Schreibabys Teil 1: Warum schreit mein Baby?

Ein Baby: ein kleines Glück, ein kleines Wunder und manchmal auch ein Wesen das einem jeden Nerv rauben kann. Babys sind so niedlich, knuddelig, liebreizend und glucksen so goldig. Aber sie schreien auch. Das ist normal! werdet Ihr Euch jetzt denken. Natürlich! Wer nicht sprechen kann muss sich anders bemerkbar machen.

Babys schreien also wenn sie Hunger haben, die Windel voll ist, wenn sie sich einsam fühlen, es zu warm/zu kalt ist, sie krank werden oder sind, Bauchweh, Blähungen , vor Schreck. Das allein schon kann viele Stunden mit Lautstärke füllen. Eltern müssen gute Detektive sein um herauszubekommen was das Baby gerne möchte. Was ist aber wenn alle Bedürfnisse befriedigt sind und das Baby trotzdem schreit?

 

Die Windel ist es nicht, das Stillen ist es nicht, WAS IST ES DANN?

Eine Szene: Es ist Abend und das Baby ist fix und fertig für´s zu Bett gehen zu Recht gemacht. Noch einen Schluck von Mama´s Milchbar, Bäuerchen, kuscheln. Dann soll das Baby hingelegt werden. Gerade noch brummt es  zufrieden und im nächsten Moment, der Popo berührt gerade die Matratze, geht das Geschrei los. Als ob man einen Schalter in diesem kleinen Menschen umgeschaltet hätte schreit Ihr Kind sich nun die Lungen aus dem Leib. Jetzt geht es los: was kann der Grund sein? Hunger? Nee gab doch eben etwas. Die Windel? Schnell mal reinschielen und Geruchstest machen. Alles trocken. Vielleicht Bauchweh? Bäuchlein massieren und beruhigend reden. Hilft auch nicht! Also nimmt man den kleinen Menschen wieder aus dem Bettchen heraus und drückt ihn an sich. Und es schreit weiter! Also raus aus dem Kinderzimmer, auf und ab laufen. Eventuell dem Partner auf den Arm drücken um sich abzuwechseln. Dort schreit es auch weiter. Vielleicht ins Elternbett mitnehmen? Das gleiche Spiel wie im Kinderbettchen. Und dieses Spiel wird sich die nächsten Stunden wiederholen.

Am Tage ist es nicht besser

Es wird nicht aufgegeben. Klar, die Stunden Schlaf fehlen aber der Tag und das Leben muss weiter gehen. Vielleicht schläft das Baby ja wenigstens tagsüber etwas. Dann hätte man ein schmales Zeitfenster um ein wenig zu ruhen. Fehlanzeige! Und wieder geht das Rätselraten los: was stimmt denn nun nicht?

Wie oben schon einmal beschrieben kann es verschiedene Ursachen für schreien geben:

  •  Hunger/Durst
  • nasse/volle Windel
  • Bauchweh/Blähungen/ krank sein
  • zahnen
  • Angst/Einsamkeit

 

Einfache Lösungen ?! Oder doch Auslöser!

Die Liste könnte noch länger werden. Für die meisten dieser Punkte gibt es Lösungen bzw. Auslöser welche behoben werden können.

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Hunger/Durst

Klassisch: Stillen/Flasche geben. Aber was wenn das Kind dann weiter schreit? Beobachtet Mal danach den Stuhlgang des Babys nach dem Stillen. Riecht er sauer oder ist die Farbe anders? Bläht sich der Bauch sehr auf und fällt es dem kleinen Würmchen schwer Bäuerchen zu machen? Dann kann es durchaus sein dass das Baby das Stillen oder Fläschchen nicht verträgt oder die Mama Lebensmittel konsumiert hat welche sich auf die Muttermilch auswirken. Der Kinderarzt Eures Vertrauens sollte daraufhin einen Allergietest veranlassen. Früh erkannte Allergien/Unverträglichkeiten können so gut behandelt werden.

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nasse/volle Windeln und Windeln generell

Nach dem Essen geht es oft direkt weiter in die Windel. So eine nasse/volle Windel kann nach einiger Zeit sehr unangenehm werden. Regelmäßiges säubern und wickeln des Babys ist also ein MUSS! Achtet darauf dass das Baby sorgfältig mit Feuchttüchern oder nassen Waschlappen gereinigt wird. Feuchttücher können Irritationen auslösen, je nachdem wie empfindlich Euer Baby ist. Ebenfalls gibt es viele Kinder die Windeln wirklich nicht vertragen. Sie reagieren dann mit Windelausschlag. Eine Alternative hierfür wäre die Stoffwindel. Das ist zwar sehr viel mehr Arbeit aber dem Baby wird es gut tun.

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Bauchweh/Blähungen/krank sein

Oft bekommen Babys nach dem Stillen Bauchweh. Das liegt daran dass beim Stillen Luft mitgeschluckt wird. Das bläht den Bauch und kann richtig weh tun.Massiert den Bauch ganz vorsichtig in kreisenden Bewegungen mit warmen Babyöl oder Windsalbe. Man kann sich das Baby auch in Bauchlage über den Unterarm legen und auf und ab gehen. Eine beliebte Methode ist auch das herumschuckeln auf den Knien um die Gase zu lösen. Bei extremen Blähungen oder Bauchweh kann der Kinderarzt Lefax für Babys verschreiben.

Hand aufs Herz. Wir kennen das Gefühl von ,, krank werden” genau. Man fühlt sich einfach bah! Da hilft am besten mit Mama/Papa/Oma/Opa etc. kuscheln. Bei ersten Symptomen eventuell Globuli oder Hausmittelchen die schon für Euch gewirkt haben.

