Reportage,, Unser täglich Tier” rüttelt auf!

Ich habe eben gerade einen Link zugeschickt bekommen. Eine Reportage über die Fleischproduktion in Deutschland. Speziell geht es hier um Huhn/Hähnchen.  Es lohnt sich definitiv sie anzuschauen. Die Reportage ist ab 6 Jahren freigegeben, ich würde aber erst ab 10 Jahren empfehlen. Einige Bilder sind wirklich sehr unschön.

Wir alle Wissen wo unser Fleisch aus dem Supermarkt her kommt. Aus Mega Zuchtbetrieben. Es gibt nur noch wenige Kriterien nach denen Hähnchen gezüchtet werden. Viel Fleisch auf schneller zeit und bei den Hennen viele Eier. 300 Eier in einem Jahr. Ein Hähnchen ist in ca. 1 Monat schlachtreif. Damit das alles klappt werden die Tiere mit Antibiotika gefüttert, denn sie sind durch die überzüchtung und Optimierung sehr anfällig.

Auch Selektion wird immernoch betrieben. Männliche Küken werden entweder vergast oder geschreddert. Zwar haben 1-2 Bundesländer das Töten von männlichen Küken verboten aber ich bin mir sicher das ganz Deutschland fröhlich weiterschreddert. Denn nur durch solche Methoden können wir eben günstig Eier und Fleisch bekommen.

Ich esse sehr gerne Fleisch und Eier. Und ja, ich muss es zugeben, ich kaufe noch oft das günstige Fleisch aus dem Discounter..weil es eben günstig ist. Aber damit ist jetzt Schluss. Ich will lieber viel weniger Huhn essen und dafür nicht nur ein Zeichen gegen dieses Fleischsystem setzen. Nein ich will die Bauern unterstützen. Reguläre Landwirte in der Hühnerzucht erhalten ein püaar jämmerliche Cent für ein Superhuhn. Das ist alles zusammen einfach nur Bah!

Schaut Euch die Reportage an und bildet eine eigene Meinung!

Unser täglich Tier

Psychische Störungen und voll im Leben Teil II

Vicky´s 2 Teil

Wie schon versprochen geht es weiter. huuu das ging aber schnell liebe Vicky!

Dein Gedicht beschreibt sehr gut dass was wir beide und viele andere Menschen Tag täglich durchleben. Natürlich gibt es immer gute Tage an denen man nicht an seine Wächter denkt. Und an denen die Wächter weniger Macht haben.

Aber sind wir ehrlich: es ist unheimlich schwer diese Zeitpuntke abzupassen um zu versuchen sie zu bezwingen. Ohne Hilfe fast unmöglich.

Wir wollen nicht alleine sein, aber wir können oftmals nicht anders.

Wir wollen gerne mit anderen zusammen sein, aber ertragen so viele positive Gefühle auf einmal nicht.

Wir wollen darüber reden, haben aber keine Worte… oder haben Angst das unsere Worte nicht verstanden werden.

Wir sind müde…..oft…weil das was ,,gesunde” Menschen an Regenerationszeit brauchen einfach nicht reicht. Weil unsere Köpfe mit so vielen Gedanken nicht so schnell zurecht kommen…

Wir wollen gerne leben… aber manchmal ist es eben einfach sehr schwer.

Kopf hoch! Es geht weiter. Bin auf jedenfall schon mal gespannt auf das Video Nummer 3!

Psychiche Störungen und trotzdem voll im Leben!

Hallo Ihr Lieben. Tante Vanja meldet sich um mal auf einen besonderen Menschen aufmerksam zu machen. Die Vicky. Vicky und die Tante kennen sich seit einem FSJ ca. 11 Jahren. Da war schon klar: passt wie Arsch uf Eimer. Ich glaube wir waren die Freaks in der Gruppe 😉  Das hat uns auch durchs Jahr getragen( besonders die Abschlussfahrt nach Plön war einfach göttlich, ich sag nur LÖFFELCHEN!).

Aber da ist noch mehr was uns verbindet. Ich würde liebevoll sagen das wir beide psychisch nicht die gesündesten sind.  Und damit umgehen können. Genau wie ich hier in meinem Blog öfters mal über meine ,, Tics” schreibe hat Vicky beschlossen eine kleine Videoreihe auf Youtube zu starten.

