Manic Monday: Mützen braucht die Welt!

Ich bin 28 Jahre alt. Und ich fühle mich diskriminiert. Von dem Allgemeinbild eines Erwachsenen und von der Modeindustrie.

HÄ? Was?

Joa, ist so. Ich liebe Mützen. Je verrückter desto besser. Wäre da nicht so ne Kleinigkeit: ich bin eine erwachsene Frau. Und in der heutigen Gesellschaft trägt eine erwachsene Frau keine Kindermützen. Dabei sind die sooooo schön. Grrrrrrr…. furchtbar. Warum wird man als albern oder kindisch abgestempelt weil man eine Haimütze trägt? Oder ein Minion? Die Dinger sind super gut. Aber nein, ich bin ja erwachsen.

Wisst Ihr was? Scheiß drauf! Ich hab gar keine Lust immer erwachsen zu sein. Ich seh das gar nimmer ein. Ich will ins Bällchenbad von Ikea hüpfen, eine Scheibe Gelbwurst beim Metzger bekommen und mich wie bekloppt drüber freuen und… ich will Mützen. Und zwar genau solche wie Kinder sie tragen dürfen. Bunt, mit Motiven und vielen Fransen.

Da Kindermützen für Erwachsene wohl echt ne Marktlücke sind ( nämlich gar nicht!) hab ich beschlossen meine eigenen Mützen zu machen. So! Und als erstes hab ich mir eine Minnie Maus Mütze gemacht. Mit fetter, pinker Schleife. Vielleicht kommen auch noch weiße Knöpfe dran.

Ich liebe sie. Es hat Spaß gemacht sie zu häkeln. Und ich fühle mich wohl dabei. Mehr Mützen braucht das Land!

Was würdet Ihr gerne machen oder tragen? Jeden Tag erwachsen und vernünftig sein stinkt mir total. Was möchte Euer inneres Kind gerne mal wieder tun? Schreibt mir doch ein kleines Kommentar dazu, ich würde mich freuen ❤ !

 

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Spontanious Sunday: Churro Fieber

Sonntag ist ja eigentlich Faulenztag für mich. Kein kochen, putzen oder sonstiges. Am Wochenende übernimmt oft mein Menne den Haushalt. Aber manchmal, ja manchmal, da kommt so diese Sonntagslust nach was Süßen. Wir wissen beide nicht mehr wo er es aufgeschnappt hatte, aber urplötzlich brach das Churro Fieber aus. Mein Menne war als Kind und auch später im Spanienurlaub. Dort gab es frisch frittierte Churros.

Rezept überflogen. Okay, ich kann ja Churros machen. Das glitzen in seinen Augen = Unbezahlbar! Gesagt getan! Ab in die Küche. Für Churros braucht man nur 5 Zutaten. Hier mal alle auf einen Blick (.)_(.) !

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250 ml Wasser, 60 gr Butter, 200 gr Mehl, 2-4 Eier, etwas Salz

Neben den Zutaten benötigt Ihr noch einen Spritzbeutel mit großer Sternchentülle. Ich hab hier einmal einen Plastikbeutel und eine Keksspritze. Wir haben uns für den Spritzbeute entschieden. Dann noch genügend Sonnenblumenöl , einen Topf, ein Schaumlöffel und Zimt+Zucker. Los geht´s!

Das Wasser in den Topf geben und erhitzen. Ist das Wasser heiß genug wird die Butter hinzugegeben. Das schaut dann sooooo aus!

Hat sich die Butter aufgelöst? Dann eine Prise Salz hinzugeben und gut verrühren.

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Ich und mein Salz, ich und mein Saahaallz…Salzi Salzi!

Jetzt meine Damen und Herren braucht Ihr Ausdauer und Kraft. Gebt das gesamte Mehl in den Topf und rührt. Es wird die Hölle, aber es lohnt sich. Rührt so lange bis  der Teig langsam fest wird und sich im Topf zu einer Kugel zusammenrühren lässt.

Nach gefühlten 30 Minuten habt Ihr den fast fertigen Brandteig. Wer ein Handrührgerät hat wird sich freuen, denn das kommt jetzt an die Reihe. Gebt ein Ei zum Teig und arbeitet dieses ein.

Der Teig sollte geschmeidig aber nicht mehr zu flüssig sein. Ich habe für meinen Teig 2 Eier gebraucht. Manche brauchen 3 oder 4. Das ist wirklich immer unterschiedlich.

Nehmt nun einen weiteren Topf und gießt 3/4 Flasche Sonnenblumenöl rein. Dann erhitzen. Nehmt einen Zahnstocher und taucht diesen in das Öl. Wenn sich am Zahnstocher Blasen bilden ist das Öl heiß genug.

Den Teig nun in den Spritzbeutel füllen und lange Streifen in das Öl ,, malen“. Nun meine Churros sind jetzt nicht gerade geworden, liegt wohl daran das ich im WOK frittiert habe( always use the Underdog in the kitchen XD ). Die churros brauchen pro Seite nicht länger als 30 Sekunden. Dann wenden und nochmal 20 – 30 Sekunden warten. Mit dem Schaumlöffel das Gebäck aus dem Topf nehmen und auf Küchenkrepp ablegen.  Zum Schluss die Churros in der Zimt-Zucker-Mischung wälzen.

In Spanien und auch Mexico werden Churros gerne mit dickflüssiger Schokolade gereicht. Dann darf ordentlich gestippt werden. Dafür einfach 200 gr Kovertüre in 200 ml Sahne schmelzen.

Aus dem Teig können auch Windbeutel hergestellt werden. Dafür den Teig  mit einem Spritzbeutel auf dem Backblech zu kleinen Häufen spritzen. Im Backofen bei 160° C zwischen 10 bis 15 Minuten backen. Die Windbeutel sind fertig wenn sie goldbraun sind.