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Zahnen

Zahnen tut weh. Da kann man nichts beschönigen.Die kleinen Biester bohren sich durch Baby´s Zahnfleisch. Erst drückt es und dann macht es einfach nur AUA! Zähne kommen gerne Nachts. Ich war z.B ein glückliches Baby und konnte meine Zähne verschlafen. Aber was ist mit denen die es nicht können? Am einfachsten hilft ein Kauring aus dem Kühlschrank. Er massiert das Zahnfleisch beim Kauen und kühlt es dabei. Das nimmt den Druck und auch den Schmerz. Vergesst die Lätzchen nicht: Sabberalarm! tagsüber kann man Kinder auch, wenn diese schon gut den Schluckreflex kontrollieren können, auf einem harten Stück Brot rumnagen lassen. Wenn die Schmerzen groß sind gehen auch Globuli ( z.B Osanit aus der Apotheke… hilft auch Erwachsenen) oder Salbe welche das Zahnfleisch ein wenig betäubt ( auf Gewürznelkenbasis).

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Angst/Einsamkeit

Für uns Erwachsene ist es leicht zu sagen: ich fühle mich allein! oder Ich habe Angst!. Babys können dies einfach nicht. Sie können wegen jeder vermeintlichen Kleinigkeit erschrecken. Besonders anschmiegsame Kinder werden  sehr grantig reagieren wenn Mama oder Papa das kleine Geschöpf einmal ablegen wollen. Ja, das wollen sie wirklich. Aber das Kleine nicht. Eine Kombination aus Schreckhaftigkeit und Anschmiegsamkeit ist am härtesten. Beobachtet Euer Kind gut. Ist es Geräusch- oder Lichtempfindlich? Vielleicht gibt  es Störfaktoren in der direkten Umwelt des Babys( z.B Spieluhren, Ventilatoren, Nachtlicht etc.)  Kinder die viel Körperkontakt einfordern profitieren vielleicht vom pucken. Dies ist eine spezielle Wickeltechnik in dem das Baby stramm in eine Deckel gewickelt wird. Der aufgebaute Druck die enge des Mutterleibes simulieren und beruhigend wirken. Das beste Mittel ist natürlich: Eltern!

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Oftmals sind es Kleinigkeiten welche das Schreien auslösen und den Eltern einfach nicht auf/ oder einfallen. Erkundigt Euch bei Euren Eltern oder im Freundeskreis. Haben dort Menschen Erfahrungen mit schreienden Babys gesammelt? Wichtig ist nur das Ihr nach Eurem Gefühl handelt und nicht alle gut gemeinten Ratschläge umsetzt wenn sie Euch nicht passen. Die Hebamme, der Kinderarzt und speziell eingerichtete Schrei-Ambulanzen stehen Euch mit Rat und Tat zur Seite wenn Ihr Hilfe braucht.

Im nächsten Teil beleuchte ich was hinter einem vermeintlich grundlosem durchschreien stecken kann/könnte. Denn nur weil Eltern nicht herausfinden können was Ihr Kind hat/möchte bedeutet dies nicht das es keinen Grund zum Schreien gibt.

 

Tante Vanja sagt: Kopf hoch! Ihr kommt da durch!

 

 

 

 

 

 

Zitronen-Erdbeer-Muffins: Frisch, zitroning und erdbeerig gut!

Hm ich habe Lust zu backen. Aber was soll ich denn herstellen? Schauen wir mal in die Küche. Zitronen… okay das is gut. Erdbeeren im Kühlschrank. Da kann man bestimmt etwas machen.

Zitronen-Erdbeer-Muffins sollen es werden! Das passt irgendwie zur Jahreszeit und außerdem macht sauer bekanntlich lustig 😉 Folgende Zutaten braucht Ihr für die leckeren, kleinen Dinger:

  • 1 Zitrone ( Schale sollte verzehrbar sein!)
  • 3 Eier
  • 80 Gramm Butter
  • 80 Gramm Zucker
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 160 Gramm mehl
  • 1 handvoll Erdbeeren

Los geht´s !

Heizt den Ofen auf 180°C  Ober/Unterhitze vor!

Nehmt die Zitrone und rollt sie erst mal schön kräftig auf der Küchenablaga. So kriegt Ihr den Saft schneller raus. Dann die Zitrone unter heißes Wasser halten damit sich die Poren öffnen. Jetzt geht es zum reiben. Nehmt eine feine Küchenreibe, haltet sie über Eure Schüssel und peelt die Zitrone was das Zeug hält! Dann einfach aufschneiden und den gesamten Saft ebenfalls in die Schüssel geben!

Jetzt die Eier hinzugeben und kräftig verquirlen. Die Butter erwärmen und rein in die Schüssel. Ebenfalls gut verquirlen. Das selbse macht Ihr mit dem Zucker, dem Backpulver und dem Mehl.Falls der Teig zu fest ist einfach einen Schuss Mineralwasser dazugeben 😉

Die Erdbeeren wasche, das Grün entfernen und die Beeren in kleine Stücke schneiden. Diese unter den Teig heben.  Silikonförmchen bereitstellen und ca.  1 1/2 Esslöffel Teig in jedes Förmchen füllen. Ab in den Ofen! Nach 15 Minuten sind die Leckerlis fertig!

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Wer ganz gewitzt ist rührt aus dem Saft einer Zitrone, Puderzucker und Wasser noch einen Zuckerguss an. Das ist dann wirklich zitronig!

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Viel Spaß beim nachbacken!

Tante Vanja sagt: NomNomNom Muffins!

Ein Platz zum sterben, ein Platz zum leben. Das Kinderhospiz

Ich habe heute einmal wieder meinen Blog durchforstet und dabei die Beiträge über die Sternenkinder gelesen. Dabei ist aufgefallen, dass zwar über die verstorbenen Kinder geschrieben wurde aber nicht über deren Leben. Dies möchte ich in Form eines Beitrags über die Kinderhospize in Deutschland und deren wundervolle Arbeit nachholen!