Ich möchte sie hier unterstützen und werde jedes Mal wenn ein neues Video erscheint einen neune Blogeintrag gestalten. Passend zum Thema des Videos. Es ist wichtig das verstanden wird das Menschen mit eine psychischen Störung genau so Leben,Arbeiten und Lieben wie Menschen ohne. Wir brauchen weder Extra Würste noch Bevormundung. Also los: schaut Mal rein!

Vicky´s Youtube Video

Wer gerne mehr über psychische Störungen erfahren möchte kann gerne ein Kommentar dalassen. Ich werde dann zu der erfragten Störung gerne einen Blogeintrag erstellen =)

 

 

Bildung adé?!

Die Qualität der Bildung in Deutschland sink. Schleichend aber unaufhaltsam. Woran das liegt? Wenn ich raten müsste würde ich sagen: an den Menschen die bestimmen wer erfolgreich im Leben sein soll und wer nicht. Oder auch: wem man es extrem schwer macht seine Ziele zu erreichen oder eben auch nicht.  Und wem wird dann die Schuld in die Schuhe geschoben wenn Kinder,Jugendliche und auch erwachsene Menschen im System scheitern? Richtig! Den Erzieher/innen, den Lehrer/innen, den Dozent/innen. Das nötige Wissen wäre einfach nicht ausreichend vermittelt worden.

FALSCH! Liebe Obrigkeit welche denk zu wissen was wir Menschen brauchen um Erfolgreich und zufrieden zu sein, lest jetzt einmal genau was in Wirklichkeit abgeht. Und schämt Euch ordentlich denn Ihr wusstet was passiert wenn zu viele Köche im BIldungsbrei herumfuhrwerken.

Starten wir bei den Kleinsten, okay? WTF. Wie kommt Ihr eigentlich darauf das schon unsere Krabbelkinder lernen müssen? MÜSSEN?! Kinder lernen jeden Tag ohne das man ihnen immer wieder künstlich Impulse setzen muss. Aber irgendwelche klugen Köpfe kamen ja auf die Idee Meilensteine der Entwicklung in die Welt zu lassen. Jetzt stehen nicht nur sehr viele Eltern sondern auch Pädagogen unter hohem Druck. Denn sobald nichts nach ,,Plan” läuft muss das ja sofort in einer Entwicklungsverzögerung mit anschließender Therapierung ausarten. Es ist also unseren Kleinsten nicht einmal mehr erlaubt selbst zu bestimmen wann sie laufen möchten? Oder reden? Jedes Kind entwickelt sich unterschiedlich schnell. Und wenn es wirklich komplett aus dem Bild fällt kann man immer noch intervenieren. Kinder sind so flexibel, besonders wenn sie jung sind!

Rüber in den Kindergarten. Hier geht es auch fleissig weiter. Kinder MÜSSEN lernen wie man richtig einen Stift hält oder eine Schere. Weil es sonst in der Schule Probleme gibt.  Aufgaben welche nicht in den Kindergarten gehören wurde diesen zugeschoben. Man setzt kaum noch auf die natürliche Neugierde der Kinder etwas lernen zu wollen. Wichtig ist nur das die Standards wie Sozialverhalten und Feinmotorik bis zum Eintritt der Schule stimmen. Und dieses Konzept stammt nicht von den Menschen die dort im Kindergarten arbeiten. Nein, sie müssen das tun weil es ein Bildungsplan so will. Versteht mich nicht falsch, es ist super wenn Kinder mit Freude beim lernen sind wenn man ihnen etwas anbietet. Aber man sollte es lassen wenn Kinder gar kein Interesse daran zeigen! Kinder welche nicht in die Norm passen haben meist noch das zweifelhafte Glück entweder in ein Vorklasse zu kommen oder noch einmal ein Jahr zurückgesetzt zu werden.  Also müssen sie dass, was sie vorher schon nicht mochten oder nicht wollten ein ganzes weiteres Jahr durchmachen. Da kommt doch Freude auf!

