Schreibabys Teil 1: Warum schreit mein Baby?

Ein Baby: ein kleines Glück, ein kleines Wunder und manchmal auch ein Wesen das einem jeden Nerv rauben kann. Babys sind so niedlich, knuddelig, liebreizend und glucksen so goldig. Aber sie schreien auch. Das ist normal! werdet Ihr Euch jetzt denken. Natürlich! Wer nicht sprechen kann muss sich anders bemerkbar machen.

Babys schreien also wenn sie Hunger haben, die Windel voll ist, wenn sie sich einsam fühlen, es zu warm/zu kalt ist, sie krank werden oder sind, Bauchweh, Blähungen , vor Schreck. Das allein schon kann viele Stunden mit Lautstärke füllen. Eltern müssen gute Detektive sein um herauszubekommen was das Baby gerne möchte. Was ist aber wenn alle Bedürfnisse befriedigt sind und das Baby trotzdem schreit?

 

Die Windel ist es nicht, das Stillen ist es nicht, WAS IST ES DANN?

Eine Szene: Es ist Abend und das Baby ist fix und fertig für´s zu Bett gehen zu Recht gemacht. Noch einen Schluck von Mama´s Milchbar, Bäuerchen, kuscheln. Dann soll das Baby hingelegt werden. Gerade noch brummt es  zufrieden und im nächsten Moment, der Popo berührt gerade die Matratze, geht das Geschrei los. Als ob man einen Schalter in diesem kleinen Menschen umgeschaltet hätte schreit Ihr Kind sich nun die Lungen aus dem Leib. Jetzt geht es los: was kann der Grund sein? Hunger? Nee gab doch eben etwas. Die Windel? Schnell mal reinschielen und Geruchstest machen. Alles trocken. Vielleicht Bauchweh? Bäuchlein massieren und beruhigend reden. Hilft auch nicht! Also nimmt man den kleinen Menschen wieder aus dem Bettchen heraus und drückt ihn an sich. Und es schreit weiter! Also raus aus dem Kinderzimmer, auf und ab laufen. Eventuell dem Partner auf den Arm drücken um sich abzuwechseln. Dort schreit es auch weiter. Vielleicht ins Elternbett mitnehmen? Das gleiche Spiel wie im Kinderbettchen. Und dieses Spiel wird sich die nächsten Stunden wiederholen.

Am Tage ist es nicht besser

Es wird nicht aufgegeben. Klar, die Stunden Schlaf fehlen aber der Tag und das Leben muss weiter gehen. Vielleicht schläft das Baby ja wenigstens tagsüber etwas. Dann hätte man ein schmales Zeitfenster um ein wenig zu ruhen. Fehlanzeige! Und wieder geht das Rätselraten los: was stimmt denn nun nicht?

Wie oben schon einmal beschrieben kann es verschiedene Ursachen für schreien geben:

  •  Hunger/Durst
  • nasse/volle Windel
  • Bauchweh/Blähungen/ krank sein
  • zahnen
  • Angst/Einsamkeit

 

Einfache Lösungen ?! Oder doch Auslöser!

Die Liste könnte noch länger werden. Für die meisten dieser Punkte gibt es Lösungen bzw. Auslöser welche behoben werden können.

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Hunger/Durst

Klassisch: Stillen/Flasche geben. Aber was wenn das Kind dann weiter schreit? Beobachtet Mal danach den Stuhlgang des Babys nach dem Stillen. Riecht er sauer oder ist die Farbe anders? Bläht sich der Bauch sehr auf und fällt es dem kleinen Würmchen schwer Bäuerchen zu machen? Dann kann es durchaus sein dass das Baby das Stillen oder Fläschchen nicht verträgt oder die Mama Lebensmittel konsumiert hat welche sich auf die Muttermilch auswirken. Der Kinderarzt Eures Vertrauens sollte daraufhin einen Allergietest veranlassen. Früh erkannte Allergien/Unverträglichkeiten können so gut behandelt werden.

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nasse/volle Windeln und Windeln generell

Nach dem Essen geht es oft direkt weiter in die Windel. So eine nasse/volle Windel kann nach einiger Zeit sehr unangenehm werden. Regelmäßiges säubern und wickeln des Babys ist also ein MUSS! Achtet darauf dass das Baby sorgfältig mit Feuchttüchern oder nassen Waschlappen gereinigt wird. Feuchttücher können Irritationen auslösen, je nachdem wie empfindlich Euer Baby ist. Ebenfalls gibt es viele Kinder die Windeln wirklich nicht vertragen. Sie reagieren dann mit Windelausschlag. Eine Alternative hierfür wäre die Stoffwindel. Das ist zwar sehr viel mehr Arbeit aber dem Baby wird es gut tun.

