Gruselfinger zum knabbern: Tante Vanjas Hexenküche brodelt wieder!

Wer Vanja als Tante hat weiß wie gruftig sie ist. Und natürlich muss in Richtung 31.10.2018 auch die Küche ordentlich schlottern. Deshalb bekommt Ihr heute ein einfaches aber schaurig gutes Rezept für Gruselfinger. Aber keine Angst! Weder den Hexen noch den Zombies ist etwas passiert!

Wer gerne ein paar Finger snacken möchte braucht folgende Zutaten:

Für ca. 20 Stück!

  • 110 g weiche (nicht geschmolzene!) Butter
  • 65 g Puderzucker
  • 1/2 Vanilleschote
  • 175 g Mehl
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 Ei
  • ungeschälte Mandeln ( wahlweise backfeste Schokotropfen)
  • Lebensmittelfarbe oder Marmelade/Schokolade

 

Die weiche Butter mit dem Puderzucker, der Vanilleschote, dem Salz und dem Ei verrühren. Dann das Salz und das Mehl langsam dazu geben. Der Teig ist halb fest, sprich er wird kaum noch kleben aber trotzdem geschmeidig sein.  Packt den Teig für 1 Stunde in den Kühlschrank und lasst ihn dort ruhen.

So, die Stunde ist rum? Cool, dann lasst mal ein paar Finger abha…. ich meine formen 😉 Heizt aber erst mal den Ofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vor.

Nehmt den Teig auf dem Kühlschrank und zwackt immer einen TL voll Teig ab. Diesen rollt Ihr dann zu fingerdicken Würstchen.

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Dann drückt mit zwei Fingern kleine Wülste in Eure ,,Finger“. An den Seiten etwas nachdrücken damit sie in form bleiben. Mit einem Messerchen die Gelenke anritzen. Dann sucht Ihr Euch ein Ende der Finger aus und drückt eine Mandel hinein. Und schon können unsere Finger für 20 Minuten in den Ofen.

 

Wenn die Finger ausgekühlt sind geht es ans Verzieren. Nehm die Mandel vom Finger, drückt eine ordentliche Portion Lebensmittelfarbe(rot) drauf und platziert die Mandel wieder an ihrem Platz. Das geht auch mit Marmelade wenn Ihr keine Lebensmittelfarbe mögt. Wollt Ihr lieber Zombiefinger? Dann nehmt lila Lebensmittelfarbe oder Schokolade zum befestigen der Mandeln. Wer mag kann noch ein wenig herumklecksen, damit die Finger auch den abgehackten Look bekommen.

 

FERTIG. Einfach, schnell und lecker. Und bestimmt für den ein oder anderen Grusel gut. Viel Spaß beim nachhacken ääähhh backen!

Eure Tante Vanja

PS: Draculas Zähne können auch bei Euch auf dem Teller landen. Wie? Verrate ich im nächsten Blog 😉

 

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Die Sache mit der Auszeit in der KiTa unter die Lupe genommen: braucht man das oder gibt es Alternativen ( Spoiler: ja die gibt es!)

Gestern habe ich mit einer lieben Freundin und Mutti meiner liebsten Nichten gechattet. Eigentlich ging es um meine Gesundheit, aber ich wollte lieber wissen wie es meiner ,,Großen“ geht. Leider nicht so gut wie es sein sollte.

Im Gespräch wurde auch das Thema ,, Auszeit“ bzw. Kind aus dem Spiel herausnehmen und sitzen lassen erwähnt. Dieser Vorgang ist in vielen KiTas üblich. Aber warum wird dies überhaupt gemacht, und noch besser: muss man ein Kind aus dem Spiel herausnehmen? Ein kleiner Blick hinter die Kulissen!

Wer den Blog schon ein bisschen kennt weiß, das ich schon in einigen Einrichtungen gearbeitet habe. Von High Class mit traumhaften Betreuungsschlüssel (8 Kinder auf 4 Erwachsene) bis hin zur Brennpunkt KiTa mit Kinder die wirklich Probleme hatten. Alle hatten eins gemeinsam: eine Auszeit. Ja, Auszeit. Aber nicht so wie es uns die Super Nanny im TV zeigt, nein nein. Eine Auszeit mit intensiver Betreuung durch einen Erwachsenen.