Schule. Unser aller Lieblingsthema. Ich denk mal ein meine Grundschulzeit zurück. In der ersten Klasse hatte ich genau 1 Lesebuch, 1 Fibel und 1 Mathebuch. Das wars. der Rest wurde einfach in 1 Schreibheft geschrieben. Der Lehrer hat viel an der Tafel gearbeitet und freie Übungen gemacht. Unsere Schulranzen waren nicht schwer und unser Köpfe auch nicht. Es hat Spaß gemacht zu lernen weil der Lehrer ebenfalls frei war seine Methoden zu wählen. Heute haben wir das Jahr 2017. Und mir tun die kleinen ABC-Schützen so Leid. 9 Kilo schwerer Ranzen? Weil für jedes Fach Bücher gebraucht werden??? Wirklich? Warum?!  Weil Lernen verkopft wird. Je mehr Lektüre desto besser. Und die Lehrer? Haben zwar gelernt wie man auch anders Unterrichten kann aber wie soll man dem gerecht werden wenn einem Klassen mit bis zu 27 Kindern ( wohl gemerkt 1 – 4 Klasse) an den Hals gehängt werden? Dann müssen Richtlinien und Schuljahresziele erreicht und eingehalten werden. Nur wer wirklich sehr gut ist und seine freie Zeit opfert um Alternativen zu suchen und in den Lehrplan einzubauen kann den Kindern vermutlich auch etwas Spaß an der Schule geben. Wie gesagt, es liegt nicht (immer) an den Lehrern. Es liegt an den Richtlinien an die sie sich halten müssen!

Dieses Bild setzt sich in den weiterführenden Schulen fort. Nicht nur dass Kinder ab der 8 Klasse viel Stoff lernen müssen die gar nicht relevant sind für ihr weiteres Leben (ausser sie wollen Chemiker,Physiker oder Mathematiker werden?!)nein, der Selektionsdruck nicht unheimlich zu. Hauptschule,Realschule,Gymnasium. Die drei schrecklichsten Wörter die es geben kann. Hier entscheidet sich wer weiter kommt und wer es ziemlich schwer haben wird. Sind wir mal ehrlich: wie oft haben wir schon zu hören bekommen das der Hauptschulabschluss nicht nur nichts mehr Wert ist sondern auch ein Beweis dafür wäre das man nicht ganz hell in der Birne ist? So ein Bullshit! Hat jemand vielleicht mal darüber nachgedacht das die Hauptschule so konzipiert ist das es extrem schwer ist auf die Realschule zu kommen. Schüler werden dort schon auf eine Ausbildung vorbereitet( was natürlich gut ist) aber die wenigsten erhalten eine Perspektive für die Realschule. Genau so ist es wenn man von der Realschule auf das Gymnasium möchte. Die Anforderungen sind sehr, sehr hoch. Anstatt dass man die Kinder und Jugendlichen versuchen lässt sich zu beweisen( Probejahr zum Beispiel) müssen sie versuchen Höchstnoten zu erreichen. Aber das Wissen was in der Schule vermittelt wird ist nur ein kleiner Teil den man für das Leben ausserhalb braucht.

Kommen wir nun zu den (jungen) Erwachsenen. Wer durch das Bildungsnetz gefallen ist bekommt natürlich trotzdem die Möglichkeit das man  sich wieder hocharbeitet. In Maßnahmen. Zum Beispiel von der Bundesagentur für Arbeit. Hier kommt es aber darauf an ob man das WILL oder NICHT. Das liegt der Unterschied. Wer weiter machen möchte kommt weiter. Wer nicht will findet Weg um drum herum zu kommen. So, hier sollte nun etwas Greifen das sich Sanktionen nennt. Du fehlst Unentschuldigt? Du pöbelst, störst und wirst ausfallend? Kein Ding! wir kürzen dir dein Geld um satte 60 %. Das hilft vielleicht um wieder klar zu werden? Nein? Okay, nochmal 20%. Das wäre jetzt der Punkt an dem auch der letzte Schnarchsack aufwachen würde. Aber es gibt wirklich Menschen denen es egal ist. Und das sind nicht nur die Teilnehmer. Nein, auch den Fallmanagern. Solange nämlich Teilnehmer in einer Maßnahme stecken fallen sie aus der Arbeitslosenstatistik heraus. BOOM Tschakalacka! Da werden die Guten dann erst einmal zu einem Gespräch geladen. Und dann noch eins, und noch eins. Sanktionen? Pustekuchen. man möchte ja das die Leute trotzdem weiter hingehen. Irgendwie eben.  Hauptsache raus aus der Statistik.

