Auch Erwachsene brauchen ihren Schnuffel!

Ich spreche heute zu allen Menschen die noch ein Kuscheltier haben. Ja, genau DU/IHR! Ich möchte DIR/EUCH etwas ganz wichtiges sagen! Es ist überhaupt nicht schlimm noch ein Kuscheltier zu haben. Nein, ich persönlich finde es sogar als ein Zeichen dafür, das der natürliche Instinkt des Menschen, nämlich Schutz und Geborgenheit zu suchen, noch funktioniert. Kuscheltiere sind Balsam für die Seele. Auch für die erwachsene Seele.

Schauen wir uns Kinder an. Fast jedes Kind hat ein Kuscheltier oder Tuchtier. Diese Seelenstreichler werden unter den Arm geklemmt, mitgezogen, überall gehen sie mit auf reisen. Warum ist ein Stück Stoff so unglaublich wichtig für Kinder? Nun, aus den gleichen Gründen warum sie so wichtig für uns Erwachsene sind!

Meist das erste Geschenk der Eltern

Schon vor der Geburt suchen Eltern/Großeltern und Verwandte ein Kuscheltier für das Baby aus. Sie möchten gerne etwas schenken. Wir wissen alle dass Babys noch nicht sehr viel können, aber schmusen können sie. Ein Kuscheltier passt prima ins Bettchen, ist weich und riecht im Idealfall nach Mama, Papa und Zuhause. Der Geruchs- und Tastsinn eines Babys sind schon super entwickelt wenn sie auf die Welt kommen. Sie können also schon früh ihr Kuscheltier erkennen. Und unterscheiden.

Sicherheit durch Schnuffeltier

Wenn Kinder größer werden müssen sie lernen langsam selbstständig zu werden. Dies ist ein Prozess welcher absolut notwendig ist um sich weiter zu entwickeln. Aber er macht auch Angst. Ein großer Angstfaktor ist ganz klar wenn Bezugspersonen nicht sofort verfügbar sind. Eltern können nicht immer sofort verfügbar sein. Das Kuscheltier bietet hier eine Vertrautheit für das Kind. Es hilft Zustände wie Angst oder Unruhe besser auszuhalten. Je länger ein Kind das gleiche Kuscheltier hat, desto besser kann es dies als ,, sicheren Hafen” nutzen bis die Familie wieder da ist.  Ungewohnte Situationen wie Krippen- oder KiTabesuche können so entspannter ablaufen.

Vertrauter und Geheimnisshüter

Ein Kuscheltier kann nicht sprechen. Es ist und bleibt stumm. Gerade deshalb eignet es sich so wunderbar um alle möglichen Gefühle mit ihm zu besprechen. Man kann alles sagen, das Kuscheltier verurteilt nicht. Es ist einfach da, spendet Trost und bietet Sicherheit.

 

Was also Kindern gut tut kann für uns Großen nicht schlecht sein. Ich weiß, viele sagen jetzt: aber nur Kinder brauchen sowas. Wir Erwachsenen müssen mit unangenehmen Situationen irgendwie anders klar kommen. Müssen wir das? Wer sagt das denn? Es ist überhaupt nicht schlimm einen kleinen Kuschelfreund zu haben. Er/Sie ist ein Teil unseres Lebens, unserer Kindheit. Mit Kuscheltieren verbinden wir meist Geborgenheit, Liebe und Sicherheit. Warum sollen Erwachsene sich diese Gefühle nicht durch Kuscheltiere wieder in Erinnerung rufen dürfen?

Man muss ja nicht 100 Teddys im Bett liegen haben. Es reicht auch wenn das Lieblingskuscheltier einen Ehrenplatz hat wo man es sehen kann. Und auch mal knuddeln kann.

Die Tante outet sich ganz klar als Kuscheltierkuschlerin. Ich habe mein erstes Kuscheltier immer noch. Er heißt Boubou, ist 26 Jahre alt und ein Steiff Esel. Boubou ist mit mir durch dick und dünn gegangen, begleitet mich heute noch überall hin, und ist mir eine große Hilfe wenn ich  z.B. vor einer Panikattacke stehe oder eine depressive Phase durchmache. Boubou schläft bei mir im Bett. Und mein Partner kann das wunderbar akzeptieren. Er bringt ihn mir sogar wenn er merkt das es mir schlecht geht.