 

Hospiz. Das Wort verbinden wir sofort mit Krankheit, Elend, Schmerzen und Tod. Viele bestimmt auch mit Alter oder schwerkranken erwachsenen Menschen. Keiner würde den Begriff Hospiz mit Kindern verbinden. Aber es ist traurige Realität. Es werden nicht nur gesunde Kinder geboren sondern auch schwer kranke. Oder Kinder erkranken an Krankheiten die ihre Lebenszeit limitieren. Jetzt beginnt die Zeit der Krankenhausaufenthalte, Therapien, ewige Medikamentenumstellungen. Automatisch wird sich das Leben um die Krankheit/Behinderung drehen. Eltern,Geschwister , Verwandte und Freunde werden/müssen ihr Leben komplett umstellen.

Ein anstrengendes Leben. natürlich erhalten Familien mit todkranke Kindern Unterstützungen, aber diese Beschränken sich auf die Versorgung und eventuelle Betreuung über einige Stunden. Das ist alles sehr überschaubar. Deshalb haben sich die Kinderhospize in Deutschland zur Aufgabe gemacht diese Familien zu unterstützen und zu entlasten.

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Kinderhospize sind primär ein Ort des Lebens. Das klingt komisch? Aber so ist es. In diese Häuser gehen Familien nicht um sich zu verabschieden sondern um zu Leben. Hier werden die kranken Kinder liebevoll versorgt, betreut und geliebt. Geschwisterkinder können endlich mal mehr Zeit mit Mama und Papa zusammen sein. Eltern dürfen wieder Ehepaar/Paar sein und Zeit miteinander verbringen. Ohne im Hinterkopf haben zu müssen was jetzt mit ihrem Kind passiert. Das Personal in den Hospizen entschleunigt sozusagen den stressigen Familienalltag. Je nach länge des Aufenthaltes( bis zu 3 Wochen) kann man diesen schon als Urlaub sehen. Urlaub von der Krankheit oder Behinderung.

In den Häusern gibt es nicht nur Fachkräfte für die Kinder ( Kinderkrankenpfleger, Therapeuten, Ärzte, Pädagogen) sondern auch für den Rest der Familie. Es soll die Möglichkeit gegeben werden alleine oder in großer Runde über Themen zu reden welche im Moment oder generell bewegen. Separate Räume bieten Platz für den Rückzug Wohnküchen laden zur Geselligkeit und Austausch ein. Freiwillige Helfe und Ehrenamtliche nehmen derweil die Kids mit zu Ausflügen ins Kino oder in die Stadt mit.

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Das und noch viel mehr passiert in einem Kinderhospiz. Natürlich wird dort auch gestorben. Wenn es soweit ist können Eltern ihre Kinder auch ins Hospiz bringen um dort ihr Kind in Ruhe gehen lassen zu können. Professionelle Trauerbegleiter stehen jederzeit zur Verfügung. Aber nun lasse ich Euch selbst einmal schauen. Die Reihe ,, 7 Tage” hat einen kleinen Film über das Leben in einem Kinderhospiz gedreht. Ich finde sie ist sehr gelungen , und nein, kein Kind stirbt darin.

7 Tage….im Kinderhospiz

Über Eure Eindrücke und Kommentare bin ich sehr gespannt!

 

Tante Vanja sagt: der Tod gehört zum Leben, es kommt drauf an was wir daraus machen!

,, Sie ist böse!” Ein Kind hat Angst vor mir.

Es ist passiert. Das erste Mal in meinem Leben habe ich erfahren: Ein Kind hat Angst vor mir. Es hält mich für böse. Es schläft schlecht. Die Eltern sind fertig mit den Nerven. Wem kann man es verdenken?

Der Satz einer Mutter traf mich wie ein Schlag ins Gesicht: ,, Mit Dir verbindet er das Wort böse.” Weil ich schimpfe. Weil ich nicht nur positives Feedback über den Tag gebe. So so.

Okay, das geht gar nicht. Ich will nicht das es einem Kind wegen mir so geht. Da heißt es jetzt herausfinden wo es genau hackt. Das ich einen anderen Erziehungststil wie meine Kolleginnen habe ist mir klar. Das jeder von uns eine andere Ansicht von Benehmen hat auch. Aber ich muss auch sagen: kein Kind bekommt bei mir eine Sonderbehandlung. Ich schimpfe nicht wenn es nicht sein muss. Und wenn mir ein Kind auffällt, gerade weil es sonst nicht auffällt, ist das für mich ein Zeichen den Eltern Feedback darüber zu geben.

Kinder testen uns Erwachsene ständig aus. Es obliegt uns diese Grenze zu sicher bzw. Kindersicher zu machen. dabei sollte die Individualität des Kindes gewahrt werden ohne das diese jedoch die Harmonie der Gruppe aus dem Gleichgewicht bringt. Schuldig: ich habe es anscheinend nicht geschafft. Und es tut mir furchtbar Leid. Aber wie soll man das nun den Eltern erklären? Garnicht. Ist der erste Satz erst einmal heraus sprudeln alle Gedanken. Hochachtung vor Eltern die den Mut haben uns Pädagogen anzusprechen und zu sagen: Hey, hier läuft was falsch und es liegt an dir!

Auch ich bin auf Feedback angewiesen. Sonst kann ich mich nicht weiter entwickeln. Fehler können nicht ausgebessert werden. Nun muss ich schauen was ich tue. Ich habe also aus einigen Aussagen folgenden Schluss gezogen:

Ich als Stadtkind habe extreme Anpassungsprobleme an die Landmenschen. Hier wird es gerne gesehen wenn man herzlich miteinander umgeht. Was natürlich wunderbar ist und ein ,, Wir-Gefühl” hervorruft. Aber ich bin nicht der Typ dafür. Ich arbeite gerne mit Familien auf einer professionellen Ebene welche ich nur gegen eine etwas persönlichere eintausche wenn ich diese besser kenne. Von jetzt auf Gleich geht das einfach nicht.

