Fassadenlochmacherin: 50 mg Rettungsleine

0 mg sind wie der freie Fall in den Wahnsinn. 
Du spürst deine Gedanken im Kopf und im Körper, Dein Magen krampft, kalter Schweiß und Fluchttrieb.
Die Knochen möchten Fleisch und Haut abstreifen 
und unbeschwert spazieren gehen.
Du darfst erst schlafen wenn der letzte Bus durch ist.
Warum? Weil sonst die Welt untergeht!

10 mg sollen den Weg ebnen für mehr:
Mehr Schlaf, denn dieser wird immer mehr zur Rarität.
Mehr Wachheit, denn nur noch das Stammhirn scheint diesen Körper 
voran zu bringen.
Mehr Ruhe, weil das Skelett immer noch gegen seine Fleisch- und Knochenhülle
kämpft.

20 mg schleichen durch mein Kreislauf, tagtäglich.
Die Stimmen im Kopf werfen sich gegen die Wirkung.
Der Geist hüllt sich in ein feines Tuch aus Rauschen,
denn der Medicus hat seine Arbeit gut gemacht.
Die Knochen bäumen sich noch einmal verzweifelt auf 
bevor auch sie in weißes Rauschen gehüllt werden.

30 mg manifestieren sich in traumlosen Nächsten
und einer Ruhe, die mich fast Gleichgültig lehrt.
Eine Wand ,durchsichtig, schiebt sich zwischen 
die Stimmen und meiner Seele.
Ich kann sie sehen, aber diese Wand ist
schalldicht und zu dick für böse Geister.

40 mg stagnieren und das Böse findet neue Wege
sich durch meine anfänglich dicke Wand zu bohren.
Durch die Risse und Löcher triefen Realität, welche
versucht die Tücher von Knochen und Seele zu zerren.
Die medikamentöse Glückseligkeit, nie vollkommen erreicht,
wankt und lässt mich die Balance mehr und mehr verlieren.

50 mg werden eine Rettungsleine aus Gedanken und Hoffnung,
ein weiterer Schritt zur erhofften Stabilität?
Was ist wenn die Stimmen trotzdem wüten?
Wie weit kann ich mit diesen chemischen Schritten gehen?
Oder liegt hier schon das Ende der Reise?

Soll 50 mein Schlussstrich sein oder der Beginn von anderen Rettungsleinen?

Vanja


 

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Der WTF des Tages: Grundschule?!???

Also heute muss ich Euch ja mal was erzählen, dass für mich definitiv in die Kategorie ,,WTF?“ fällt. Es ist für mich jetzt so nach 6 Stunden drüber nachdenken immer noch nicht verständlich. Wovon ich spreche? Von dem Verhalten einer Grundschule. Bzw. des Lehrers/der Lehrerin einer 1 Klasse.

Hier die Situation:

Ich laufe durch unsere Flure und sehe eine Dame mit Kind. Ungewöhnlich, denn es ist ein KiTa/Schultag und soweit ich weiß gibt es bis zum Ende des Jahres keine Sonderschließtage an den KiTas/Grundschulen in der Umgebung. Ich sage als: ,, Huch? Heute mit Verstärkung?“  Sie daraufhin: ,, Ja, ich musste XY abholen und bin deshalb etwas später.“ Nicht nur das ich nicht einschätzen konnte wie alt XY war…einen kranken oder verletzten Eindruck machte das Kind auch nicht. Also hab ich mal so weiter gebohrt.

,, Wie alt ist XY denn?“

,, 7 Jahre alt!“

,, Aha, also geht XY schon in die Schule?“

,, Ja!“

,, Heute ist doch ein Schultag, oder?“

Und jetzt kommt er, der Satz der mich so lange beschäftigt:

,, Ja, aber XY hatte heute keine Lust, hat so viel geweint das die Schule angerufen hat. Ich musste XY abholen“

WTF? Die Schule hat angerufen weil das Kind keine Lust auf Unterricht hatte und deshalb weinen musste? Echt jetzt? Der Lehrer/Die Lehrerin war nicht in der Lage mit dem Kind eine Lösung zu finden? Und was ist das für eine Aussage ,, XY hat keine Lust gehabt.“ Hatten wir immer Lust auf Schule? Ganz sicher nicht!