Aus meiner Arbeitswelt:

Diese Auszeit kann je nach Situation anders aussehen. Ich will nichts schön reden: auch ich habe Auszeiten verteilt, und die meisten waren tatsächlich zum Schutz und Selbstschutz der Kids. Es gab Kinder die sogar im Alter von 5 gepukt werden mussten, damit sie sich nicht selbst verletzten oder mir die Zähne ausschlagen. Zu diesem Zeitpunkt haben sie sich selbst nicht mehr gespürt und konnten ihre Umwelt nicht mehr richtig einschätzen und wahrnehmen. Ich habe es ,, Brezel“ genannt, da diese Kinder auf dem Boden gesetzt werden mussten und so gehalten werden mussten damit sie sich nicht schlagen, andere schlagen oder mich schlagen.  Dies war der letzte Ausweg um sie zu beruhigen. Es ist generell der letzte Ausweg, denn man hat vorher genug Möglichkeiten solche Ausbrüche abzuwenden.

 

Warum werden diese Auszeiten in KiTas angewendet? Die Grundidee ist es dem Kind, dem Alter angemessen, Zeit zu geben über sein Handeln nachzudenken.  Typisches Beispiel: im Sandkasten wird gespielt und ein Kind hat dem anderen die Schaufel über den Kopf. Einfach so. Das kann passieren. Was tun? Auszeit? Schaufel wegnehmen?Oder Kinder spielen sehr wild, nutzen Naturmaterial als ,, Waffen“ um ein Rollenspiel zu komplettieren. Da gehen bei vielen Fachkräften (und Eltern) sofort die Alarmglocken an. Was tun?

Nun, egal in welchem Fall, nicht sofort in die Auszeit schicken! Reden ist hier Trumpf, egal wie alt die Kinder sind. Nehmt das Kind oder die Kinder zur Seite und erklärt. Schaufeln sind fürs Sand schaufeln und nicht zum hauen. Wenn man mit Stöcken spielt muss man sehr aufpassen, denn man kann sich und seinen Spielpartner verletzten.Fragt die Kinder nach ob sie dies verstanden haben. Wenn sie es können sollen sie es noch einmal in eigenen Worten erklären. Kommuniziert auch, das wenn sie ihr Verhalten weiterhin so ausleben eine Konsequenz folgen kann. Kann, nicht muss! Und dann lasst sie wieder spielen.

Meist reicht dies schon. Aber natürlich gibt es auch Kinder die mehr Zeit brauchen um das Gesagte zu verinnerlichen. Nehmen wir noch einmal das Beispiel mit dem Rollenspiel. Die Kinder spielen nach kurzer Zeit wieder sehr wild und es gibt ein kleines Aua. Jetzt nicht gleich aufbrausen und losschimpfen. Die Kinder wieder heran holen. Lasst sie erklären was passiert ist. Fragt warum der Unfall passiert ist.  Bleibt sachlich und ruhig. Die Kinder sollen sich nicht gestraft fühlen weil sie gespielt haben. Erklärt noch einmal : ,, Vorhin haben wir darüber gesprochen das es gefährlich ist so wild mit Stöcken zu spielen. Man kann sich verletzen. Ihr habt jetzt zwei Möglichkeiten: Ihr spielt jetzt ohne die Stöcke weiter, denn ihr könnt Euer Spiel bestimmt auch ohne Stöcke weiterspielen. Oder ihr sucht Euch eine andere Beschäftigung. Was möchtet Ihr gerne tun?“

Ihr seht, keine Strafe, ein konstruktiver Vorschlag und vor allem: zurück ins Spiel! Leider funktioniert dies auch nicht immer. Sei es weil einfach zu viele Kinder und zu wenig Personal anwesend ist ( meiner Meinung und Erfahrung nach geht es schon, man kann ein Kind inmitten einer Gruppe achtsam und ruhig in einer Auszeit begleiten) oder einem einfach, was total menschlich ist, die Hutschnur platzt. Oder es ist einfach der Kredo der Einrichtung. Alle machen es. Wenn Ihr die Auszeit nutzen möchtet, dann solltet Ihr folgendes beachten:

  • Überlegt erst einmal ob das Kind wirklich eine Auszeit braucht: oft kann man Situationen schon mit ein paar Worten regeln
  • Denkt immer an das Alter der Kinder!
  • Bietet Alternativen um das Kind oder die Kinder aus der ,,unangenehmen“ Situation wieder eine schöne Spielsituation zu machen
  • Helfen Worte nicht könnt Ihr das Kind in die Auszeit bringen, niemals alleine wegschicken
  • Setzt Euch mit dem Kind hin und erklärt warum es eine Auszeit hat. ,, Ich möchte gerne das Du darüber nachdenkst was Du gerade gemacht hast. Ich komme gleich wieder und dann reden wir noch einmal darüber.“ ( Dem Alter angepasst, es versteht sich von selbst das man mit 2 Jährigen anders redet als mit 5 Jährigen!)
  • Wichtig ist niemals länger als 2 Minuten weg bleiben. Das Kind soll nachdenken und sich nicht bestraft fühlen. Das wird zwar nicht ausbleiben, aber es ist ein Unterschied ob man 1-2 Minuten wartet oder 10!
  • Kommt ruhig zurück, signalisiert dem Kind das ihr ihm zuhört. Fragt das Kind warum es eine Auszeit bekommen hat. Oftmals haben Kinder ihre Situation reflektiert und können uns Erwachsenen erklären was passiert ist.
  • Falls es keine Antwort findet helft ihm! Geht die Situation durch welche zur Auszeit geführt hat. Bsp: ,, Wir hatten darüber gesprochen das es gefährlich ist mit Stöcken zu spielen. Du und XY habt trotzdem wild gespielt und  XY mit den Stock getroffen. XY wollte nicht mehr weiter spielen aber Du hast weiter gemacht obwohl er es nicht wollte. Was denkst Du? Soll man weiter spielen wenn der andere nicht mehr möchte oder nicht?“
  • Einigt Euch wie Ihr weiter verfahren wollt. Hier bietet sich wieder die Entweder/Oder Methode an
  • Holt das Kind aus der Auszeit heraus (durch eine freundliche Umarmung, liebe Worte oder ein anderes Ritual!) und lasst es wieder spielen.

Ihr seht, oft braucht man keine Auszeit sondern nur eine gute Kommunikation. Das dies schwierig im Alltag umzusetzen ist: Ja! Ich weiß. Alles schon durch. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass wenn wir Achtsamer mit uns sind, hinterfragten warum wir so negativ reagieren und uns bewusst machen das es andere Wege gibt dann sind wir in der Lage das Ruder herum zu reißen.

Redet! Wertschätzend und liebevoll. Redet so wie Ihr auch gerne angesprochen werden wollt.

Tante Vanja sagt: Schickt die Super Nanny in die Auszeit, wir brauchen keine!

 

 

 

 

 

And all went vertigooooooo:Vom Krankenhaus, Nadeln und unverschämten Medikamenten

Am 01.10.2018 bin ich das erste Mal über Nacht in einem Krankenhaus geblieben. Nachmittags bin ich noch auf der Arbeit rumgetobt und plötzlich fing es an: es drehte sich alles nach rechts. So schnell, so gewaltig, das ich mich hinlegen musste. Erst dachte ich : ,, Na ja, bist net so fit, vllt Lagerschwindel?“ Aber es wurde nicht besser.

Ich rief meinen Mann an, er solle mich holen da ich nicht fahren kann. In der Zeit wurde es immer schlimmer. Mein Blutdruck war so hoch, ein normales Gerät konnte ihn nicht mehr Messen. Also kam die Lalü Lala. Es war schnell entschieden das es in die Notaufnahme ging. 2 starke Kerle haben mich die Treppe herunter ,,begleitet“, da die Trage nicht die Treppe hoch kam. Horror.

Long Story short: Notaufnahme, sehr nette Pfleger/Innen, sehr nette Ärztin, erster Zugang in meinem Leben, Panik und Schwindel. Vomex und Nährlösung sollen das richten.

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Die arme Ärztin, ich bin froh das die Nadel schnell drinne war. Da mein Mann meine Hand gehalten hatte konnte ich nicht zuschlagen.

Nach ca. 2 Stunden kam ich dann auf Station. Der Familientradition folgend hatte ich natürlich das Omi Zimmer. Was sich als nicht schlecht herausstellte (das wird aber ein anderer Blog Eintrag zum Thema Hospiz). Eine flotte, ältere Schwester kam und fragte ob ich gerne Abendessen haben möchte ( es war 20 Uhr). Oh ja, noch nie klang das Wort Abendessen so gut. Also im Liegen Käsebrot gefuttert. Während dessen kam die ( auch super nette…..ich hatte nur nette Schwestern….Daumen hoch!) Nachtschwester und fragte ob alles okay war (und hat meine Infusion aufgedreht damit ich schneller davon weg komme XD). Die Nacht war durchwachsen, meine Angststörung und die Omis hielten mich wach. Dann am frühen Morgen etwas Ruhe.