Ebenfalls kann ich schon sehr freuen wenn morgens die Tür aufgeht und ein Kind strahlend hereintritt. Aber ich kann nicht jeden morgen überschwenglich: ,, Guten Morgen XY, schön das du da bist!” trällern. Ein ,, Hallo X!” , oder ,, Guten Morgen X!” ist meiner Meinung nach genau so Wertschätzend. Das man sich , wenn beschäftigt, nicht sofort umdreht und das Kind ansieht passiert. Sollte es nicht, ist aber so. I´m no superhuman! Ebenfalls ist selbstverständlich die Eltern zu begrüßen. Das kann mir auch mal durch die Lappen gehen, ist aber kein böser Wille.

Zum Thema Kollegen muss ich sage: Ich mag meine Kolleginnen! Ich bin nur nicht der Typ welche sich z.B. nach der Arbeit privat mit dem Kollegium trifft. Ebenfalls ist es für mich ein No-Go sich einfach so zu zwei bis drei Menschen zu setzen welche sich gerade unterhalten und dann munter mitzureden. Das ist nicht meine Art. Ich finde es auch unangenehm um ehrlich zu sein. Deshalb passiert es oft das ich eben alleine bin, was mich aber nicht arg stört.

Vom Typ her bin ich wohl eher der: ,, Ich mag Euch, und ich genieße die Zeit auf Arbeit mit Euch. Aber nach 16:30 bin ich eine Privatperson und brauche meine Ruhe.” Ebenfalls muss ich nicht alles aus meinem Privatleben preisgeben. Ich hab auch weniger Interesse an Austausch untereinander. Wenn jemand Probleme hat helfe ich gerne. Ich räume auch die Spülmaschine aus wenn meine Kolleginnen grad mitten in der Arbeit stecken oder einfach mal verschnaufen müssen. Unser Alltag ist anstrengend.Aber es ist für mich psychisch ebenfalls anstrengend die Balance zwischen Profi und Privatmensch auf Arbeit zu halten.

Lange Rede kurzer Sinn: ich muss wohl weiter ziehen. Eine Arbeit suchen mit wenig Menschen um mich herum. Und erst mal kein Kindergarten mehr. Am Liebsten FED oder Einzelbetreuung. Sobald wieder ein Auto vorhanden ist in Richtung Stadt schauen. Es stimmt, Stadtmenschen sind etwas distanzierter als Landmenschen. Aber das ist mir ganz Recht.

 

Tante Vanja sagt: Reflektion tut weh aber bringt auch neue Erkentnisse!

 

Bananenpancakes: Süßes darf satt und glücklich machen( und gesund sein!)

Ob Sonntags zum Brunchen oder Mittwochs Abends weils grad einfach nötig ist( schlechte Stimmung!): Bananen machen glücklich. Aber wenn man eine Extraportion Glück vertragen kann und möchte lässt diese in einem wunderbar fluffigen Pancake-Teig baden und backen. Diese Pancakes sind sehr lecker, einfach herzustellen und keiner wird merken das sie ,, gesund” sein könnten. Ballaststoffe, wenig Fett und Potassium/Kalium der Bananen uuunnd ein gehöriger Schuss Liebe können nicht verkehrt sein. Dann wollen Wir mal Anfangen!

Für den Teig braucht Ihr:

  • 100 Gramm Vollkornmehl
  • 100 Weißmehl
  • 60 Gramm Rohrzucker
  • 240 ml fettarme Milch
  • 2 Eier
  • 5-6 Spritzer Vanilleextrakt
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Banane, zerdrückt
  • 1 Banane, in Scheiben

Sind die Bananen überreif könnt Ihr den Zuckeranteil halbieren. Los geht´s!

 

Beide Mehlsorten, den Zucker und das Backpulver mischen. Die Milch dazu geben und solange rühren bis ein glatter Teig entsteht.Dann die zerdrückte Banane, Vanilleextrakt und beide Eier hinzufügen, rühren! Die zweite Banane in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden. Perfektionisten werden die Scheiben in den Panecake legen wärend die erste Hälfte bäckt. Wem´s egal ist: rein mit den Scheiben in den Teig!

Eine Pfanne ( Anti-Haft!) auf den Herd und heiß werden lassen. Untertassentellergroße( geile Größenangabe, wah? XD) Kleckse Teig in die Pfanne geben. Sie muss wirklich heiß sein, sonst läuft der Teig und Ihr erhaltet einen Fladen. Durch das Backpulver gehen die Pancakes schön auf und werden fluffig. Auf beiden Seiten , nach beliebigen Bräunegrad, backen.

Serviert habe ich diese Pancakes mit frischen Erdbeeren als Topping. Natürlich ist der Fantasie hier keine Grenzen gesetzt. Nutella passt gut zur Banane! Guten Appetit!

 

Tante Vanja sagt: Bananen machen glücklich: Bananen im Pancaketeig noch mehr!

 

Autoritär, Laissez-faire oder demokartische Erziehung: Vor und Nachteile von Erziehungsstilen

Wer kennt den berühmten Satz von der Oma hinter einem an der Kasse nicht. Ein Kinder jammert,weint,meckert oder diskutiert mit einem Elternteil weil es etwas nicht bekommt. ,, Früher hätte es das nicht gegeben!” oder ,, Der/Die hätte eine hinter die Ohren bekommen, dann würde er/sie sofort wieder spuren!”. Das gleiche Szenario: wir ersetzen die Oma aber durch einen Mann/eine Frau welche in den 1970er erzogen worden sind. Diese würden vermutlich eher so reagieren: ,, Das Kind muss lernen sich gegenüber der elterlichen Unterdrückung zu wehren. Der Wunsch nach ( bitte hier den Supermarktartikel Ihrer Wahl einfügen) ist doch wohl gerechtfertigt. Der Papa/die Mama kann dem/der Kleinen doch seinen freien Willen nicht unterdrücken.” Jaaa…..das gibt es wirklich. Am Schluss des Beitrages werde ich natürlich noch ein Szenario abliefern. Dieses hat mit dem demokratischen Erziehungsstil zu tun. Wer sich in jetzt in den oben genannten Szenen wiedererkannt hat wird schmunzeln. Für alle anderen hier noch einmal die Erklärungen zu den autoritären,laissez-fairen und demokratischen Erziehungsstilen. Viel Spaß!