Dieser Trend immer nachgiebiger zu werden und zu vieles durchgehen zu lassen besorgt mich. Klar haben Lehrer heute viel mehr Möglichkeiten und Hilfsmittel um einen Unterricht kindgerecht zu gestalten. Auch die Pädagogik hat sich stark verändert und lässt (meiner Meinung nach zu viel) Spielraum wenn es um die Erziehung von Schulkindern geht. Es muss möglich sein eine Lösung zu finden ohne gleich die Flinte ins Korn zu werfen. Das mag auf Krippen- und KiTakinder zutreffen, aber für Schulkinder nicht. Hier wurde es sich zu einfach gemacht!

Es kann nicht sein das ein Kind nach Hause geschickt wird weil es weint. Was lernt  XY denn daraus? ,, Klasse, so kann ich das ja immer machen!“  Ja, der Satz ist alt und abgedroschen, aber für mich gilt er noch: ,, Mit der Schule fängt der Ernst des Lebens an!“. Das ist Fakt, das kann mir keiner schön reden.

So genug aufgeregt für Heute, mein Gesicht brennt schon vom vielen Facepalmen.

 

Eure Tante Vanja

 

Keine Kinder erwünscht: über das ,,erwachsenenfreundliche Restaurant“ auf Rügen.

Da stöbert man mal kurz durch die morgendlichen Nachrichten und schon lese ich so etwas: ,, Wegen schlecht erzogener Kinder hat ein Restaurantbesitzer auf Rügen beschlossen, dass Kinder unter 15 Jahren ab 17:00 sein Restaurant nicht mehr betreten dürfen.“ Hunde seien aber trotzdem erlaubt, immer willkommen und haben eine eigene Speisekarte.

Also ich muss gestehen, erst einmal musste ich lachen. Besonders als ich das mit den Hunden las. Dann wurde ich nachdenklich. Schlecht erzogene Kinder dürfen ab 17:00 Uhr nicht mehr in das Restaurant. Ja, aber was sind denn für den Wirt schlecht erzogene Kinder? Und warum unter 15 Jahren? Die Begründung, warum gerade Kinder ab einer gewissen Uhrzeit nicht mehr dort Speisen dürfen ist simpel, auf der einen Seite nachvollziehbar, auf der anderen Seite aber doch so….nicht nett.

Aber was ist passiert, das so ein in meinen Augen drastischer Schritt, das dieser Mann sich für diese Lösung entschieden hat? Sind die Gründe wirklich so banal oder doch gerechtfertigt?

,,Die Freiheit der Kinder hört da auf , wo die Freiheit der Gäste beschnitten wird!“

Anfangs hatte der Wirt noch versucht mit Gegenmaßnahmen Ruhe und Frieden in sein Restaurant zu bekommen. Es gab bemalbare Speisekarten für die Kids und auch einige Hinweisschilder für Eltern, die auf ihre Kinder achten sollten. Nachdem dies aber nicht fruchtete, und durch herumstrolchende Kinder das Personal behindert wurde und es auch zu Problemen deswegen kam, zog er  die Notbremse. Er sah wohl einfach sein Restaurant in Gefahr.Er rechtfertigt seine Entscheidung also mit zwei Gründen: die von ihm versuchten Gegenmaßnahmen haben nicht funktioniert und dass Eltern ihre Kinder nicht erzogen haben oder nicht richtig im Griff haben.

HM…..schwierig. Meiner Meinung nach hätte er definitiv mehr versuchen können um es Familien zu ermöglichen sein Restaurant zu besuchen. Mit ein paar Speisekarten zum malen ist es nicht getan. Man hätte zum Beispiel einen Teil des Restaurants als ,, Familienzone“ einrichten können, in der eben Familien speisen und es dort dementsprechend anders gestaltet ist. Eine kleine Spiel- und Beschäftigungsecke hilft manchmal auch schon etwas Ruhe rein zu bringen. Offene Kommunikation mit den Familien wenn es problematisch werden sollte. Das dies zwar nicht immer auf Gegenliebe trifft ist klar, aber er und sein Personal hätten es versuchen können.

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Erwachsenenfreundlich= keine Kinder?