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Bauchweh/Blähungen/krank sein

Oft bekommen Babys nach dem Stillen Bauchweh. Das liegt daran dass beim Stillen Luft mitgeschluckt wird. Das bläht den Bauch und kann richtig weh tun.Massiert den Bauch ganz vorsichtig in kreisenden Bewegungen mit warmen Babyöl oder Windsalbe. Man kann sich das Baby auch in Bauchlage über den Unterarm legen und auf und ab gehen. Eine beliebte Methode ist auch das herumschuckeln auf den Knien um die Gase zu lösen. Bei extremen Blähungen oder Bauchweh kann der Kinderarzt Lefax für Babys verschreiben.

Hand aufs Herz. Wir kennen das Gefühl von ,, krank werden” genau. Man fühlt sich einfach bah! Da hilft am besten mit Mama/Papa/Oma/Opa etc. kuscheln. Bei ersten Symptomen eventuell Globuli oder Hausmittelchen die schon für Euch gewirkt haben.

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Zahnen

Zahnen tut weh. Da kann man nichts beschönigen.Die kleinen Biester bohren sich durch Baby´s Zahnfleisch. Erst drückt es und dann macht es einfach nur AUA! Zähne kommen gerne Nachts. Ich war z.B ein glückliches Baby und konnte meine Zähne verschlafen. Aber was ist mit denen die es nicht können? Am einfachsten hilft ein Kauring aus dem Kühlschrank. Er massiert das Zahnfleisch beim Kauen und kühlt es dabei. Das nimmt den Druck und auch den Schmerz. Vergesst die Lätzchen nicht: Sabberalarm! tagsüber kann man Kinder auch, wenn diese schon gut den Schluckreflex kontrollieren können, auf einem harten Stück Brot rumnagen lassen. Wenn die Schmerzen groß sind gehen auch Globuli ( z.B Osanit aus der Apotheke… hilft auch Erwachsenen) oder Salbe welche das Zahnfleisch ein wenig betäubt ( auf Gewürznelkenbasis).

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Angst/Einsamkeit

Für uns Erwachsene ist es leicht zu sagen: ich fühle mich allein! oder Ich habe Angst!. Babys können dies einfach nicht. Sie können wegen jeder vermeintlichen Kleinigkeit erschrecken. Besonders anschmiegsame Kinder werden  sehr grantig reagieren wenn Mama oder Papa das kleine Geschöpf einmal ablegen wollen. Ja, das wollen sie wirklich. Aber das Kleine nicht. Eine Kombination aus Schreckhaftigkeit und Anschmiegsamkeit ist am härtesten. Beobachtet Euer Kind gut. Ist es Geräusch- oder Lichtempfindlich? Vielleicht gibt  es Störfaktoren in der direkten Umwelt des Babys( z.B Spieluhren, Ventilatoren, Nachtlicht etc.)  Kinder die viel Körperkontakt einfordern profitieren vielleicht vom pucken. Dies ist eine spezielle Wickeltechnik in dem das Baby stramm in eine Deckel gewickelt wird. Der aufgebaute Druck die enge des Mutterleibes simulieren und beruhigend wirken. Das beste Mittel ist natürlich: Eltern!

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Oftmals sind es Kleinigkeiten welche das Schreien auslösen und den Eltern einfach nicht auf/ oder einfallen. Erkundigt Euch bei Euren Eltern oder im Freundeskreis. Haben dort Menschen Erfahrungen mit schreienden Babys gesammelt? Wichtig ist nur das Ihr nach Eurem Gefühl handelt und nicht alle gut gemeinten Ratschläge umsetzt wenn sie Euch nicht passen. Die Hebamme, der Kinderarzt und speziell eingerichtete Schrei-Ambulanzen stehen Euch mit Rat und Tat zur Seite wenn Ihr Hilfe braucht.

Im nächsten Teil beleuchte ich was hinter einem vermeintlich grundlosem durchschreien stecken kann/könnte. Denn nur weil Eltern nicht herausfinden können was Ihr Kind hat/möchte bedeutet dies nicht das es keinen Grund zum Schreien gibt.

 

Tante Vanja sagt: Kopf hoch! Ihr kommt da durch!

 

 

 

 

 

 

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