Autoritärer Lebensstil

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Haben Euch Eure Großeltern schon einmal erzählt wie die Schulzeit zu ihrer Kindheit war? Wenn ja, dann sind bestimmt Sätze gefallen wie: ,, Da hat man nicht widersprochen!”  oder ,, Wenn man frech war hat der Lehrer einen mit dem Stock auf die Finger/Hände/ Po gehauen.”. Absolute Gehorsam und körperliche Züchtigung gehörten ( und gehören oftmals noch!) zu dem autoritären Erziehungsstil jener Zeit. Schon seit Menschengedenken mussten Kinder früh lernen Ihren Eltern etc. schnell folgen zu können. Sie durften nicht aus der Reihe tanzen, denn dies konnte das Aus für die Existenz der gesamten Familie bedeuten. Über die Jahrhunderte hinweg gehörte es irgendwann zum guten Ton folgsame Kinder heranzuziehen. Widerspruch und eigener Wille wurden gnadenlos bestraft. Hier galt: der Erwachsene hat das sagen.

Mit Hilfe von Beschimpfung, Strafarbeiten, in der Ecke stehen oder körperlicher Züchtigung hat man sich die Kinder bis ca. den 1960er Jahren erzogen. Man(n,Frau) war stolz ein gefolgsames Kind zu haben. Aber zu welchen Preis? Es interessierte niemanden dass dies vermeintlich wohlerzogene Kind einfach nur noch panische Angst hatte. Angst davor zu versagen, einen Fehler zu machen, aus der Reihe zu tanzen. Wer hätte da keine Angst wenn sofort der Rohrstock droht? Schon früh mussten diese Kinder lernen ihre Gefühle zurückzustellen. Dies bedeutete für ihre Zeit als Erwachsene sehr viel. Natürlich können trotz dieses Erziehungsstils ausgeglichene Erwachsene aus ihnen werden. Auf der anderen Seite kann es passieren das sie den Erziehungsstil ihrer Eltern übernehmen. Was Mama und Papa gemacht haben muss einfach richtig sein. Was andere sagen kann nicht stimmen. Und die nächste Generation wird mit strenger Hand aufgezogen.

Zusammengefasst kann man sagen: der Schwerpunkt dieses Erziehungsstils beruht auf der absoluten Gehorsam des Kindes gegenüber Erwachsenen. Diese nutzen vor allem ihre körperliche Kraft und Dominanz gegenüber dem Kind aus um dessen freien Willen zu unterdrücken… im schlimmsten Fall zu brechen.

Laissez-fairer Erziehungsstil

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Laissez-faire bedeutet grob übersetzt ,, machen lassen”. Ende der 1960er Jahre ( genau genommen 1968) bekam dieser Begriff eine zunehmend größere Bedeutung für die Kindererziehung. Der revolutionäre Gedanke: Kinder können sich nur gut entwickeln wenn sie alle Freiheiten besitzen. Nur ein freier Mensch entwickelt/besitzt einen freien Geist. Ein krasser Gegensatz zur autoritären Erziehung. Von den alten Hasen als ,, Hippiegewäsch” beschimpft zog dieser Erziehungsstil trotzdem in die meisten Kindergärten und Haushalte ein. Die Bedürfnisse des Kindes wurden nun über alles andere gestellt. Wollte klein Jan die Tapete von den Wänden reissen dann wurde dies gewährt. Klar, sollte er machen! Es wird einen triftigen Grund geben warum er das machen will. Freiheit alles zu tun, mit voller (Lebens)Lust die Welt entdecken und umarmen. Nur so kann ein Mensch sich komplett entwickeln.

Das man damit die für Kinder wichtigen Grenzen einfach überging nahm man damals gerne in kauf. Welche Folgen dies aber für die Kinder hatte wollte keiner sehen. Überangebote, absolute Autonomie und Zugriff auf alle Ressourcen sind für kleine Kinder überfordernd. Aggressionen und Überforderung sind die ersten Anzeichen dafür das ein Kind der Führung einer konsequenten Person bedarf. Stattdessen wurde dann versucht ,, darüber zu reden”. Es kann definitiv nicht daran liegen dass das Kind nicht weiß was es denn überhaupt tun soll. Es darf ja alles. Es hat alle Freiheiten der Welt.

Ihr merkt schon, das kann ganz schön in die Hose gehen. Wo es keine Grenzen zum austesten gibt werden sich eben weitere Grenzen gesucht. Was extreme Ausmaße annehmen kann. Ich will hier gar nicht davon Anfangen über Drogen etc. zu reden. Davon wissen die meisten Erwachsenen Bescheid. Ich will damit nur sagen dass Kinder des Laissez-fairen Erziehungsstils gerne in zwei verschiedene Richtungen gehen. Die eine Seite , welche sich gerne Grenzen gewünscht hätte, wird sich im Erwachsenenalter disziplinieren und zum autoritären Erziehungsstils neigen. Die andere Richtung geht wahrscheinlich ins Zügellose. Der absolute Genuss und Freiheit wird im Vordergrund stehen. Dies kann sich auf das soziale Leben in der (sich weiterentwickelnden) Gesellschaft negativ auswirken. Dass diese Menschen anecken werden wird sie nicht verwundern. Sie werden vermutlich sogar mit Unverständnis reagieren wenn man ihnen erzählt das Grenzen aus gutem Grund im sozialen Miteinander verwoben sind

Demokratischer Erziehungsstil

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Das es so nicht weitergehen konnte war schnell klar. Eine Gesellschaft aus grenzüberschreitenden/grenzenlosen Kindern und Erwachsenen kann nicht lange überleben. Es würde in totaler Anarchie ausarten. So dachten jedenfalls einige Menschen , welche sich dieses Erziehungskonzept von aussen betrachteten. Die essentielle Frage: Was brauchen Kinder? stand wieder einmal im Raum. Absolute Freiheit war es nicht. Absolute Strenge? ebenfalls nicht. Es musste also einen Mittelweg gefunden werden. Warum also nicht Kindern ein Mitspracherecht einräumen? Freiheiten lassen, aber durch Regeln eingrenzen.