Auf der anderen Seite verstehe ich den Wirt auch. Er ist ein Dienstleister und verdient Geld in dem er Kunden bedient. Wenn die Mehrzahl der Kunden ohne Kinder ist wird er sich sicher weniger auf Familien festgelegt haben. Auch sollten Eltern immer darauf achten wie sich Kinder in einem Restaurant benehmen. Es ist normal das Kinder, wenn sie länger sitzen und warten müssen, unruhig werden. Wenn Aber auch nichts zur Beschäftigung mitgenommen wird kann es durchaus sein, das die lieben Kleinen dann auf eigene Faust danach suchen. Ich sehe Eltern daher  in der Pflicht den Restaurantbesuch auch  mitzugestalten. Auch wenn Eltern steif und fest behaupten, das ihre Kinder sich hervorragend benehmen, jeder hat eine andere Vorstellung von benehmen. Dementsprechend sollte man sich den Gegebenheiten anpassen. Unter dem Gesichtspunkt das der Restaurantbesuch etwas besonderes ist kann man Kindern schon gut klar machen, das sie nicht wie zuhause am Küchentisch essen werden.

Meine Meinung zu Kindern im Restaurant

Ich persönlich finde es ätzend wenn ich in einem Restaurant sitze und Kinder dauernd hin und her rennen oder zu laut sind. Ja, das stört mich. Aber man kann deshalb doch nicht einfach Kinder verbannen? Dann müssen die Eltern mehr herangezogen werden. Man kann als Gast auf die Eltern zugehen und freundlich mit ihnen sprechen. Auch kann man das Personal darum bitten, höflich und freundlich mit der Familie zu reden. Klar kommunizieren ist Pflicht. Ein Restaurantbesuch soll für alle Gäste angenehm sein, und vielleicht findet man eine gemeinsame Lösung um dies allen zu ermöglichen.

Wenn ich weiß, das ein Restaurantbesuch ansteht der mehr als 1 1/2 Stunden dauern wird, würde ich meine Kinder nicht mitnehmen, wenn sie sich nicht ruhig am Platz selbst beschäftigen können. Entweder eine Betreuung finden oder eben absagen.  Denn ich möchte im Restaurant mein Essen und die Atmosphäre genießen, mich unterhalten und nicht ständig schauen müssen was meine Kids machen. Auch würde ich wollen das die Kids es genießen können, und das geht nur wenn es auch zumut- und aushaltbar ist. Dazu gehört auch nicht andauernd ermahnt werden zu müssen.

Wie seht Ihr das mit dem Restaurantbesuch und die Haltung des Wirts? Lasst mir doch ein kleines Kommentar da , ich würde mich freuen.

 

Eure Tante Vanja

 

 

Zwetschekuche <3 Lockerer Kuchen für die heißen Tage

Bei so einem heißen Wetter steht es mir nach Obst. Aber auch die kleine Naschkatze in mir möchte gerne ein kleines Leckerli haben. Da passt es doch einen schönen Zwetschekuche zu backen. Nicht zu süß, lecker Obst und einen fluffigen Hefeteig. Ihr braucht auch nicht viel dafür, versprochen!

Für den Teig:

  • 250 g Mehl ( Ich nehm Dinkel, das vertrag ich besser)
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 125 ml Buttermilch
  • 125 g Zucker
  • 80 g Butter
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei

Belag mit Zimstreusel:

  • 750 g Zwetschen
  • 150 g weiche Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 Tl Zimt
  • 200 g Mehl

Und los geht’s!

Nehmt den Block Butter, schneidet 80 g davon ab, den Rest für Streuseln in einer Schale auf die Seite stellen. Die Butter mit der Buttermilch erwärmen. Achtet darauf dass das Gemisch nur lauwarm ist. Dann die Hefe darin auflösen.

Das Mehl , Zucker und Salz in eine Schüssel geben. Danach die feuchten Zutaten dazugeben und mit Knethaken kneten. Sobald sich die Zutaten gut vermischen noch das Ei dazu geben. Den Teig abgedeckt 1 Stunde ruhen lassen.

Wasch die Zwetschen und halbiert sie. Oder viertelt sie. Wie es Euch passt 🙂 .

Nun könnt Ihr schon einmal die Streusel machen. Die weiche Butter einfach mit dem Zucker und dem Zimt verkneten. Danach immer eine Handvoll Mehl unterheben. Wenn ihr krosse Streusel wollt muss die Mischung leicht bröselig sein. Mögt ihr die Streusel etwas zerlaufen und knackig, dann lasst einfach etwas Mehl weg

Den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Den Hefeteig auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech ausrollen. Am Besten wird’s es wenn Ihr den Teig 2-3 cm dick lasst. Dann mit einer Gabel ein paar mal anstechen. Jetzt dürfen die Zwetschen auf den Boden. Alles zusammen für 15 Minuten in den Ofen. Danach die Streuseln großzügig auf dem Kuchen verteilen und nochmals 20 Minuten backen lassen.