Also, habt keine Angst Euch etwas Gutes zu tun indem der Lieblingsbär-Katze-Hund oder Esel geknuddelt wird. Was in der Kindheit geholfen hat, wird es jetzt auch tun. Es ist nicht kindisch oder infantil ein Kuscheltier zu haben. Es ist eine besondere Art von Hilfsmittel bestehend aus Liebe, Erinnerungen, Geborgenheit und Sicherheit.

Tante Vanja sagt: Pro Kuscheltier!

Rotz,Schnodder,Maurerbonbon,Nasengold, Popel! Warum popeln Kinder ( und Erwachsene!!!) eigentlich?

Heute möchte ich mal ein Thema ansprechen, welches wir meist erst im Erwachsenenalter eklig finden: popeln! Ich amüsiere mich immer köstlich wenn ich Eltern, Erzieher/innen oder andere schreien höre: ,, Ihhhh, das ist eklig. Hör auf in der Nase zu bohren!” Die Reaktion des Bohrenden? Je nach Alter wird weiter gebohrt ( und der Schatz wird verspeist), verschämt den Finger aus der Nase gezogen oder einfach die Umwelt ignoriert…weiterbohren! Am schönsten ist es wenn dann ein: ,, Warum?” kommt. Die Antworten darauf sind so… nicht befriedigend und abstrakt, dass sie sowieso nur wenig Wirkung zeigen. Neugierig? Hier sind mal ein paar Gründe warum der Mensch NICHT popeln sollte ( Achtung! Ironiebutton ist auf max. gedreht!).

 

Das macht man aber nicht!

Sehr  tolle Aussage, oder? Aber warum macht man das nicht. Und wer ist ,,man”? Wie überall auf der Welt gibt es Menschen denen es piep egal ist ob man Nase bohrt oder nicht. Der andere Teil scheint sich aber so daran zu stören, dass er dies Kund tun muss. Schließlich geht es hier um das eigene ästhetische Empfinden. Wer von klein auf vorgelebt bekommt das popeln ,, voll eklig” und ,,bäh” ist, wird im Erwachsenenalter wahrscheinlich Anti-Nasengold sein.  Also, denkt dran. Weil ,,man” es nicht macht sollte ,,man” es lassen?!

 

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Da kann man verbluten!

Jein. Es stimmt, die Nase ist gut durchblutet.  Aber nur wenn man wirklich mit spitzen Nägeln oder extremer Gewalt in der Nase bohrt, beginnt sie zu bluten. Es ist ganz selten möglich, dass diese Blutungen schwer zu stillen ist. Dies passiert aber nur wenn die Nasenschleimhaut durch Krankheiten,Medikamente oder Unfälle sowieso schon schwer geschädigt ist.

 

Popeln macht krank!

Ganz im Gegenteil. Das Nasengold ist zwar voller Zeug das von den Nasenhaaren gefangen wurde… aber genau dieses Zeug regt das Immunsystem an.   Das Massachusetts Institute of Technology( MIT) hat herausgefunden, dass die Bakterien im Nasenschleim  unsere Abwehr trainieren. Somit kann unser Immunsystem schneller zwischen guten und schlechten Bakterien unterscheiden und dementsprechend reagieren.

 

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Erstaunt? Hoffentlich 😉 aber warum popelt der Mensch nun ? Nun, es gibt verschiedene Gründe. Und die sind nur allzu menschlich. Schaut doch mal selbst, ob Ihr in diesen Situationen nicht auch mal den Finger in die Nase ( natürlich unbeobachtet, was denn sonst!) wandern lasst.

  1. Langeweile
  2. das Gefühl die Nase befreien zu müssen
  3. bei Nervosität
  4. weil die Nase juckt (Allergie)
  5. um nachzudenken
  6. Neugier
  7. Angewohnheit
  8. um sich zu konzentrieren
  9. unbewusst
  10. um sich wohl zu fühlen

 

Beobachtet mal Kinder: die popeln sogar sehr viel. Am Anfang aus Neugier: was passiert wenn ich meinen Finger in die Nase stecke? Aha! Da kommt was raus. Was ist das? Schwupps wird es in den Mund gesteckt. Ebenfalls popeln Kinder gerne mal wenn sie ins Spiel vertieft sind. Oder sich stark konzentrieren. Bei Erkältungen wollen die Kleinen genau so wie wir den Nasenschleim loswerden. Da hilft doch ein Finger optimal. Und warum am Pulli abwischen? Im Mund ist es gleich verschwunden.