Und nun lasst es Euch schmecken. Meins ist es nicht so sehr, weil echt ein wenig fettig. Aber ich habe mindestens einen Menschen damit glücklich gemacht ❤

Eure Tante Vanja

Apfel-Zimt Muffins ohne Mehl

Bin heute beim Einkaufen an der Kuchen/Törtchen/Keksabteilung entlang gegangen. Hab mir da so bei gedacht: ,, Das schmeckt alles gleich. Nur süß…schade eigentlich.“ Und dann hab ich Backlust bekommen. Auf was Frisches. Und eben auf etwas das meinem Körper gut tut. Also los zu den Backsachen. Und was ist dabei später rausgekommen? Muffins!  Ich bin begeistert, denn sie sind saftig, fluffig und schmackhaft geworden. Und mal so unter uns, so n bissel gesund sind sie auch. Aber auch net zu viel das man es schmecken könnte. Ich hab mein Standartrezept für Rührkuchen einfach genommen und umgewandelt. Heizt den Ofen auf 180 C vor und los geht es mit dem Teig!

Zutaten:

  • 2 große süß-saure Äpfel
  • 3 Eier
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 150 Gramm gemahlene Mandeln
  • 100 Gramm Kokosflocken
  • 80 Gramm Griechischer Jogurt ( 10 % Fett)
  • 1 TL Zimt
  • Zucker, Süßstoff oder Honig nach Geschmack
  • 1 Msp. Muskat

bty

Und los geht es. Die Äpfel schälen, vierteln und mit einer Reibe fein raspeln.

Fertig gerieben? Dann gleich die Eier und den Vanillezucker hinterher und gut verrühren. Hab total oldschool nen Schneebesen genommen…. Okay ich war zu faul den Mixer hinterher sauber zu machen.

bty

Sieht vllt komisch aus, wird aber 100% lecker!

Nun langsam die Mandeln und das Backpulver unterheben. Ordentlich mischen. Fertig? Dann die Kokosraspeln ebenfalls hinterher. Rüüüühhreeen!

Der Teig ist jetzt etwas trocken. Also gebt Ihr noch den Jogurt und etwas Muskatnuss dazu. Nun könnt Ihr entscheiden wie süß die Muffins werden sollen. Ich habe für den Teig 2-3 EL Xylithol benutzt. Geht aber auch mit Honig oder Zucker.

Den Teig habe ich in Silikonförmchen gefüllt und dann bei 180° C 20 Minuten gebacken. Sind die Muffins ausgekühlt,  langsam aus den Förmchen lösen. Tadaa! Und schon fertig. Mir schmecken sie so am Besten. Aber wer es süßer mag oder eben nicht auf Mehl verzichten möchte, der kann anstatt Mandeln und Kokosraspeln die gleiche Menge Mehl nehmen. Gießt dann aber etwas Milch nach, es könnte sein das der Teig fest werden könnte. Viel Spaß beim Nachbacken!

bty

Nom Nom Nom!

 

Eure Tante Vanja

Hallo, adim Vanja! Warum es so wichtig ist wenigstens Hallo und Tschüss in anderen Muttersprachen sprechen zu können.

Zur Zeit arbeite ich als Integrations- und Jobcoach und leite eine Maßnahme für Migrantinnen. Manche der Damen sind erst ein paar Monate in Deutschland, andere leben seit 20 Jahren hier. Wo es bei jeder hakt? Die Sprache! Und ich habe einen rasanten Abwärtstrend entdeckt wenn es um diese geht. Immer weniger Migrantinnen sprechen deutsch bzw. beherrschen es rudimentär. Einfache Dinge wie Einkaufen oder Bus fahren können da schon eine fast unglaublich schwere Aufgabe sein.

Jetzt habe ich zwischen 7 und 10 Frauen vor mir, bunt gemischt und in div. Altersstufen und wir schauen uns an. Wir sagen uns Hallo. Wir sagen unsere Namen. Wenn ich glück habe kann mir eine der Damen noch sagen aus welchem Land sie kommt. Dann ist es auch schon vorbei. Wie ich mich fühle? Hilflos. Traurig. Wütend. Warum wütend? Na ja, auf der einen Seite weil  viele der Frauen schon lange in Deutschland leben und sich nicht die Mühe gemacht haben wenigstens etwas zu lernen. Auf der anderen Seite weil ich auch weiß, dass viele nicht lernen durften oder sollten. Das merke ich dann schon wenn ich nach der Schulbildung frage: 2 Jahre, 5 Jahre…irgendwann auch mal eine Frau mit 10 Jahren. Das ist aber sehr selten.

Was mache ich nun? Sie sollen deutsch sprechen, sie sollen lernen und Arbeit finden. Aber wie soll das nur gehen? Diese unglaublich große Mauer ,, Sprache“ tut sich auf. Aber ich weiß was ich tun kann um wenigstens kleine Löcher reinzuhauen. Mut zur Lücke zeigen und die paar Brocken türkisch, französisch, somali, arabisch, thai, bulgarisch auspacken und zeigen das es absolut okay ist Fehler zu machen. Natürlich soll ich das nicht. Darf nur in unserer Landessprache reden. Aber sie haben Angst. Angst etwas falsches zu sagen.

Auch wenn es wirklich nicht gern gesehen wird, ich habe div. Wörter und Sätze gelernt um mir die Aufmerksamkeit meiner Teilnehmerinnen zu sichern und zu halten. Außerdem tut es einfach so gut wenn eine fremde Frau kommt, lächelt und einfach nur ,, Guten Morgen“ in der eigenen Muttersprache spricht.

Je länger wir zusammen arbeiten ( 3 Monate pro Zuweisung) desto mehr tauen die Damen auf. Aus ein paar Wörtern werden 2-3 Wort Sätze. Wie Kinder lernen sie die Ihnen so fremde Sprache. Langsam, stockend aber stetig. Ich freue mich über jedes Wort. Werfe mit Lobesbomben um mich wenn Hausaufgaben tatsächlich gemacht werden.

Was soll ich sagen. Die wenigstens werden Arbeit finden. Aber sie begeistern sich für Deutschkurse. Sie wollen lernen. Im Jobcenter schlage ich Deutschkurse, Integrationskurse oder Zweitschriftlernekurse vor. Die Fallmanager geben zu 99% ihr Go. Ich bin jedes Mal so dankbar das die fleißigen Männer und Frauen im Jobcenter mir entgegen kommen. Meine Teilnehmerinnen bekommen dadurch eine wichtige Chance. Die Chance zu lernen. Die Chance eine Stimme zu bekommen. Die Chance eine anständige Arbeit zu bekommen ( ich hasse es wenn sie denken dass sie nur putzen könnten aarrgghh!)