Das war es auch schon. Ich mache aus dem Rezept manchmal auch 2 Kuchen, wenn ich einen dünneren Boden möchte. Der Teig geht schön auf, und die süß/sauren Zwetschen passen wunderbar zu den Zimtstreuseln. Also rann an die Backbleche 😉

 

Eure Tante Vanja

Hackfleischhackender Zerhacker oder: Warum sich gerade Mütter gegenseitig auseinandernehmen müssen

Mir brennt schon seit mehreren Monaten dieses Thema unter den Nägeln. Und da ich heute wieder einmal Dinge gelesen habe, welche mich animierten den Kopf gegen die Tischplatte zu schlagen, muss ich es einfach loswerden: Was zum F*CK ist denn los?

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Holla die Waldfee es geht mal wieder rund. Vielleicht ist es auch einfach zu heiß? Hormone? Der Mond steht nicht richtig am Himmel? Egal was es ist, es ist furchtbar. Egal wo ich gehe und stehe, überall lese ich Artikel ( die toll geschrieben sind!) welche dann in den Kommentaren zerhackt werden. Also meist noch nicht mal die Artikel. Sondern die Menschen, welche kommentieren. WTF?

Gerade wenn es um Kinder geht ist jedes, auch wirklich jedes Thema hochbrisant. Fettnapfwetthüpfen ist ein scheiß dagegen.  Ich habe das Gefühl besonders Mütter sind da seeeehr dünnheutig und nicht so entspannt wie sie sich vllt geben. Auch kommt es mir oft so vor, als ob weder Spaß noch Ironie erkannt oder erlaubt ist.

Nehmen wir als Beispiel einfach mal das Thema schlafen: soll das Kind bei den Eltern schlafen oder nicht. Also Familienbett. Eine ganz normale Frage. Aber die Diskussion die sich darum entspinnt ist einfach nur unglaublich……unnötig. Pro Familienbetter gegen Anti-Familienbetter. Ich habe schon gelesen das eine Dame ernsthaft hinterfragt warum man Kinder möchte wenn man sie nicht im eigenen Bett haben will. Ääähhhh, ja weil Kinder auch eigene Betten haben können? Wie kann man so eine (in meinen Augen sehr unbedachte) Antwort schreiben? Jede Familie hat ihre Gründe ob sie mit ihren Kindern ein Bett teilen oder eben nicht. Warum ist das so furchtbar für viele?

Ich muss immer wieder den Kopf schütteln wenn diese Welten aufeinander krachen. Merkt Ihr denn nicht, das es nicht ,, die Lösung“ gibt? Das jeder Mensch individuell ist, ebenso die Erziehung? Und das dies so in Ordnung ist?!!!!! Wenn es nicht in Euer Weltbild passt könnt ihr das gerne äußern. Aber ordentlich, höflich und sachlich. Genau so appelliere ich auf die andere Seite: ändern werdet Ihr nichts, also bleib freundlich und sachlich. Es muss nicht sein, das sich Menschen auseinandernehmen, wenn sie doch eigentlich das gleiche Ziel haben: eine liebevolle Erziehung für ihre Kinder.

Leute, wenn Euch Themen Triggern, dann lest sie nicht oder denkt 5 Minuten vorher nach bevor Ihr impulsiv in die Tasten haut. Solch ein Beef muss doch echt nicht sein, oder?

 

Eure Tante Vanja ( die natürlich den armen Tisch nicht beschädigt hat! 😉

 

Wenn es schnell gehen soll: bunte Gnocchipfanne mit Trüffelöl

Es ist warm und so richtig Lust auf kochen habe ich nicht. Trotzdem möchte Tante Vanja lecker essen. Was also tun? Resteverwertung ist angesagt. Eine Minute schnibbeln, 5 Minuten brutzeln und fertig. Hier mein sehr einfaches und trotzdem super leckeres Rezept für eine bunte Gnocchipfanne.