Gegen 10:00 Uhr ging es dann zum EKG. Also… ich wurde gefahren. Und wartete dann ne Weile, weil einige Omis vor mir waren. Nach einem Ruck Zuck EKG wurde ich wieder raus geschoben und sollte auf dem Abholdienst warten. In der Zwischenzeit warteten Opis vor der Tür. Hach ja.

Wieder im Bett. Meine eine Nachbarin erzählte total fertig das sie ins Hospiz kommt. Wir haben uns dann bis zum Mittagessen unterhalten. Gerade hatte ich die erste Kartoffel gegessen kam der Arzt zu Visite. Ich käme heute noch zum HNO und wenn der was findest darf ich gehen ( weil dann ambulant weiter gemacht wird….hrrmm…).

 

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Krankenhauskopfhörer fetzen…niiicht… aber ich wollte TV schauen…. XD

Also aufgefuttert( gutes Essen!) und mit Nachbarin unterhalten. Sie wurde dann auch geholt. Die Dummies haben einiges vergessen, also stand fest das ich ihr die Sachen nach bringe. Dann ging es endlich zum HNO. 10000 Test mit dem Ergebnis: Neurotitis Vestibularis rechts. Mein Gleichgewichtsorgan hatte sich entzündet. Ich könne also ambulant weiter behandelt werden. Gerade kam ich auf Station traf ich den Arzt, gab ihm meine Akte. Er las, ich fragte: ,, Darf ich heute gehen?“ ,, Ja!“ ,, JUHUUUUU!“ Arzt: ,,Hahahahahah“ Und am Abend holte mich mein Mann dann ab. Habe meiner Nachbarin natürlich vorher alles vorbei gebracht, denn das Hospiz war direkt am KHS angeschlossen.

Oh es hat sich selten so gut angefühlt im eigenen Bett zu schlafen.

Leider geht es mir immer noch nicht gut. Der HNO wollte mit Infusionen anfangen, ich fragte nach Alternativen, was ihm anscheinend nicht passte. Erst bekam ich ein pflanzliches Mittel , was nicht half. Ich hatte das Gefühl das es so sein sollte. Gestern war ich wieder dort, neue Tests, Hörsinn ist schlechter geworden. Doch mit der Therapie beginnen. Infusionen gehen nicht, da ich nicht 10 Tage am Stück hingefahren werden kann ( ich darf noch nicht fahren). Tabletten. Der Preis verschlug mir die Sprache:

10 Infusionen: Kortison und Pentoxifylinn je 32,80 je Infusion

10 Mal NaCl: je 25 Euro pro 500ml Beutel

570,80 € sollte ich blechen, denn das ist eine IGEL Leistung. Da es keine wissenschaftlichen Ergebnisse gibt, dass die Stennert Therapie (so heißt es) auch wirklich hilft. Zwar soll das Innenohr besser durchblutet werden, es kann aber gut sein das ich meinen Körper umsonst vollpumpe. Yeah….wie gesagt… eine Alternative gab er mir nicht. Erklärte auch nicht wie alles vor sich geht. Ich war auch wirklich überfordert mit der Situation, denn ich wurde von einem Zimmer ins andere geschoben.

Nachdem entschieden war das ich es mit Tablette versuchen kann ( 75 € für alles, das war schon eher finanzierbar), fragte ich ob sich die Medikamente mit meinem Antidepressivum vertrugen. Die Arzthelferin meinte ,, Sie haben doch nur die Pille drauf geschrieben.“ Ich: ,, Ne, da steht n Komma, ich nehm XYZ XX mg!“ ,,Dann muss ich den Arzt nochmal fragen.“ Kommt wieder ,, Ja das geht, es kann halt sein das die Wirkung Stärker oder Schwächer wird. Sie sind bis zum Ende der Therapie krank geschrieben, dann sind sie wenigstens zuhause.“

close-up-1853400_960_720So, jetzt sitz ich nach einem Chat mit meiner Krankenkasse hier und ärger mich. Und frage mich warum ich mich habe abkassieren lassen. Klar, ich will nicht das es schlechter wird mit dem Hören…. aber der HNO hat mir keine Alternativen geboten. Von der  Krankenkassen hieß es nur, dass ich mich gerne beim Gesundheitsservice melden kann oder einen anderen HNO fragen soll. Das werde ich wohl auch tun.

Und jetzt wieder ab auf´s Sofa, alles noch sehr anstrengend. Demnächst werde ich über die Omi und das Hospiz schreiben. Seid gespannt!

Tante Vanja sagt: ,, Hello, hello (hola),I’m at a place called Vertigo!“( by U 2)