Jetzt wehte wieder ein neuer Wind in der Pädagogik. Anfang der 80er war klar: Kinder brauchen Grenzen, aber sie sollen ihre eigene Welt trotz dieser gestalten können. Man merkte schnell dass, obwohl es Regeln gab, die Kinder positiv auf diesen Stil reagierten. Durch intensiveres Beobachten und Zuhören konnten die wahren Bedürfnisse der Kinder besser und schneller herausgefunden werden. Ebenfalls wurde jetzt der Fokus auf die emotionale/soziale Entwicklung des Kindes gelegt. Ein gleichberechtigtes Miteinander unter den Kinder und ein demokratische Beziehung zu Bezugs/Lehrpersonen wurde und wird angestrebt.

Bis heute wird der demokratische Erziehungsstil in sozialen Einrichtungen gepflegt. natürlich gibt es überall Mischformen. Jede Einrichtung, jede/r Pädagoge/in, jedes Elternteil muss für sich entscheiden wie Er/Sie ihre Version davon leben möchte.

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Nun, das klingt doch erfreulich, oder? Na ja, kommt drauf an. ich als Pädagogin muss feststellen dass es langsam wieder zu einer ,, Zügel locker lassen” Erziehung im kommen ist. Sie ist nicht so krass wie die Laissez-faire, trotzdem merke ich das der Weg von der   Bezugsperson hin zur Freundin geht. natürlich möchte ich das meine Zöglinge mich mögen und gerne zu mir kommen. Aber ich bin ganz klar 1) eine erwachsene Person 2) immernoch ihre Erzieherin und nicht eine Verwandte und 3) schon gar nicht eine Freundin. Meine Ausbildung dient dazu Kindern zu helfen ihren eigenen Weg in ihre Welt zu entdecken und ein Stück weit zu meistern. Dies tue ich indem ich sie begleite aber auch durch Regeln und Grenzen einschränke.

Es mag krass klingen aber der Auftrag ist klar: Wir Pädagogen haben dafür sorge zu tragen dass das Kind ein gesellschaftsfähiger Mensch wird. Entgegen der Erwartung von außerhalb würde (und tut es auch nicht!) es mich z.B. nicht stören wenn ein 3 jähriges Kind mir einmal kurz an den Busen fasst und dabei ,, wie bei Mama!” sagt. Ich würde ihm/ihr erklären das ich ebenfalls einen Busen besitze , ich aber nicht möchte das es diesen anfasst weil es eben MEIN Busen ist. Das klingt recht einleuchtend. Aber das bedeutet für das Kind: Nun, ich darf Tante Vanja´s Busen nicht anfassen. Aber sie hat mir nicht gesagt das ich nicht gesagt dass ich den Busen von anderen ebenfalls nicht anfassen darf! Jaaaaa…..ich höre schon viele Stimmen die jetzt aufschreien. Aber das ist ein natürliches Verhalten. Ja! Ist es auch. Aber die heutige Gesellschaft verlangt ein einheitliches Verhalten. Obwohl immer groß betont wird das die Einzigartigkeit jedes Kindes wertvoll ist muss man dafür sorgen das es sich schnell einer großen Gemeinschaft anpassen kann. Wir müssen sie sozusagen gesellschaftsfähig machen. Und dabei oftmals gegen die Erziehungsvorstellungen der Eltern und auch der Eigenen handeln.

Tante Vanja sagt: egal wie man´s macht, jemand anderes weiß es immer besser!

Um jeden Preis sozial? Pädagogen zwischen Professionalität und Theater

Wer mich kennt weiß dass ich eine typische Waage bin. Ist alles im Lot bin ich ausgeglichen. Ist die Engelschale unten dann bin ich richtig happy. Andersrum ist es natülich wenn die Teufelsschale nach unten zeigt. Dementsprechend kann ich auch ganz schön bissig werden.

Im Privaten ist das kein Problem. Da kann man ja sein wie man möchte. Aber wie ist es mit der Arbeit? So viele Menschen sind um einen herum. Und dann muss man cool bleiben, freundlich und professionell. Pädagogen müssen immer ein offenes Ohr haben, bereit sein anzupacken, mitzuarbeiten und dass am besten noch im Team. Und man muss unbedingt ein Teamplayer sein. Unbedingt!

Nun möchte ich gerne mal etwas los werden. Nicht alle Pädagogen möchten in einem Team arbeiten. Es wird von unserer heutigen Gesellschaft verlangt Teamfähig zu sein. Der einsame Wolf wird nicht geduldt. Egal wie unwohl man sich dabei auch fühlt, man schwimmt, gezwungen durch die Arbeitsnorm, mit dem Strom. Und beugt sich der Mehrheit. Und deshalb versucht man sein Wesen auch der Mehrheit anzupassen. Und Anfangs geht das auch gut. Vielleicht geht es sogar eine ganze Zeit lang gut. Doch irgendwann brummt es doch in einem. Man beginnt sich und das Tun der Mehrheit zu hinterfragen. Es nagt an einem. Die eigene Persönlichkeit geht langsam unter, denn man möchte um jedne Preis den Job behalten. Man weiß nie wann wieder ein gut bezahlter Job winkt.

Und so bröckelt die Fassade welche man sich aufgebaut hat. Nicht zu viel von sich zeigen. Nicht zu viel Preis geben. Lieber etwas Abstand halten. Auch wenn man manchmal Sehnsucht nach Kontakt hat. Dieser Kontakt wird die Fassade weiter zum reissen bringen.Lächeln, verdammt noch mal Lächeln! Positiv sein. Und dann schlägt die Waagschale um. Und man wird sauer. Warum soll man eigentlich gegen sein naturell handeln?

