Süßer die Kassen je klingeln: Wie wir unsere Kinder zu Konsumenten erziehen.

Alles so schön bunt. Und es glitzert oder macht lustige Geräusche. Prinzessinnen, Autos und Videospiele. All das und vieles mehr begegnet Kindern sowohl zu Hause (TV), in Kita und Schule oder bei Freunden. Wer kennt das nicht? Alles was die anderen haben ist automatisch viel besser und man möchte es auch haben. Aber wie kann es sein das schon 3 Jährige Kinder sich (wahre Begebenheit!) ein Star Wars PC Spiel wünschen? 5 Jährige träumen von einer eigenen Playstation und ab der Schule muss es ein Smartphone sein. Natürlich gilt das nicht für jedes Kind. Aber über die Jahre habe ich diesen beunruhigenden Trend beobachtet. Ergebnis? Es werden immer mehr kleine Konsumenten geschaffen, bewusst und unbewusst.

Wir Erwachsenen stehen in der riesigen Verantwortung auf unser Konsumverhalten zu achten wenn Kinder anwesend sind.Natürlich macht konsumieren Spaß. Es befriedigt uns und wir werden belohnt mit Dopamin und Co. Aber ist das immer nötig? Unsere Haltung gegenüber Geld und Konsumgütern geben wir an unsere Kinder weiter! Das beste Beispiel hierfür ist Weihnachten.

Adventskalender. Meistens ein kleiner Papkarton gefüllt mit Schokolade. Das soll den Kindern die Wartezeit versüßen und erleichtern. Fleissige Mamas und Papas basteln die sogar selbst. Und befüllen diese Kalender dann mit den unmöglisten Dingen! Playmobil Artikel, Monster High und div. anderes Spielzeug wandert in den Kalender.  Das ist natürlich gut gemeint, man möchte seinen Kindern ja eine Freude machen. Aber wenn man jetzt schon so Groß auffährt, was soll dann unter den Tannenbaum? Ich habe oft das gefühl das viele Eltern einfach kein Gefühl mehr dafür haben warum man einen Adventskalender hat. Heute ist er meist nur noch ein Prestigeobjekt!

Natürlich werden Kinder ab einem gewissen Alter dann die Erwatung haben das jeder Adventskalender oder andere Geschenk dann mindestens genau so groß, toll oder teuer sind. Und ja, sie werden diese Sachen mit den Geschenken anderer vergleichen. Ein unbewusster Wettbewerb wird gestartet.

Liebe Eltern und andere Verwandten. Ich finde es super wenn Ihr einen Adventskalender selber macht. Aber besinnt Euch bitte mal an den Sinn von diesen. Adventskalender sind nicht dazu da um Kinder mit Spielzeug etc. vollzubomben.  Natürlich meint Ihr es gut. Aber Euren Kindern wird es nicht gut tun. Die Vorfreude auf den 24.12. wird somit genommen. Wenn jeder Tag des Dezembers mit riesigen ,,Kleinigkeiten” gefüllt werden ist es eben nichts besonderes mehr.

 

Tante Vanja sagt: Schokolade und Gummibärchen tun es auch. Oder vllt mal nen Vorlesegutschein gebastelt?

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Warum ich kleine Kinder nur noch schwer ertrage…auch Pädagoginnen fremdeln!

Hallo Ihr Lieben!

Ich bin kürzlich darauf angesprochen worden ob ich noch im Kindergarten arbeiten würde. Die Antwort lautet: Nein. Und ich bin auch sehr froh darüber. Mich hat es, erst gezwungernermaßen, in de Erwachsenenpädagogik geführt und ich bin sehr froh darum. Vor meine Unfall im April habe ich schon gemerkt das mir die Arbeit mit Kindern nicht mehr die Freude und Befriedigung gibt die sie mir früher gab. Ich fühlte mich zunehmend gestresst. Nicht nur weil anscheinend 3/4 der Eltern anscheinend ihren gesunden Menschenverstand verloren hatten und ihre Kinder auf sehr…. unkonventionelle Weisen erzogen sondern auch weil ich langsam müde wurde gegen Windmühlen zu kämpfen.

Nach dem Umzug durfte ich in einem Kindergarten in einem kleinen Ort arbeiten. Nicht nur ein Kultur- sondern auch ein Pädagogikschock. Natürlich musste ich erst mal lernen das es auch Kinder gab die nicht total verkorkst waren und das Millieu aus dem sie kommen wirklich ok war. Nein, auch die Eltern waren anders. Nett aber anders. Und genau das war so komisch. Ich war es gewohnt ,, Problemfälle ” zu haben und nach Lösungen zu suchen um Familien wieder unter die Arme zu greifen. Jetzt hatte ich eine scheinbare Friede-Freude-Eierkuchen Welt. Fast schon zu harmonisch. Und dann kam ich. Die Großstadtpädagogin mit dem Sinn zum hinterfragen, anders denken und irgendwie am fremdeln. Die Kolleginnen waren super nett und gut. Und trotzdem empfand ich die Arbeit entweder unter- oder überfordernd mit den Kindern.Auch manche Methoden waren für meinen persönlichen Geschmack einfach überholt. Oder war ich einfach zu unentspannt?

Ich muss zugeben es war dann eine schöne arbeit doch nicht so befriedigend wie die Arbeit in Frankfurt. Da mein Vetrag auslief ging ich auf Jobsuche. Und nach 2 Tagen Arbeitslosigkeit bekam ich meine heutige Stelle. Jetzt arbeite ich seit 3 Monaten mit erwachsenen Menschen zusammen. Und es macht unglaublich Spaß. Oftmals kniffelig, frustrierend und herausfordernd, aber befriedigend. Es ist nicht jeder Tag gleich. Man muss ultra flexibel sein. Und vor allem ist hier die heutige Weichspühlpädagogik total unangebracht. Endlich mal die Fakten auf den Tisch legen ohne als Schwarzmalerin oder Miese Louise angesehen zu werden.Hier wird nichts schön geredet oder vertuscht. Hier ist man auch mal hart um Menschen zu helfen. Das ist es was mich so faziniert.

Seit diesen 3 Monaten habe ich gemerkt das meine Toleranz gegenüber Kindern sehr stark gesunken ist. Außnahmen bilden da ca. 6-7 Kinder aus meinem Bekanntenkreis.Aber sobald ich Unterwegs bin ich diese grellen Stimmen höre, Geschrei oder Geheule… steigt mein Stresslevel plötzlich in ungewohnte Höhen.Mein Puls rast und ich werde wütend. Aber nicht auf die Eltern sondern eben auf die Kinder. Je älter die Kinder sind desto schlimmer. Manchmal muss ich mich im Supermarkt echt bremsen so prepubärtierende Kotzbrocken nicht mal ordentlich den Kopf zu waschen. Grrrrrr!

Ich weiß das diese Reaktionen nicht gut sind. Und ich unterstelle ja damit jedem Kind das es, pardon, scheiße ist. Sind sie ja nicht. Nur ein Paar. Aber solang ich sie nicht in meinem Dunstkreis der Bekannten und Freunde habe tue ich mich sehr schwer sie zu akzeptieren.

 

Tante Vanja sagt: Und trotzdem kommen die Kleinen immernoch zu mir….Masochisten?