auch als Pädagogin kinderlos glücklich sein kann.

Previous Older Entries