Rebellion! Das innere Tier lehnt sich gegen die Vernunft. Denk an die Stelle! Aber das is egal. Kontra geben. Auf Krawall gebürstet sein. Und dann ist jeder erstaunt: diese Seite ist vollkommen neu. Natürlich ist sie das. Hab ja versucht sie zu verstecken. Für den Job, für das Team, für die Gesellschaft. Nein, ich will heute aber nicht sozial sein. Ich habe keine Lust zu lächeln. Ich möchte jetzt nicht singen und schon garnicht kuscheln. Ich möchte werder plaudern noch erzählen wie es mir geht.

Solche Zustände müssen doch erlaubt sein. Man kann doch nicht verlangen jedes menschliche, welches als negativ gesehen wird, zu verstecken. Es ist viel zu viel verlangt.  Und um ehrlich zu sein möchte ich das nicht mehr. Im Umkehrschluss bedeutet das warscheinlich keinen Job zu bekommen. Ob ich arbeitslos glücklich wäre: nein. Aber ich werde auch nicht glücklich wenn ich nicht ich sein darf.

Jetzt kann natürlich jeder sagen: dann sei doch du. Klar , wenn ich Geld wie Heu hätte könnte ich mir das leisten. Dann würde ich vermutlich in der Probezeit rausfliegen und würde mir, aus spaß, ne neue Stelle suchen. Denn nur reich zuhause rumhängen wäre ja auch doof.

Tante Vanja sagt: Ich möchte heute nicht sozial sein.

 

Was man(n) damals schon wusste: Das Brot von Wilhelm Busch

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Heute saß ich beim Frühstück am Tische und hörte plötzlich: ,, OH Mann, schon wieder Brot. Das is so eklig!” Sowas! Und mir gegenüber saß ein Kind, dass aß die Wurst vom Brot und ließ eben dieses einfach liegen. Später wunderte es sich dass es wieder Hunger hatte. Komisch, woran das wohl liegen mag?

Brot ist ein LEBENSmittel. Für viele Menschen auf der Welt sogar ein ÜBERlebensmittel. Wie viele Märchen habe ich nicht schon gelesen in dem der/die Hauptfigur ihr letztes, trockenes Brot hergibt. Aus lauter Güte. Und heute wird Brot Tonnenweise weggeworfen. Und bei den Kindern weil es ihnen nicht schmeckt. Ein Luxusproblem. So wie im Gedicht von Wilhelm Busch. ,, Das Brot” zeigt einen traurigen Mann dessen Karriere wohl stagniert. Und deshalb ist dieser traurig. Das Brot, welches vor ihm liegt, erzählt ihm daraufhin seine Geschichte. Wie schwer es doch war als kleines Korn zu wachsen und zu gedeihein.Dann wird man einfach abgeschnitten, geprügelt, zermahlen und gebacken. Und zum Schluss kommt etwas Gutes dabei heraus. Ebenfalls weißt das Brot darauf hin dieses auch zu Teilen, denn es ist genug Brot vorhanden.

Das Brot

Wilhelm Busch (1832-1908)

Er saß beim Frühstück äußerst grämlich,
Da sprach ein Krümchen Brot vernehmlich:
»Aha, so ist es mit dem Orden
Für diesmal wieder nichts geworden.
Ja, Freund, wer seinen Blick erweitert
Und schaut nach hinten und nach vorn,
Der preist den Kummer, denn er läutert.
Ich selber war ein Weizenkorn.
Mit vielen, die mir anverwandt,
Lag ich im rauhen Ackerland.
Bedrückt von einem Erdenkloß,
Macht’ ich mich mutig strebend los.
Gleich kam ein alter Has gehupft
Und hat mich an der Nas gezupft.
Und als es Winter ward, verfror,
Was peinlich ist, mein linkes Ohr.
Und als ich reif mit meiner Sippe,
O weh, da hat mit seiner Hippe
Der Hans uns rutschweg abgesäbelt
Und zum Ersticken festgeknebelt
Und auf die Tenne fortgeschafft,
Wo ihrer vier mit voller Kraft
In regelrechtem Flegeltakte
Uns klopften, daß die Schwarte knackte.
Ein Esel trug uns nach der Mühle.
Ich sage dir, das sind Gefühle,
Wenn man, zerrieben und gedrillt
Zum allerfeinsten Staubgebild,
Sich kaum besinnt und fast vergißt,
Ob Sonntag oder Montag ist.
Und schließlich schob der Bäckermeister,
Nachdem wir erst als zäher Kleister
In seinem Troge baß gehudelt,
Vermengt, geknetet und vernudelt,
Uns in des Ofens höchste Glut.
Jetzt sind wir Brot. Ist das nicht gut?
Frischauf, du hast genug, mein Lieber,
Greif zu und schneide nicht zu knapp,
Und streiche tüchtig Butter drüber,
Und gib den andern auch was ab!«

 

Die Menschen hier in Deutschlande und vor allem die Kleinen haben den Bezug zum Brot verloren. Sie wissen nicht mehr wie wichtig es für die Welt ist. Brot kommt nicht aus dem Edeka. Der Bauer baut das Korn an. Dann muss es wachsen. Es ist ein langer Weg bis zum fertigen Brot. Und genau deshalb hat sollte man ihm mehr Wertschätzung entgegen bringen.

Das Projekt: Vom Korn zum Brot kann ich daher nur jedem ans Herz legen der seinem Kind den Wert eines Lebensmittels näher bringen möchte. Anbei ein Link zum KlettVerlag, dort ist das Projekt zu finden.

Vom Korn zum Brot

Tante Vanja sagt: Brot gehört nicht in dne Mülleimer!

Schoko-Mandel-Brownies von ARDEX…nem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul!