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So, wer sich jetzt noch nicht zu Tode geekelt hat, wird wohl doch relativ entspannt mit dem Thema Schnodder umgehen können.  Menschen die in der Nase bohren tun das meist nicht um jemanden zu ärgern, es ist ihre Umwelt die sich durch das Tun des Bohrers gestört fühlt. Deshalb wird Nase bohren immer noch ,,geächtet”. Es ist im Prinzip nichts weiter wie  rauchen, mit dem Handy laut telefonieren, zu schmatzen oder mit den Füßen wippen: Angewohnheit!  Klar, manchmal ist es sehr unsexy wenn jemand den Finger in die Nase steckt. Aber denkt doch das nächste Mal selbst darüber nach welche Angewohnheiten Ihr habt welche andere stören könnten. 😉

 

Tante Vanja sagt: Leben und Leben lassen… jeder hat seine Macken. Yay zum Nasengold !

 

Gute Nacht Jim-Bob! tante Vanja´s Garten <3

Tante Vanja ist ja ein Semi Stadt Kind und hatte keinen Garten. Als meine Mutter noch Kind war hatten sie einen Aprikosenbaum im Hof und natürlich auch Gemüse. Es war ganz normal. Jeder hatte irgendwie ein kleines Fleckchen Grün was bewirtschaftet wurde.

Als ich auf die Welt gekommen bin gab es dieses Fleckchen Grün leider schon lange nicht mehr. Der Hof wurde mit Steinplatten ausgelegt damit die Autos geparkt werden konnten. Zwar hatte und hat meine Mama viele Pflanzenkübel mit Blumen, aber das ist irgendwie nicht das selbe.

Letztes Jahr hat sich mein Traum dann erfüllt: Garten. Die Tante ist zu ihrem Freund gezogen. Dort gibte s sehr viel Grün, und viiieeel Platz zum wirtschaften. Die Anfange waren ja sehr bescheiden, da ich meinen Unfall hatte und nicht so viel machen konnte wie ich wollte:

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Da seht ihr Karotten, Kopfsalat, Erdbeeren und Radieschen. Es hat mi8r großen Spaß gemacht den Pflanzen beim wachsen zuzuschauen. Auch das gießen, Unkraut zupfen und stutzen ist unheimlich beruhigend.

Dieses Jahr habe ich mal richtig reingehauen und meinem Schwiegervater in Spé nicht viel Platz gelassen( er setzt eh immer das gleiche, Radieschen und Kohlrabi).

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Hier seht ihr meine kleine Ecke. Ein Johannisbeerbäumchen( Jim) steht dort. Darunter habe ich Lavendel gesetzt: hilft prima gegen Blattläuse. Rechts und links von Jim stehen 2 Brombeerranken( ohne Dornen). Die heißen John und John-Boy.  Vor John-Boy steht Jim Bob, das ist ein Blaubeerbusch 😉 Schon verwirrt? Ich hab noch nen großen Blaubeerbusch, der heißt Bob =D.

Hinter den Beeren versteckt sich noch Knollensellerie und eine Kürbispflanze!

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Hallo kleiner Hokkaido Kürbis =D

Dieses Jahr kann ich meine Kürbissuppe mit selbst gezogenem Kürbis kochen. Uhhhh das wird lecker!

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Tomaten,Kohlrabie und Schnittlauch

Natürlich hab ich einen kleinen Platz frei gelassen damit auch Radieschen und Kohlrabie gepflanzt werden können. Die mussten eben geschickt um meine Gurken, Lauch, Karotten, Salat, Blumenkohl und Rotkohl gesetzt werden. Das habe ich übernommen, aus Angst, dass die Karotten und der Lauch einfach ausgegraben werden( die brauchen hier oben ewig!). Zum Schluss noch meine Babys…..

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Erdbeeren, Blumenkohl oben rechts, und unten mittig eine  Gurkenpflanze ❤

Erdbeeren *_*. Die begleiten mich seit letztem Jahr. Sind im Winter nicht verfroren. haben sogar noch Setzlinge verteilt. Dieses Jahr hab ich echt schon viele Pflänzchen bekommen. Irgendwann kann ich da ein richtiges kleines Feld drauß machen. Die ersten Erdbeeren hab ich auch schon gefuttert. Unbeschreiblich gut!

So, das war mein Garten. Ich bin schon so gespannt wenn  Erntezeit ist.

Habt Ihr auch einen Garten? Würdet Ihr gerne einen haben? Und wenn ja: was würdet Ihr pflanzen? Bin mal gespannt!

Eure Tante Vanja