Ein Hallo. Ein Auf Wiedersehen. Wie geht es Dir? Wie heißt Du?  Ein paar Worte machen den Unterschied. Und das gilt für Alle. Ich habe so in den KiTa´s gearbeitet. Ich habe so im Pflegeheim gearbeitet. Und so arbeite ich auch heute noch so. Weil es für mich nichts schlimmeres gibt als nicht verstanden zu werden. Darum macht Euch die Mühe und begrüßt vllt das nächste Mal den türkischen Ehemann einer KiTa Mami. Oder sagt Auf Wiedersehen zu der Verkäuferin aus Afghanistan. Es ist nicht schwer. Hier mal ein paar kleine Auswahl an Dingen die einem Menschen das Lächeln auf´s Gesicht zaubern kann!

Türkisch:

Günaydın = Guten Morgen ( das I ohne Punkt ist stumm)

İyi günler = Guten Tag

Hoşça kal ( gesprochen Hoschtscha kal) = Auf Wiedersehen

Nasılsın? = Wie geht es dir ( Iyi = Gut 😉 )

Teşekkürler = Dankeschön

Bulgarisch:

Dobro utro = Guten Morgen

Dobŭr den = Guten Tag

sbogom = Auf Wiedersehen

Kak si? = Wie gehte es dir?

blagodarya-ti = Danke schön

Griechisch:

Kaliméra = Guten Morgen

antío = Auf Wiedersehen

Pós eísai? = Wie geht es dir?

efcharistó = Danke schön

Somali

subax wanaagsan = Guten Morgen

Maalin wanaagsan = Guten Tag

Nabadgelyo = Auf Wiedersehen

Sidee ayaad tahay = Wie geht es dir?

mahad-aad = Danke schön

 

So, also das sind so meine ,, Basics“. Ich glaube zwar das nicht alles richtig geschrieben ist, aber ist eben nicht meine Muttersprache. Der Gedanke zählt =) Also los, jetzt wird gelernt 😉

 

Viel Spaß!

Eure Tante Vanja

 

 

Ratz Fatz Blätterteigstückchen mit Schinken und Käse

Ja, ich weiß… das Foto ist ein bisschen unscharf. Aber der Inhalt ist einfach super lecker. Hier eins meiner Lieblings-Schnell Rezepte die Ihr mit Euren Kids zusammen zubereiten könnt. Ich brauch auch nicht viele Zutaten, toll oder?

  • 1 Päckchen Blätterteig
  • 1Packung Chester Käse
  • 1 Packung Schinken
  • Frühlingszwiebel

Die Portion reicht für 3 große Esser . Wenn Ihr mehr Schleckermäuler habt oder extrem leere Bäuchlein, dann verdoppelt einfach das Rezept. Und los geht´s! Heizt den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vor. Dann den Käse , den Schinken und die Frühlingszwiebel auspacken und kleinschnibbeln. Wenn Erwachsene dabei sind können auch jüngere Kinder schon fleißig helfen. Chester Käse bröckelt ein wenig, macht ihn also einfach zu schneien =)

bty

Schnipp Schnapp so einfach geht´s!

Nun rollt Ihr den Blätterteig aus und halbiert diesen der Länge nach.

bty

Habt Ihr das getan, könnt Ihr diesen in diverse Formen schneiden. Dreiecke sind am Besten. Man kann dann Croissants drehen, Teigtaschen herstellen oder kleine Röllchen rollen. Da ich feinmotorisch nicht ganz so begabt bin hab ich Röllchen gerollt 😀

bty

Einfach mit dem Schinken, Käse und Frühlingszwiebeln belegen und dann eindrehen. Oder ein weiteres Teigdreieck auflegen und Taschen draus machen 😉

Das ganze wandertet dann 15 Minuten in den Ofen. Die Stückchen sind fertig wenn der Blätterteig goldbraun ist.  Hier mal meine ,, Meisterwerke“

bty

Nicht perfekt aber einfach lecker!

So, das war mein Ratz Fatz Rezept für Euch. Am nächsten Tag schmecken die Teilchen auch kalt sehr gut. Sie lassen sich prima für Partys vorbereiten oder als Snack zwischendurch. Als, schnappt Euch Eure Liebsten und schnibbelt was das Zeug hält ! ❤

 

Eure Tante Vanja

Manic Monday: 10 Dinge die Pädagogen sicherlich NICHT zu Euch sagen werden!

Hier ein Shout Out zu all meinen  Kollegen und Kolleginnen. An alle Windelrocker und Matschhosenhelden. Dieser Beitrag ist für all die Pädagogen da draußen, die sich täglich in den wilden Erziehungsdschungel stürzen, und das mit viel Liebe, Leidenschaft, Herz und Humor. Wenn Ihr diese Sätze kennt, dann fühlt Euch gedrückt ( und wenn nicht drück ich Euch trotzdem). Jede Einrichtung hat ihre eigene Top 10. Hier ist meine, welche ich nach jahrelangem Erziehungsdschungel für mich festlegen konnte!

Wer es bis jetzt noch nicht verstanden hat: dieser Beitrag ist überzoooogen und nicht zu 100% ernst gemeint… nur zu 37,8952%.

 

Nummer 1: Natürlich öffnen Wir die KiTa extra lange nur für Sie!

Ha Ha Ha Ha …Hahahahahahahahaha.. haaaaaaa. Said no one ever. Bitte liebe Eltern fühlt Euch jetzt nur ein bisschen auf den Schlips getreten. Es ist überhaupt kein Problem wenn man Mal zu spät kommt. Und wenn man ganz liebt fragt kann man auch mal 10 Minuten nach Schließung das Kind abholen. Aber niemals….NIEMALS NIE würde Ich regelmäßig die Abholzeiten nach hinten verschieben. Ausnahmen bestätigen die Regeln, aber die Regeln… die machen immer noch wir!

 

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10 Minuten sind okay, 1 Stunde nicht!