Ihr braucht:

1 Packung fertige ,,frische“ Gnocchi

1 handvoll Cherrytomaten

3 Lauchzwiebeln

ein kleines Stück Salami oder Chorrizo

2 große Champions

Oliven- und Trüffelöl

 

So, los geht’s. Die Tomaten waschen und halbieren. Lauchzwiebeln waschen,schälen und in kleine Ringe schneiden. Pilze putzen und in kleine Stücke schneiden. Die Wurst pellen ubd in kleine Würfel schneiden. So viel zum schnibbeln.

In einer Pfanne Olivenöl erhitzen. Das Gemüse und die Wurst 2 Minuten anbraten, dann in eine Schüssel geben. Jetzt das Trüffelöl in die Pfanne und die Gnocchi darin anbraten bis sie knusprig sind. Mit Pfeffer,Salz und Knoblauch  würzen .Zum Schluss das Gemüse dazu geben, noch mal erwärmen.

Das war es auch schon. Wer kein Trüffelöl mag kann getrost darauf verzichten. Ich liebe den Geschmack.

Probiert es doch mal aus, und verratet doch einmal welches Gemüse bei Euch in die Pfanne kommt.

 

N gude! Eure Tante Vanja

 

 

,, Und, wann kommen bei Ihnen denn Kinder?“ Warum mich diese Frage zum explodieren bringt.

Grrahhhhhhhhhh!

Achtung, wer mit Ironie und Sarkamus nicht umgehen kann sollte jetzt einfach nicht weiter lesen. Hier regiert heute Frust, Wut und Unverständnis über eine sehr engstirnige Gesellschaft.

Man merkt total das Sommer ist. Das Wetter ist toll und überall explodieren die Babybäuche. Frisch gebackene Eltern und stolze Geschwister wohin man schaut. Gut zu wissen das meine Arbeit in den nächsten Jahren weiterhin sicher ist 😉

Aber es gibt da einen Haken an der ganzen Sache! Nämlich den, das ich kein Kind habe. Und in einem Alter bin, in dem die meisten Damen schwanger sind oder schon ein Kind haben. Und irgendwie…irgendwie ist das in der heutigen Gesellschaft noch nicht angekommen, das es vollkommen okay ist sich GEGEN ein Kind zu entscheiden.Jedes Mal wenn ich neue Menschen kennen lerne kommt dieses Thema auf. Oder Freunde fragen… oder die Chefin. Am schlimmsten ist es immer wenn die Vorgesetzten fragen. Klar, man muss nicht drauf antworten. ABER VER***T nochmal, ich finde es absolut nervig immer wieder gefragt zu werden ob mein Uterus denn bald für 9 Monate einen Untermieter beherbergen wird.

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Am Anfang kann man damit noch gut umgehen. Sachlich bleiben, kurze und knappe Antwort, fertig. Doch je Älter ich werde, desto häufiger kommen die Fragen. Oder die Seitenblicke. Ich fühle mich dann, als ob man mich nur noch auf die Fähigkeit ein Kind auszutragen herabdegradiert. Und das fühlt sich um ehrlich zu sein scheiße an. Richtig scheiße. Ich verstehe die Interesse der Vorgesetzten, man will ja Personal das wenig fehlt etc.. Aber als erstes bin ich eine fachlich kompetente und gut ausgebildete Fachkraft. Was danach kommt geht niemanden was an außer mich und meinem Partner. Außerdem ist die Frage nach dem Kinderwunsch nicht erlaubt. So einfach ist es. Das berührt meine Privatsphäre und kein potentieller Arbeitgeber oder sonst wer hat das Recht mich darüber auszufragen.

Was tun? Ruhig bleiben funktioniert nicht mehr ganz so gut. Ich bin extrem genervt. Manchmal stelle ich mir sogar heimlich vor wie ich Menschen, welche die B-Frage stellen, mit dem nackten Arsch ins Gesicht hopse und brülle: ,, Geht Dich n scheißdreck an! 😀 “ Wer ich niemals machen, so hoch kann ich gar nicht springen.

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Und so versuche ich also keine Karriere als Stabhochspringerin zu machen und meine Wut runter zu schlucken. Dezente Hinweise wie: ,, Das Thema ist nicht relevant!“ oder ,, Das Thema hat keine Wichtigkeit für mich!“ verdampfen wie der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein.  Im Moment sehe ich auch keine andere Möglichkeit als klar und direkt zu sagen was ich denke. Das ich vielen damit auf die Füße trete muss ich in kauf nehmen. Also, Arbeitsschuhe an Ihr Lieben?

