1 Jahr nach dem Unfall: Reflektion

Seit gestern ist mein Autounfall 1 Jahr her. Ich kann es kaum glauben, das ging wirklich sehr schnell. 1 Jahr. 365 Tage. In diesen Tagen hat sich vieles verändert. Einiges zum Guten aber leider auch vieles zum Schlechten. Aber ich will jetzt nicht auf hohem Niveau jammern. I count my blessings! Schauen wir gemeinsam wie sich das mit ,, dem Fuß” übers Jahr entwickelt hat!

Angststörrung? Brauch ich kaum noch 😉

Vor dem Unfall litt ich  Jahre lang und Angst- und Panikattacken, welche sich nur mit Medikamenten bezwingen lassen konnten. Diazepam war mein bester Freund. Diese Attacken äußerten sich immer gleich(leider): Ungutes Gefühl, Unruhe, kalter Schweiß, Magenschmerzen,Durchfall,Panik, und wenn es richtig schlimm wurde Todesangst.

Seit dem Unfall? Nichts mehr! Als ob jemand einen Resetknopf in meinem Hirn gedrückt hätte. Nachdem mir klar wurde dass der Unfall auch auf der Autobahn mit 130km/h hätte passieren können…. ist mein Hirn gechillt. Klingt fast pervers aber…. die Nähe am Tod hat mich entspannt.

Na ja.. ich fahre keine Schaltwagen mehr. Irgendwie fühl ich mich paranoid in den Dingern. Ebenfalls setze ich mich nicht mehr in Autos der Marke SEAT….

Depression,Moodswings: Weniger aber länger

Meine Laune hat sich stabilisiert. Natürlich helfen mir Medikamente, aber im großen und ganzen bin ich ruhig. Das liegt auch daran dass ich zu meinem Freund gezogen bin. Meine Stimmung ist für meien Verhältnisse sehr stabil geworden. Wenn ich ein Tief bekomme dauert es allerdings länger. Die Abstände sind länger geworden. Trotzdem bin ich mit der Entwicklung noch nicht zufrieden. Ich kann besser mit meiner ,, Klatsche” leben, es dauert nur länger bis sie mich wieder los lässt.

Schmerzen

Direkt nach dem Unfall habe ich vllt am ersten Tag Schmerzmittel genommen. Danach nicht mehr. Das war vllt ein Fehler, ich weiß es nicht. Aber ich hatte ja ziemlich schnell raus wie ich mich bewegen durfte und wie nicht. Mal davon abgesehen dass ich nur liegen sollte -.-( was der gröte Fehler war, danke liebe Ärzte!). gegen die Schwellung und Entzündung habe ich dann lieber Salben verwendet. Damit ich auch keine Blutpfrofen bekomme durfte ich mich geschlagene 30 Tage lang spritzen(Clexane).IMAG0820

Die mit automatischer Sicherung waren viel besser ;p! Vorteil, meine Angst gegenüber Spritzen hat sich reduziert. Ich konnte mich sogar 4 Monate später Impfen lassen. Das war ja schon über 16 Jahre her!

Die Schmerzen kamen langsam, schleichend. Erst nur ein Gefühl als ob man einen Muskelkater hätte. Dann ein Pochen. Dann brennen. Dann stechen. Das Gefühl als ob Blasen zwischen den Knochen stecken würde. Nachts wurde ich wach weil die Schmerzen bis in de Wade gewandert war. Achillessehnenentzündungen durch die falsche Schiene(Fehlhaltung!). Magenschleimhautentzündung weil alles kaputt war durch die darauf folgenden Tabletten…..

Heute ,,lebe” ich mit den Schmerzen. Ich kann es nicht akzeptieren, aber ich flippe auch nicht mehr aus. Ich habe eine gute Schiene welche meinen Fuß in Position hält.Ich kann länger laufen ohne Beschweren zu haben. Am Stück ca. 30 Minuten, danach fängt es an zu drücken und zu ziepen.  Zähne zusammen beißen! Ich tanze nur noch selten. Ich gehe nicht mehr so oft Weg. Mein Partner nimmt viel Rücksicht auf mich und sagt mir auch manchmal das meine Ideen( ab in die Disseee…..yay) keine guten sind. Nämlich dann wenn es mir eh schon nicht gut geht.

Ich habe Physiotherapie,Elektrotherapie,Kälte,Schmerzmittel,Heilpraktiverbehandlung(Danke NIKI!!!!!) uznd n Besuch bei der Schmerzklinik hinter mir. Die Einizige die meine Schmerzen Ernst nimmt ist Niki. Von der traditionellen Medizin werde ich belächelt.

 

So, genug davon. Wie ihr seht ist das..okay? Denke ich jedenfalls. Ich hab immernoch keinen Weg gefunden um es besser zu machen. Andere Menschen , welche auch ein Schmerzsyndrom haben sagten mir dass sie selbst 3-5 Jahre gebraucht haben um die richtige Behandlung zu finden. Na dann hab ich ja noch Zeit O_O

 

 

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1 Comment (+add yours?)

  1. Herzgebiet
    Apr 22, 2017 @ 18:29:45

    Liebe Vanja, danke für deine Offenheit.

    Schön, dass du sowas mit der ganzen Welt teilst. Es freut mich echt für dich, deine Fortschritte zu lesen, in Bezug auf: “Seit dem Unfall? Nichts mehr! Als ob jemand einen Resetknopf in meinem Hirn gedrückt hätte. […] Klingt fast pervers aber…. die Nähe am Tod hat mich entspannt.”

    Ich erinnere mich diesbezüglich an eine Kurkollegin, die meinte, sie hätte früher Schlafstörungen gehabt, aber seit sie – durch eine OP- in Narkose und somit in künstlichen Tiefschlaf versetzt worden war, sei es, als sei ihr Körper re-setet worden und seither kann sie endlich wieder normal schlafen.

    Mich freut es echt total, dass dir dein Freund so gut tut und auch der damalige Umzug zu ihm. 🙂 Ich wünsche dir, dass er dir weiterhin so dein Leben bereichert. 🙂

    ———————-

    “Die Einzige die meine Schmerzen Ernst nimmt ist Niki. Von der traditionellen Medizin werde ich belächelt.” Gut dass du jemanden hast, der dich diesbezüglich ernst nimmt und behandelt. Immerhin. Du weißt ja, ich bin auch für Alternativmedizin und vielleicht willst du ja noch weiter auf dieses Terrain einlassen. Dann empfehle ich dir – wenn ich es nicht eh schon getan habe (*vergesslich*) gerne ein Buch dazu.

    Liebste Grüße aus Österreich. Fühl dich gedrückt. *bussi*

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