Nummer 2: Ihr Kind hat ,, etwas“ Husten und ,,etwas “ Fieber? Natürlich können Sie es hier lassen.

Leute, jetzt mal ehrlich. Ich weiß das Kinder, besonders in jungen Jahren, schnell krank werden. Das ist anstrengend, das nervt. Aber ein offensichtlich krankes Kind gehört ins Bett und nicht in die KiTa. Nicht nur das jetzt fein ALLE angesteckt werden, Euer Kind hat gar keine Zeit sich zu erholen. Reicht es nicht wenn wir Pädagogen schon halbtot in der KiTa hocken und alle anstecken?

 

Kranker Teddy

Erst wenn aus Mund und Nase keine Rotze mehr läuft ist alles i.O. 😉

 

 

Nummer 3: Arbeiten? Nein, ich bin hier nur wegen dem schönen Ambieten.

Ja, wir arbeiten. Wer denkt das Pädagoge sein heißt den ganzen Tag mit Karacho durch die Gegend zu hüpfen täuscht. Wir sitzen. Und das ziemlich oft. Gerade beim basteln, malen, vorlesen, Spiele spielen, Lieder singen, bei der Gartenaufsicht. Für viele sieht es dann natürlich so aus als ob das Personal nur zum Kaffeetrinken da ist. 1) Ich trinke lieber Tee, Danke! und 2) wird nur gehüpft wenn genug andere Erwachsene dabei sind die den Rest der Kindermeute hütet!

 

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Im sitzen ist einfach besser nähen!

Nummer 4: Ja, unsere Snacks sind Bio, vegan, Laktose- und Glutenfrei!

Wenn Eure Kinder keine Unverträglichkeiten haben, und Ihr ihnen nicht Eure Essgewohnheiten aufdrängt, dann gibt es auch mal Bio Obst und Gemüse. Ansonsten gibt’s Jogurt… oder Kekse…oder Muffins….oder BUTTERBROT! ( Das geht seltsamerweise am schnellsten aus….das Butterbrot.. komisch O_o) Falls sie doch Unverträglichkeiten haben bringt bitte geeignete Snacks mit, denn es gibt meist mehr Kinder die alles essen können als umgekehrt.

 

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Nur wenn jemand wirklich hochgradig übel drauf reagiert!

 

Nummer 5 : Ja, ich lasse gerne meine Pause sausen um mit Ihnen das Spielzeug ihres Kindes zu suchen!

Spielzeug außerhalb des Spielzeugtages mitzubringen? No go! Wer sich nicht dran hält, der hat leider Pech gehabt. Aber keine Angst. Oft taucht das Spielzeug am nächsten Tag auf, weil die Reinigungsmenschen es irgendwo hervorgekehrt haben.  Ihr wisst nicht was man alles unter Schuhbänken, Absätzen oder Bällchenbäder so alles finden kann. Die reinsten Schatztruhen!

 

Spielzeug

BANANAAAAAAAA!

Nummer 6: Bitte ziehen Sie Ihrem Kind jeden Tag nur die feinsten Kleidungsstücke an!

Ja, der morgendliche Kampf ist ein Kreuz. Und ich denke das fast jedes Elternteil diesen Kampf schon einmal in seinem Leben mindestens gefochten hat. Aber Bitte, erwartet nicht dass das Elsa Kleid am Ende des Tages noch wie ein Elsa Kleid aussieht. Lackschuhe? Na ja… Lack ab würd ich da eher sagen. Besonders reizend wenn Ausflüge und Wald Tage anstehen. Manche Einrichtungen betreuen bis zu 120 Kinder am Tag. Da ist nicht viel Zeit um drauf zu achten das der Pulli von Tante Inge sauber bleibt.

 

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Viele fühlen sich im Matsch sauwohl 😉

Nummer 7: Nein, ich brauche kein Urlaub und deshalb hat die KiTa das ganze Jahr geöffnet….inklusive der Feiertage… tadaaa

Erwartet darauf keine Antwort. Ich wurde wirklich schon oft gefragt warum die KiTa im Sommer 2 Wochen zu macht….oder an Weihnachten….

 

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Heeyyyyy… ab in den Süüüüüdddeeennnn!

 

 

 

 

Nummer 8: Gummistiefel und Regenkleidung werden Überbewertet. Wie bleiben einfach drin!

Ha Ha.. klar. Mit über 100 Kindern und nur 1 Bewegungsraum. Vergesst es Leute. Erstens sollen die Kinder bei jedem Wetter raus. Zweitens werden Kinder nicht instant krank nur weil sie im Regen spielen. Und ganz wichtig: Wie soll man die Regenwürmer husten hören, wenn wir nicht draußen sind um zu horchen? Gönnt Euren Kids Erlebnisse im Matsch. Ich will nicht wissen wie viele Regenwürmer Ihr als Kinder husten gehört habt!

 

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Die Allrounder in allen Lebenslagen: Gummistiefel ❤

Nummer 9: Ja klar darf Ihr Kind immer Süßigkeiten mitbringen. Und bitte geben Sie diese Ihrem Kind direkt vor den Nasen der anderen Kinder!

Wer meint eine kleine Nascherei dabei haben zu müssen, kein Ding. Aber dann gebt diese bitte vor oder nach der KiTa aus. Und nicht beim Umziehen in der Garderobe. Oder in der Lunchbox. Es reicht wenn Zuhause genascht wird. In der KiTa sollen die Kinder vor allem lernen was gesunde Ernährung ist. Und 6-9 Stunden ohne Gummibärchen hat bis jetzt jedes Kind überlebt!

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Ohhhh…OHHHH jetzt kommt mein Liebling.

 

Nummer 10: Ihr Kind isst das nicht? Wir kochen gerne ein separates Menü!

NEIN. Neihein. Nein Nein Nein Nein. Das werden wir nihiicht. Und warum? Weil es immer etwas geben wird was ein Kind nicht essen will. Die praktische Lösung? Unliebsame Speisen nicht auf den Teller packen. Oder eine Probiermenge drauf tun, probieren und dann ignorieren. Auch noch gut. Warum haben Eltern immer so panische Angst das ihre Kinder in der KiTa verhungern würden? Das wird niemals nicht passieren. Und selbst wenn das Mittagessen eben nicht gegessen wurde. Es gibt dann auch noch Snack. Und Obst findet sich auch irgendwo.