Ich will keine Kinder. Ich will keine Kinder denn sie passen nicht in mein Konzept von einem erfüllten Leben . Ich will arbeiten, Karriere machen, die Zeit und Geld mit meinem Partner verprassen und dabei nur Rücksicht auf uns zwei nehmen müssen. Ich will die Verantwortung Kinder zu betreuen nur auf Arbeit haben. Ich will abends keine Geschichten vorlesen oder Windeln wechseln.

Jetzt höre ich schon viele schreien: aber Du bist doch Pädagogin. Ja bin ich, und? Was hat das damit zu tun? Macht mich das jetzt fachlich weniger kompetent? Darf ich nicht mit Kindern arbeiten weil ich keine eigenen will? Vielleicht sollte ich mir das mit dem Stabhochsprung überlegen?

So, genug gefrustet.

Wie seht Ihr das mit der B-Frage? Schreibt mir doch was in die Kommentare 😉
Eure Tante Vanja

 

 

Ein Herz für überreife Bananen! Super duper Bananenbrot!

Bananen sind einfach super. Sie kommen schon in der eigenen Verpackung, schmecken herrlich süß und machen satt. Aber manchmal, ja manchmal, vergessen wir diese süßen,gelben Dinger und schwupps haben sie viele braune Flecken. Es gibt Menschen die werfen dann die Bananen weg. Das ist erstens mal Verschwendung von LEBENS-Mitteln und zweitens auch Geldverschwendung. Ich meine, schaut Euch diese süßen Dinger an. Haben sie nicht etwas besseres verdient?

Sweetbanana

Also fasst Euch ein Herz und macht doch einfach mal Bananenbrot. Einmal gegessen nie mehr vergessen, das schwöre ich. Ich verrate Euch mein sehr einfaches und leckeres Rezept!

Ihr braucht für ein Brot folgende Zutaten:

  • 3 sehr reife Bananen
  • 2 Eier
  • 100 g braunen Zucker
  • 1 Päckchen frischer Hefe (oder Trockenhefe, was grad da ist)
  • 1 Prise Salz
  • 200 ml lauwarmes Wasser
  • Vanillezucker oder das Mark einer Vanilleschote
  • 1 TL Zimt
  • 200 g gemahlene Mandeln
  • 300 g Mehl

Ich mische gerne gemahlene Nüsse, das gibt dem Teig das gewisse etwas. Wer es saftig mag kann auch 100 g Mehl mit 100 g Kokosraspeln ersetzen. Wer gerne vegan backen möchte lässt die Eier Weg und nimmt 4 sehr reife Bananen. Ebenfalls kann man das Mehl mit Nussmehlen ersetzen wenn es glutenfrei sein soll.

Also los geht es. Da der Teig ein wenig gehen muss darf der Ofen noch aus bleiben.

Löst die Hefe mit einem TL Zucker im warmen Wasser auf. Die Bananen in einer Schüssel klein stampfen und mit den Eiern, Vanillezucker, Zucker, Salz und Zimt verrühren. Dann gebt ihr langsam das Wasser/Hefegemisch dazu. Danach erst die gemahlenen Nüsse langsam unterheben. Zum Schluss das restliche Mehl.

Der Teig ist richtig wenn er kaum noch an der Schüssel klebt. Nun darf dieser eine Stunde schön abgedeckt und muckelig warm ausruhen. Also Zeit um etwas anderes zu tun =)

Zeit ist um? Sehr gut. Wärmt den Ofen auf 165 °C Ober-/Unterhitze vor. Den Teig in eine Kastenform geben. Natürlich könnt Ihr auch 2 kleine Laibe formen wer mag. Auf meinem Bild habe ich eine Kastenform benutzt und dann einfach mit den Händen einen zweiten kleinen Laib geformt.

Nun darf unser süßes Brot zwischen 25 und 30 Minuten backen. Macht nach 25 Minuten einmal die Stäbchenprobe. Klebt nicht mehr kann das Brot heraus. Wenn Ihr es etwas gebräunter wollt lasst es für weitere 5 Minuten im Ofen.