Die Fallmanager machen das aber nicht weil sie faul sind. Nun ja, vielleicht manche schon. Sondern weil sie genau so unter Druck stehen. Wie soll 1 Mensch 35-45 Menschen betreuen wenn es doch nicht mehr als 20 sein sollten? Und sich dabei noch an alle Richtlinien halten welche das Land gemacht hat? Mal ganz davon abgesehen das nicht jeder Klient super mitmacht. Alles nicht so einfach.

Ebenfalls die Einrichtungen für Erwachsenenbildung haben es sehr schwer. Sie sind auf jeden Teilnehmer angewiesen. Jeder Mensch, so doof es auch klingt, bringt Geld. Und nur wenn die Kurse voll sind lohnt es sich auch eine Einrichtung offen zu lassen. Jeder Teilnehmer der unentschuldigt fehlt wird nicht abgerechnet. Nun stell Euch mal vor wie viele Teilnehmer das machen. Viele. Denn sie wissen das es keine Sanktionen geben wird. Das Schlimmste was passieren kann ist das man aus einer Maßnahme raus genommen wird um in eine andere rein gesteckt zu werden. Das war schon der ganze Zauber. Denn auch hier gilt: wer in einer Maßnahme steckt, fällt aus der Statistik raus.

Also wenn die Politiker wieder mal groß tönen das die Arbeitslosenzahlen gesunken sind liegt das nur daran , dass sie sich die Welt machen wie sie ihnen gefällt. Und das sie auch kaum Interesse daran haben etwas an ihrem System zu ändern.

So nun habe ich mich genug aufgeregt über unser so tolles Bildungswesen. Ich möchte noch einmal sagen: es liegt nicht an den Menschen die darin arbeiten. Es liegt an denen die Gesetze,Vorschriften und Pläne basteln um unsere Gesellschaft weiter auseinander zutreiben. Das ist es nämlich was passiert.

 

 

 

Wenn das kleine Zahnrad anfängt zu knirschen.

Lange Zeit war ich sehr zufrieden mit der Stelle als kleines Zahnrad im große Getriebe des Bildungswesens. Ich konnte gut arbeiten und hatte Spaß dabei. Aber irgendwie ist Sand ins Getriebe gekommen. Genauer gesagt Kies.

Entweder man geht mit Scheuklappen durch dier Pädagogik dann ist alles Friede, Freude, Eierkuchen. Oder man macht die Augen auf und sieht was für ein großer Haufen Mist produziert wird. Und dieser Mist kommst zu 99 % nicht von den ausführenden Pädagogen und Pädagoginnen. Nein! Der kommt von den Menschen die sich Experten nennen und meinen zu Wissen was gut ist für uns Menschen.

Der Grund warum ich mich gerad so aufrege ist folgender: durch meine neue Arbeitsstelle komme ich nun oft in Kontakt mit dem Jobcenter und Co. Ich habe das Gefühl dass diese Menschen die dort arbeiten a) selbst nur kleine Zahnrädchen sind, b) überfordert sind und c) einfach nicht genau hinschauen und hören was ihr Klientel möchte. Dann werden diese Menschen in Maßnahmen geschickt die eventuell nicht passen. Und dann muss eine andere Einrichtung versuchen es zu richten.

Das nächste Problem: Sanktionen werden einfach kaum bis garnicht verhängt. Manchmal muss es Menschen weh tun damit sie anfangen ihren Kopf zu benutzen. Aber die gewählten Mittel um ihnen das realisierbar zu machen werden kaum genutzt. Natürlich gibt es auch Menschen denen es egal ist ob sie bestraft werden oder nicht. Aber man sollte die Möglichkeiten die man hat auch ausnutzen.

Es geht mir ebenfalls gegen den Strich wenn ich nicht arbeiten kann wie ich es soll und darf. Man bekommt feste Regeln, man hält sie ein. Und da jeder Mensch anders ist und eine andere Geschichte hat , muss ich versuchen im Rahmen dieser Regeln für ihn/sie da zu sein. Aber selbst wenn ich mich an alle Regeln halte ist es noch zu viel ,, pädagogische Arbeit”. ( Ähem… ich bin Pädagogin?). Das ist mein Job. Menschen multidimensional zu helfen und nicht nur stur nach Schema F zu gehen. Es muss erlaubt sein auch ausbrechen zu können, solange es zu selben Ziel führt.

Ich war ja schon immer eine große Zweiflerin wenn es um die Obrigkeiten in der Politik geht… aber die Damen und Herren da oben machen sich jedes Jahr unbeliebter bei mir.