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So, das waren sie. Meine Top 10 von Dingen die Ich (und vermutlich auch viele andere) niemals zu Eltern in der Kita sagen würde. Liebe Mamas, Liebe Papas, Omas und Opas. Seid nicht böse. Aber manchmal muss man einfach mal den täglichen Wahnsinn verarbeiten. Und der trifft und wie gesagt täglich. Da muss man einfach auch mal den fiesen Humor auspacken. Wir arbeiten trotzdem gerne mit Euch, und ja, Eure Kids haben wir auch sehr gerne. Sonst wären wir keine Pädagogen geworden 😉

In diesem Sinne… ich geh jetzt mal den Regenwürmern beim husten zuhören!

 

Eure Tante Vanja

 

Meine perfekte KiTa: Wenn Tante Vanja wünschen dürfte, dann…

Ich habe mir in der letzten Zeit viele Gedanken über Kindergärten und Krabbelstuben gemacht. Es gibt so viele Konzepte, Modelle und Richtungen.  Und ich durfte schon viele schöne Einrichtungen besuchen, dort arbeiten, mit aufbauen und leben. Wenn jetzt eine gute Fee kommen würde und ich mir eine eigene Kindertagesstädte wünschen dürfte….dann würde sie vermutlich so sein:

All around the world

Alle sind willkommen

Ich würde gerne ein Haus haben indem jeder Mensch so wie er ist zu Hause ist. Ja, es müsste ein sehr großes Haus sein. Mit Aufzug und großen Bädern. Und einem wunderbaren schönen Garten. Damit jeder auch dahin gehen kann wo er möchte. Das ist mir wichtig. Jeder soll all das in meinem KiTa Haus machen können was er möchte. Deshalb spielen Behinderung, Alter, Sprache und Co. hier nur eine untergeordnete Rolle. Also liebe Fee… Zauber mir  erst mal dieses große, schöne Haus mit viel Platz, viel Licht und viel bunt!

Klein aber Oho!

Ich möchte kleine Gruppen. Nicht mehr als 12 Kinder pro Gruppe. Gemischt von 2 bis 6 Jahren. Und 4 Pädagogen pro Gruppe. Mehr als 5 Gruppen sollten es nicht sein.  Das wäre für mich der ideale Schnitt. Vom Konzept her wären wir teiloffen. Eine feste Gruppenzeit von 8:30 bis 10:00 Uhr. Danach offen für alle. Frühstück bitte in der Gruppe, Mittagessen dann im Kinderrestaurant. Snackzeit ebenfalls. Hach… das wäre so schön.

Music is everywhere

Musik, Tanz und Bewegung sind für mich das A und O für eine glückliche Kindheit. Wir Menschen werden von Geburt an von Musik angezogen.  Nicht umsonst rocken schon viele Babys im Mutterleib ordentlich ab und halten (gerne Nachts) ausgiebige Gymnastikstunden ab. Ich brauche also einen Raum für Instrumente, einen Raum für Bewegung, einen Raum für KiTa Konzerte und Theater und einen Snoezeleraum zum chillen. Hie sollen sich die Kinder mit und ohne Begleitung ganz den Tönen, Klängen ,Schwingungen und Bewegungen hingeben können. Und das Erlebte bei einer Runde Wasserbett oder Hängematte schaukeln und Hörspielen verarbeiten. Und ich möchte auch das die Pädagogen hier Raum finden sich zurückziehen zu können und auch um abzuschalten. Quality time für Große und Kleine.

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Wo Menschen sind wird gegessen!

Liebe Fee, wir brauchen eine große Küche. Die muss so sein das Erwachsene und Kinder gut darin werkeln können. Ich möchte so gerne dass das Essen jeden Tag frisch zubereitet wird. Und zwar so, dass jede Gruppe einmal in der Woche  für alle kocht. Dafür wird immer freitags beim Frühstück abgestimmt was gekocht wird. Dann wird gesammelt und das Menü für die nächste Woche wird gut sichtbar für alle aufgehängt. Montags geht dann eine Gruppe ( rotierend) für die Woche einkaufen.

Das Frühstück wird vom Frühdienst vorbereitet. Dann können die Kiddies alles mit in die Gruppe nehmen und gemeinsam essen. Die Pädagogen bitte auch. Niemand soll mit knurrendem Magen arbeiten! Habt Spaß, genießt und entdeckt auch Essen aus anderen Ländern. So viel Vielfalt gilt hier zu entdecken.

Bunt, matschig, nass= SPAß!

Ich brauche Kreativräume. Zwei davon müssen dringend Nassbereiche haben. Am besten Badwannen die in den Boden eingelassen werden. ein Bereich soll ganz dem Element Wasser gewidmet sein. Div. Schaumbäder, Wasserfarben, Schwämme, Badkugeln, Öle. Der andere Raum braucht Sand, Lehm und Wasser. Hier soll richtig gematscht werden. Hier soll mal so richtig dreckig werden. Matschburgen bauen, sich wälzen. Und hinterher einfach abduschen.

Im nächsten Raum gibt es Basteltische, Naturmaterialien, Papiere und viele Farben jeglicher Art. Fingerfarben, Bleistifte, Buntstifte, Federn, Kreide, Wachsmaler, Kleister, Tannenzapfen, alte Dosen…. alles was man sich vorstellen kann. Alles was Spaß macht ist erlaubt und soll benutzt werden.

Vergessen wir nicht die Werkstatt liebe Fee. Wir brauchen Hobelbänke, Sägen, Hammer, Nägel, Schrauben, Schraubenzieher. Und Ohrenschützer, denn es wird bestimmt laut werden. In Gruppenarbeit können hier auch tolle Gegenstände für die KiTa entstehen. So ein selbstgebautes Fingerpuppentheater wäre doch super, oder?

Ich mach mir meine Welt wie sie mir gefällt!