Das Bananenbrot schmeckt super mit Schokoladenaufstrichen, Marmeladen etc. Auch kann man damit Armer Ritter oder French Toast machen. Wer mag kann auch einige Scheiben einfrieren. Wenn dann die Bananenbrotlust kommt einfach auftauen und dann ab in den Toaster 😉

 

Eure Tante Vanja

 

Knusprig, knatschig und unheimlich lecker: american chocolate chip cookies

Ab und an schlägt ja dann doch der Ami in mir aus und fordert kulinarische Leckerlies. Aber alle Cookies die auf ,, amerikanisch“ getrimmt sind, nein, die schmecken mir nicht. Im Supermarkt, im Discounter. Nix für mich dabei. Also muss ich wohl wieder selber ran.

Heute möchte ich mein liebstes Cookie Rezept mit Euch teilen. Das Beste daran ist: der Teig kann vor portioniert eingefroren werden und hält 1 bis 1 1/52 Monate im Gefrierfach. So kann man einfach frische Cookies zaubern ohne bei den heißen Tagen in der Küche zu stehen. Bereit? Dann los!

  • 225 g weiche Butter
  • 350 g Zucker (am Besten Hälfte weiß und Hälfte brauner Zucker)
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1/2 TL Salz
  • 2 Eier
  • 325 g Mehl bzw. 370 g wenn Ihr nur chocolate chunk Cookies macht
  • 1/4 TL Backpulver

So, wer jetzt nur chocolate Chip möchte, der packt nur 1 Packung chocolate Chunks in den Teig. Wer den Schokogasmus will pack 1 Packung chocolate Chunks rein, schmilz 200 g Zartbitterkovertüre und rührt diese ebenfalls in den Teig.

Heizt den Ofen auf 190 °C Ober/Unterhitze vor.

Die weiche Butter mit dem Zucker gut verrühren. Dann die Eier nacheinander unterrühren. Dann den Vanillezucker, das Salz und das Backpulver dazugeben. Je nach Cookie Art nun die Schokolade mit einen Teigschaber unterheben. Zum Schluss das Mehl dazugeben und gut verrühren.

Ein Backblech mit Backpapier auflegen. Am Besten nehmt Ihr einen Melonenbällchenmacher, Eiskugelschaber oder ,so wie ich) einen Makronenformer.

3 Mal 3 Reihen Kekskugeln auf das Backblech geben. Ihr solltet genügend Abstand zwischen den Cookies lassen, denn sie verschmelzen schnell und hängen dann zusammen. Die Kekse für 13 Minuten backen. Sie sind am Rand knusprig und in der Mitte matschig. Genau so sollten sie sein. Lasst die Cookies eine Weile auskühlen und hebt sie dann mit einem Pfannenwender vom Blech.

Wer die Kekse einfrieren will sollte die geformten Bällchen erst eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Dann entweder in einem Gefrierbeutel oder Tupperbox packen und ab ins Gefrierfach.  Wollt Ihr dann leckere Cookies einfach ein paar Bällchen in den Ofen. 190 °C Ober/Unterhitze und zwischen 13 bis 16 Minuten backen.

Ich wünsche Euch viel Spaß mit diesem Rezept.

Eure Tante Vanja

Frauensache?! Binden, Tampon oder Menstruationstasse?

Ja, Ihr lest das schon ganz richtig. Ich sage es gleich: es geht hier nicht ans eingemachte, aber wer doch empfindlich ist sollte jetzt aufhören diesen Beitrag zu lesen.

Immer noch da? Fein!

Wer die Werbung in Deutschland verfolgt wird häufig diese Szenen sehen: eine junge Frau hüpft total fröhlich und ausgelassen auf einem Bett ( oder Sofa…oder Trampulin) herum. Dann fällt sie meist in einen Kissenhaufen und lacht. Zum Schluss wird dann der Name des Hygieneproduktes eingefügt. Also ganz ehrlich: WAS haben die dieser Frau gegeben dass sie soo abfährt? Vllt sind die von dem Frischeduft der Dinger total benebelt? Mal davon Abgesehen das dieser ,,Duft“ nix bringt. Ich fühl mich auch nicht frische wenn es untenrum nach Blumen riecht O_O

Tampon Werbung sind genau so gestaltet. Frauen in kurzen Miniröcken spazieren durch den Park. Oder hüpfen im Bikini im Schwimmbad/Strand herum. Der Rock oder Bikini sind natürlich weiß.

Hand aufs Herz. Wenn ich meine Periode habe will ich weder auf nem Trampulin hüpfen noch ins Schwimmbad gehen. Nach einem sehr unangenehmen Unfall ( von wegen Tampons sind soooo saugfähig) hab ich immer noch Angst eine Spur zu legen.

Nun gilt es Ersatz zu finden. Denn nicht nur sind Damenhygieneprodukte teuer sondern auch nicht gut für die Umwelt. Nein, ich bin jetzt kein Hippie geworden und praktiziere freies Menstruieren ( gibt es wirklich!!!) sondern ich bin unzufrieden mit den Produkten. Also habe ich mich letztes Jahr dran gewagt. Per Zufall habe ich waschbare Damenbinden entdeckt. Es lief gerade eine Reportage über afrikanische Mädchen die Probleme haben Menstruationsprodukte zu bekommen. Aus der Not heraus haben sie aus Baumwollstreifen und alten Kleidungsstücken Damenbinden mit Druckknopfverschluss genäht. Und was soll man sagen: sie sehen (unbenutzt!) sehr schick aus und sind nachhaltig. Nach dem benutzten auskochen, trocknen und wieder verwenden. Klasse!

Nun, ich habe mir jetzt keine eigenen Binden genäht, dazu bin ich zu doof. Aber ich habe mir über einen Onlineshop ein Set mit 3 Binden bestellt. Es gibt, wie bei herkömmlichen Damenbinden auch, 3-4 verschiedene Größen, auch für Nachts. Anfangs war es komisch. Hatte Angst das die Binde verrutscht, was die Binden mit Klebeflügeln ja selten tun. Meine Angst war unbegründet. Die Binde blieb am Platz, tat ihren Job und roch nicht. Darüber hatte ich mir auch meine Gedanken gemacht. Unbegründet.

Die Binden lassen sich sogar prima bei 40 °C waschen. Ich persönlich wasche sie aber bei 60 °C weil dann ganz sicher keine Flecken über bleiben.

Aber was wenn ich doch mal ins Schwimmbad genötigt werden? Oder im weißen Mini durch den Park spazieren soll? Hrmmm… Also von  Menstruationstassen hatte ich ja schon gehört. Aber bis jetzt konnte ich mich nicht begeistern. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen eine zukaufen.  Dann kam der Tag: ich war schlecht gelaunt und ging durch einen Drogeriemarkt. Wenn ich schlechte Laune habe kauf ich mir manchmal n Duschgel oder ne Gesichtsmaske. Aber diesmal sah ich sie: eine Menstruationstasse. Eigenmarke der Drogerie. Für einen erschwinglichen Betrag. Ich griff einfach zu und schwupps war die Tasse gekauft. Zu Hause habe ich sie ausgepackt und inspiziert. Ich war mir aber immer noch nicht sicher ob ich diese Tasse handeln kann.

Natürlich kam der Tag der Tage (höhöhöh) recht bald und ich probierte total mutig die Tasse aus. Noch mal kurz den Beipackzettel gelesen, zusammendrücken und rein damit. Hat geklappt. Okay! Noch mal zur Sicherheit nachfühlen das dieser kleine Pönökell draußen ist, damit ich dat Ding auch wieder entfernen kann. Roger!

Auch das reinigen war total einfach. Da man die Tasse bis zu 12 Stunden am Stück tragen kann muss man sich auch keine Gedanken machen zwecks Wechsel auf Arbeit. So viel menstruiert kaum eine Frau um dat Ding voll zu kriegen 😉 Rausholen, ausspülen, wer mag desinfizieren und dann wieder einsetzen. Klar, manchmal sitzt die Tasse nicht richtig, aber das merkt man sofort. Dann einfach ein bisschen den Beckenboden anspannen oder (so wie ich) ein wenig auf und ab hüpfen. Also so wie diese Frauen die High von ihrem Damenbindenfrischeduft sind und im Bett rumhopsen.

Ich bin sehr zufrieden mit meinen Alternativen. Die angebrochene Schachtel Tampons habe ich nur noch im Bad stehen falls Besuch kommt und Damenhygieneartikel benötigt werden. Ansonsten habe ich seit letztem Jahr ca. 50 € gespart, da ich keine neuen Produkte mehr einkaufen muss. Schon toll =)

Und Ladys, wie sieht es aus? Seid Ihr  Sofahopser, Bindenschneiderinnen oder gar freue Menstruatiererinnen? Lass mal ein frisch duftendes Kommentar da=)

Ich hops jetzt noch ein bisschen durch die Wohnung. XD

 

Eure Tante Vanja

 

 

 

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