Last but not least natürlich der oder die Bauräume und Rollenspielräume. Hier gibt es alles was das Hausbauerherz begehrt. Lego, Duplo, Kissen, Pappkartons, Tücher, Stangen, Hölzer, Steine. Oder diese lustigen Pappkartons die wie Ziegelsteine aussehen. Die habe ich als kleines Mädchen geliebt. Da konnte man wirklich richtige Häuser draus bauen. Und wenn dann alles steht können Stofftiere, Puppen und Co. gleich mit einziehen. Kinderschminke und Kostüme runden das Rollenspiel dann erst richtig ab. Wer es lieber ruhiger mag setzt sich in die Spieleecke und spielt ein Spiel oder legt ein Puzzle.

Für die Leseratten unter Euch, keine Panik. Ich habe die Bücher nicht vergessen. In den Fluren und im Snoezeleraum gibt es Nischen zu verkriechen und schauen/lesen. Dort können sich die Kids alleine, zu zweit oder auch mit einem Pädagogen einfach mal abseilen und ein Buch genießen.

Lego

Utopia

Ich weiß, all das ist echt…. nicht machbar. Also nicht alles auf einmal…. es ist teuer. Länder, Städte, Kommunen und Kirchen würden niemals soviel Geld ausgeben um so einen Kindergarten zu bauen. Oder um so viel Personal einzustellen. Das ist nämlich nötig. Viele gute Pädagogen um bedürfnisorientiert zu arbeiten. Da muss ein Betreuungsschlüssel 1 zu 3 einfach sein. Man bräuchte erst mal eine lange Anlaufzeit um Teambildung voran zu treiben. Denn nur wenn das Team funktioniert, jeder jedem den Rücken stärkt oder auch mal frei hält, dann können die Kinder kommen. Regelmäßige Supervision frisst ebenfalls einiges an Geld, ist aber sehr wichtig um Prozesse im Team zu bearbeiten. Oder um sich auch mal einfach auszukotzen. Ich möchte das gut ausgebildete Menschen auch fair bezahlt werden. Und das sie eine gute Work Life Balance haben. Ich möchte, das Kinder nicht 10 Stunden am Tag betreut werden. Natürlich gibt es Eltern die eine so lange Zeit benötigen. Aber in meiner KiTa ist offiziell um 15:30 Schluss, im Notfall kann man bis 16:00 buchen. 16:00 Plätze werden an Familien vergeben die nachweisen können diese verlängerte Betreuung wirklich zu brauchen. Die KiTa würde um 7:30 ihre Türen öffnen.

Ja liebe Fee…. und dann muss das alles noch bezahlbar für die Eltern sein. Und zwar so, dass nicht ein großer Batzen Geld vom Gehalt gleich draufgeht.  Familien mit weniger Geld würden einen Vergünstigten Beitrag bezahlen. Vollzeitarbeitende Eltern sollen aber niemals so viel bezahlen, das sie das Gefühl haben die anderen zu finanzieren.

Liebe Fee…. irgendwann mal… vielleicht. Vielleicht kann so ähnlich mal eine KiTa sein in der ich vielleicht arbeiten werde. Bis dahin bleibt es ein Traum. Mein Traum.

Dream on!

 

 

 

Schnipp-Schnapp-Kartoffelsalat

Jetzt wird es Zeit das gelesene in die Praxis umzusetzen. Heute habe ich meinen Schnipp-Schnapp-Kartoffelsalat zum Mittagessen serviert. Er heißt deshalb Schnipp-Schnapp, weil ich diesen Salat schon in der KiTa mit Kindern zwischen 3 – 6 Jahren gemacht habe und diese ihn einfach umgetauft haben. Ich habe die Kinder die Frühlingszwiebel mit einer Schere schneiden lassen. Das kam sehr gut an. So wurde mein ,, bunter Kartoffelsalat“ zum ,, Schnipp-Schnapp-Kartoffelsalat“. Hier erst mal die Zutaten:)

  • 1 Kg festkochende Kartoffeln
  • 1/2 Salatgurke ( die andere Hälfte wird erfahrungsgemäß nebenbei genascht)
  • 5-6 mittelgroße Tomaten
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 1 TL Gemüsebrühe
  • 150 ml warmes Wasser
  • Salz,Pfeffer
  • Kürbiskernöl ( Olive ist aber auch total okay)
  • Essig( hier Balsamico)

Packt die Kartoffeln in einen Topf, füllt diesen mit Wasser auf, Salz rein und zum kochen bringen. Es ist wichtig das die Kids dabei sind, denn nur so können sie den ganzen Weg vom Topf bis zum Teller nachvollziehen. So lernen sie auch, dass es etwas dauert bis ein Gericht fertig ist. Weil das Kartoffel kochen in der Regel etwas dauert kann das restliche Gemüse schon einmal gewaschen und geschnibbelt werden. Die kleinen Kinder haben mit dem Sparschäler Teile der Gurke geschält, die Großen durften die Tomaten achteln. Achtung! Hier wird genascht. Passt also auf das genug Gemüse übrig bleibt!

Die Stücke sind deshalb so groß weil die Kinder a) noch nicht so fein schneiden können wie wir Großen und b) so jeder erkennen kann aus was der Salat besteht.

Sind die Kartoffel gar? Lasst sie etwas abkühlen. In der Zwischenzeit mit den Kiddies die Gemüsebrühe aufbrühen und probieren lassen. Lasst auf einen Dessertteller etwas von dem Kürbiskernöl tropfen. Viele kennen dieses Öl nicht und werden bestimmt erst mal daran riechen. Probieren ist natürlich auch erlaubt.

Jetzt muss wieder geschnibbelt werden. Geschickte Große und der Erwachsene pellen die Kartoffeln. Da diese jetzt weich sind können die Kleinen diese mit Kindermessern zerteilen. Nun alles in eine Schüssel. Jetzt kommen die Scheren. Frühlingszwiebel waschen und dann mit den Scheren in die Schüssel schnibbeln. Das sieht sehr lustig aus 🙂

Nun seid Ihr fast fertig. Gebt nun die Gemüsebrühe, etwas Öl und etwas Essig in die Schüssel. Gut Mischen. Mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. Und fertig! Am Besten schmeckt der Schnipp-Schnapp-Salat lauwarm mit Fischstäbchen oder Frikadellen.

Tante Vanja wünscht einen Guten Appetit!

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„IIhhh das esse ich nicht!“ Kinder und Erwachsene an neue Nahrungsmittel heranführen und gewöhnen

Hand auf´s Herz. Dieser Satz begegnet uns nicht nur im eigenen Haushalt oder in der KiTa. Viele erwachsene Menschen haben große Abneigungen gegen Lebensmittel. Meist unbegründet, denn sie haben die Lebensmittel nur noch nie probiert.

Woher kommt denn so eine große Abneigung bei Groß und Klein? Wie schon erwähnt sind unbekannte Nahrungsmittel für viele Menschen unheimlich.  Wer nicht gerade sehr neugierig und ,,furchtlos“ ist wird sich eher mit Vorsicht an Obst, Gemüse und Co. wagen.

Farbe, Geruch und Textur spielen eine erhebliche Rolle bei der Bewertung von Nahrungsmitteln. Seit beginn der Menschheit folgen wir unseren Instinkten und entscheiden anhand dieser Kriterien ob ein Nahrungsmittel genießbar ist oder nicht. Obst und Gemüse z.B. das nicht in unseren Breitengraden wächst und uns unbekannt ist werden wir automatisch als ,, fremd“ ansehen und erst einmal daran riechen, lecken etc. Geschmackstest: ist das essbar oder nicht?

Obst und Gemüse

Deshalb darf es Euch nicht wundern wenn kleine Kinder die Nase rümpfen und kategoriech Essen ablehnen das Ihr als schmackhaft empfindet. Kenn ich nicht? Mag ich nicht! Aber keine Angst, verzweifelt nicht! Es gibt ein paar ganz einfache Tricks und Kniffe neue Nahrungsmittel in den Speiseplan Eurer Familie und Co. zu integrieren.

Ich möchte hier aber auch noch einmal etwas zu denen sagen die versuchen Obst, Gemüse etc. in gekochtem bzw. zubereiteten Essen verstecken. Eure Familienmitglieder sind nicht blind und auch nicht dumm. Spielt mit offenen Karten und erklärt was auf dem Teller liegt. Es gibt nichts schlimmeres als Nahrungsmittel zu konsumieren die man nicht kennt und welche dann auch noch eklig schmecken. So verliert Ihr ganz schnell das Vertrauen der Mitesser.

Kind Teig

Ob Groß ob Klein, selbst schnibbeln und naschen ist fein!

Lasst Eure Lieben beim zubereiten mitmachen. Auch kleine Kinder können unter Eurer Anleitung weiches Gemüse und Obst schneiden. Oder Jogurt, Reis oder Kartoffelbrei umfüllen. Gebt ihnen die Möglichkeit mit den Nahrungsmitteln in ihrem Tempo in Kontakt zu kommen. Bietet Probestückchen in verschiedenen Zuständen an: roh, halb gar , ungewürzt , gewürzt, gekocht.  Das ist wichtig um zu zeigen das sich im laufe des Kochprozessen Geschmack, Farbe und Textur ändern wird. Plötzlich schmecken Karotten weil sie gekocht sind, nur roh fand der Porbierer das Gemüse bäh.

Baby Melone

Grob, stückig oder püriert

Bietet Lebensmittel in diverse Größen geschnitten an. Viele Menschen tolerieren Nahrungsmittel besser wenn sie sehr fein geschnitten oder püriert sind. Andere wollen gerne kauen und brauchen größere Stücke. Probierte es auch, fragt nach. Wer weiß, vllt kommen auch neue Gerichte dabei heraus?

Ich rieche was das mir nicht schmeckt?!

Curry, Knoblauch, Zwiebeln, Kohl….viele Nahrungsmittel riechen intensiv vor-während und nach der Zubereitung. Akzeptiert das nicht jedem Menschen alles gleich gut riechen kann. Zeigt genau welche Lebensmittel das so riechen, wie sie zubereitet werden. Lasst diese erst nach der Zubereitung probieren um die Toleranz zu erhöhen. Schritt für Schritt dann auch mal etwas Rohkost anbieten.

Ist das vom Tier?

Das Fischstäbchen nicht im Meer schwimmen ist uns Erwachsenen klar. Hoffe ich jedenfalls. Aber kleine Kinder wissen oftmals noch nicht, das man eine Kuh schlachten muss um dann Hackfleisch zu bekommen. Oder das man Fische fangen muss um später Fischstäbchen essen zu können. Anfangs wird ein Kind nicht fragen woher das Fleisch/ der Fisch kommt. Oder die Milch für den Kakao. Sobald aber das Interesse an der Produktion von tierischen Produkten entsteht, solltet Ihr kindgerecht versuchen zu Erklären das man Tiere braucht um z.B Käse, Jogurt oder das Frühstücksei zu bekommen. Geht Wertschätzend mit den Produkten um.

Der Mix macht´s

Werden einzelne Nahrungsmittel nicht toleriert oder angenommen versucht sie zu kombinieren. Am Besten mit Lebensmittel die gemocht werden.  Z.B kann man Obst wunderbar pürieren und mit Jogurt mischen. Tomaten sind bäh? Probiert es einmal mit Tomatensuppe und etwas Creme Fraiche. Herzhaft backen macht auch Spaß, und ein würziger Kuchen oder Blätterteigstückchen sehen nicht nur toll aus, schmecken mit Käse auch super gut.

 

All diese Tipps sind nicht neue. Aber im Eifer des Gefechts fallen einem oftmals die simpelsten Dinge nicht ein. Und man braucht natürlich auch Zeit. Samstags und sonntags kann man sich mit der Familie ruhig hinsetzten und zusammen schnibbeln, der Stress unter der Woche dürfte dort bereits abgelegt sein. Macht ein Ritual daraus. Und kocht auch das was andere Familienmitglieder nicht mögen. Denn sonst verkleinert Ihr Euren eigenen Speiseplan deutlich. Zeigt deutlich das es in Ordnung ist wenn man etwas nicht essen mag, es aber trotzdem auf den Tisch gehört. Niemand ist verhungert weil er/sie nur Kartoffeln mit Soße gegessen hat. Und nein, niemand stirbt an Skorbut wenn einmal nicht Obst und Gemüse gegessen wird. Essen ist und bleibt nun einmal Geschmackssache. Und Geschmäcker ändern sich im laufe des Lebens. Also macht Euch keine all zu großen Gedanken. Genießt Euer Essen!

Tante Vanja wünscht Guten Apetit!

 

 

 

 

,,Das hat mir auch nicht geschadet!“ Nur ein Klaps oder schon Verletzung der Seele?

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Wie oft fällt dieser Satz wohl täglich in deutschen Haushalten?

 

Mein Vater erzählt mir einmal, dass wenn Kinder in seiner Klasse nicht artig waren, die Lehrerin ihnen einen sehr schweren Schlüsselbund gegen den Kopf geworfen hat. Es war damals auch normal das Pädagogen Kinder körperlich züchtigen durften. Man sah Züchtigung nicht als etwas schlimmes. Es sollte dazu dienen Kinder ,, Respekt beizubringen“ und  ,, ordentlich“ zu erziehen um fleißige und vor allem folgsame Mitbürger zu werden.

Heute schreiben wir das Jahr 2018. Und immer noch gibt es den berühmten Klapps auf den Po. Bevor ich angefangen habe mit Kindern zu arbeiten ( ich habe ca. mit 18 gestartet) vertrat ich auch die Meinung ,, Ein Klaps ist nicht schlimm!“. Auch hier konnte ich klischeehaft sagen das ich auch mal nen Klaps bekommen habe und mit mir alles gut ist. Das ist es auch. Denn meine Eltern habe mir mich vllt 2 mal in meinem Leben einen Klaps auf den Po gegeben. Klar fand ich das scheiße. Oh und ich war sauer. Aber ich war alt genug um darüber nachzudenken warum das passiert ist. Es hat meine Beziehung zu meinen Eltern weder erschüttert noch beeinträchtigt. Wie gesagt, ich war alt genug um es geistig zu verarbeiten.

Je jünger die Kinder sind, desto schwerer wird es für sie zu verstehen sein das eine Person,  einen Menschen den sie lieb hat, vertraut und auch auf diesen angewiesen ist, plötzlich die Hand hebt und zuhaut. Sie werden es nicht verstehen. Und sie sollten niemals in die Situation kommen.erziehung-gewalt-schmerz100~_v-img__16__9__l_-1dc0e8f74459dd04c91a0d45af4972b9069f1135

Viele Erwachsene können sich einfach nicht (mehr) vorstellen wie es ist geschlagen zu werden. Das ist Fakt. Man kann sagen:  je weniger sie in ihrer Kindheit damit konfrontiert wurden desto weniger haben sie Bezug zu dem Thema.  Wenn jemand regelmäßig geschlagen wurde, der weiß  wie es sich anfühlt, das heißt aber nicht das er/sie sich automatisch in andere hineinversetzen kann. Ein Teil reagiert mit ,, Ich werde das niemals so wie meine Eltern machen!“, ein anderer Teil wird die ,, Erziehungsmethoden“ der Eltern annehmen weil es nicht anders gelernt wurde.

Bevor ich hier jetzt versuche aufzuzeigen was in einem Kind vorgeht wenn es geschlagen wird möchte ich klarstellen: ,, Klaps“ ,, am Ohr ziehen“ oder sehr feste zupacken ist per Definition Körperliche Erziehungsgewalt. Die Grenzen zwischen Gewalt und Missbrauch sind fließend. Ich höre jetzt schon einige sagen ,, Das ist aber übertrieben. Das liest sich ja so als ob ich/wir die Kinder damit verkrüppeln/schwer verletzen etc.“ Das tut ihr! Mehr seelisch als körperlich.

Stellt Euch nun  folgendes vor: Ihr seid zwischen 4 und 8 Jahre alt.

Eine Person, die Ihr wirklich liebt, so sehr liebt, Euch bei ihr geborgen und zurückgeliebt fühlt  fängt an Euch weh zu tun.

Beim ersten Mal ist es ein Schock. Warum passiert das?

Aber nach einiger Zeit hast du es vergessen.

Und dann passiert es wieder. Euch wird weh getan.

Manchmal aus banalen Gründen wie ,, nicht sofort hören“. Manchmal weil Ihr etwas kaputt gemacht habt. Und manchmal findet Ihr keinen Grund. Ihr werdet es nicht mehr vergessen.

Ihr werdet vorsichtig. Versucht die ,, Auslöser“ zu vermeiden. Und trotzdem wird Euch weh getan. Ihr seid innerlich zerrissen, denn diese geliebte Person tut Euch so weh. Ihr versteht es nicht. Ihr seid noch so jung.

 

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Schläge tuen körperlich und seelisch weh!

 

Das klingt schlimm oder? Jeder Schlag  hinterlässt Spuren. Körperlich sichtbare Spuren und seelische, die man nicht sofort sieht.

Menschen die regelmäßig geschlagen werden können  ziemlich ambivalent reagieren. Ein anheben des Arms kann sie schon zusammenzucken lassen, Angst- oder Panikattacken auslösen. Manche haben sogar Angst um ihr blankes Leben. Andere werden aggressiv, der Selbstschutz wird hochgefahren. Was alle gemeinsam haben: es fällt Ihnen unheimlich schwer Vertrauen aufzubauen. Sie brauchen sehr viel Zeit um jemanden wirklich an sich heran zu lassen.

 

Darum ist der berühmte Klaps keine Methode Kinder zu erziehen. Weil die seelischen Schmerzen so viel größer sind als die körperlichen.  Weil man einem Menschen etwas sehr wertvolles nimmt: das Vertrauen in andere Menschen. Auch wenn Ihr geschlagen worden seid, Ihr könnt es besser machen. Ihr könnt Euren Kinder das geben was jeder Mensch haben sollte: ein Leben ohne Angst, Gewalt und Schmerzen. Holt Euch Hilfe. Habt keine Angst davor. Macht den Schritt den viele nicht schaffen. So kann nämlich das Kind Euch vielleicht auch endlich heilen.

 

Eure Tante Vanja

 

 

 

 

 

 

 

 

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