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Wer die Tante kennt weiß: die Tante kann backen wie der Teufel. Und jaaaa, ich liebe es zu backen. Herzhaft oder süß. Kein Rezept ist vor mir sicher. Dementsprechend experimentiere ich gerne mal mit Modeerscheinungen. Darunter zählen zur Zeit Kuchenmischungen aus dem Glas/der Flasche.

Meine Mama hat mir gestern diese nett aussehende Flasche geschenkt. Vielleicht hatte sie schon eine Vorahnung. Vorab erzähl ich Euch mal welche Schichten auf dem Bild zu sehen sind ( von oben nach unten):

Schokodrops, Mandelstückchen, Zucker, Kakao, Volleipulver(Bah) und extrem feines Weißmehl.

Klingt praktisch, Flasche auf und nur noch 150 gr Butter und 150 ml Milch hinzufügen. Nun, die Amerikanerin in mir wollte eigentlich sofort weglaufen. Besonders als ich ,, Volleipulver” in der Zutatenliste las. Das ist ja eklig! Aber wer nicht wagt der nicht gewinnt.

Das erste Problem: die Zutaten aus der Flasche wollten nicht aus der selbigen! Mit viel Geduld und einem Messer konnte ich dann alles herauskratzen. Schnell die Butter und die Milch hinterher. Mixen. Das Volleipulver wollte sich nicht auflösen! Nach gefühlten 10 Minuten mixen hatte ich dann eine Browniemasse. Sie roch nach nichts. Normalerweise hätte zumindest der Kakao ein wenig Duft spenden müssen!

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Ofen auf 140 Grad aufheizen und dann ca. 60 Minuten backen lassen….meh. Erwartungsvoll ging ich nach ca. 40 Minuten in die Küche. Normalerweise müsste die Küche jetzt nach Kuchen duften. Nichts. Was war denn da los? Das kam mir ziemlich suspekt vor. Nach weiteren 20 Minuten konnte ich die Brownies herausholen. Auskühlen lassen.

Brownies aus der Form holen… und enttäuscht sein. Das Zeug haftet sogar in einer Silikonform? WTF?

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Optik: Joa kommt so ungefähr hin.

Duft: Riecht zart nach Kuchen

Geschmack: BÄÄHHH! Einfach nur BÄH! Die Konsistenz ist nicht mal annähernd Brownie. Und schokoladig sind sie auch nicht. Brownies müssen knatschen.

Also was soll ich sagen? Ich denke für Menschen die gerne zu Maggiprodukten und Fertigmischungen greifen dürften die Brownies bestimmt gut schmecken. Sie sind einfach herzustellen besitzen aber keinerlei Geschmack. Außer man steht auf Eipulvergeschmack. Nein , nein. Niemals mehr werde ich so etwas annehmen.

Ich glaube ich muss jetzt erst einmal ein Glas Zahnpasta essen und nächste Woche mal mein Brownierezept an die Firma ARDEX schicken. Vielleicht lernen die ja daraus?

Political correctness oder: wie die Welt übersensibilisierte

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Gestern hat die Tante ein bisschen auf Rabenmuttis Seite gesurft und blieb bei einem Blogeintrag stehen. Ich hatte diesen vor einiger Zeit für die Rabenmutti verfasst. Es ging über Menschen mit dem Down Syndrom aka. Trisomie 21. Eine Userin von Facebook schien wohl mit dem Ausdruck Downie ein Problem zu haben. Nun, sagen wir es mal so: Downie ist definitiv weniger beleidigend als Mongo. Und früher, ab den 30er/40er bis hin ca. Ende der 1970er Jahre wurden Menschen mit Down Syndrom Mongos oder Mongoloid genannt.

Schon einmal den Begriff political correctness gehört? Ich denke die wenigstens wissen etwas damit anzufangen. Die meisten Menschen schließen sich einfach der Meinung der Mehrheit an. Entwerder ist etwas gut oder es ist schlecht. Grauzonen gibt es schon lange nicht mehr. Was vor 5 Jahren noch im deutschen Sprachgebrauch benutzt wurde ist heute rassistisch, diskriminierend, ausgrenzend oder tritt Menschen mit einer anderen Meinung einfach nur heftig auf den Schlips.

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Im Prinzip müssten alle Menschen einfach ihren Mund halten. So können Beschreibungen wie ,, Blondine, Raucher,Kanake( Inselvolk aus Neukaledonien) oder eben Downie” zu richtigen Shitstorms führen. Aber warum? Schauen wir uns mal die Wörter an.

Blondine: Eine Frau mit blonden Haaren. Beschreibt also ein Körpermerkmal. Nicht mehr und nicht weniger. Es kommt also drauf an was die Gesellschaft daraus macht. Zuordnung wie ,, können nicht Auto fahren” oder ,, sind nicht sehr helle” kann man nicht auf eine Haarfarbe reduzieren. Dies liegt dann an der einzelnen Person und nicht an ihrem Haar.

Raucher: Ein Mensch der Tabak konsumiert. Aber wer sich gerne intensiver damit beschäftigen möchte könnte genau so gut folgendes sehen: ein Mensch der sich und seine Umwelt vergiftet. Ein Mensch der unnötig Geld für sein Genuss/Suchtmittel ausgibt. Außerdem haben alle Raucher natürlich gelbe Zähne und sterben an Lungenkrebs. Merkt Ihr langsam was?

Kanake(n): Ein Inselvolk aus Neukaledonien. Die wenigsten Deutschen wissen das es dieses Volk gibt. Der Terminus ,, Kanake” wird hier als Schimpfwort benutzt. Es ist mir völlig schleierhaft warum.Obwohl nein… ist es nicht. Unwissenheit!  Besonders interessant is est wenn sich Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen als Kanaken benennen und nichts passiert.

Downie: Eine Kurz- bzw. Verniedlichungsform für Menschen mit Down Syndrom. Bedeutet: dieser Mensch ist mit Trisomie 21 auf die Welt gekommen. Aber politisch korrekte Menschen würden hier jetzt schon sagen: das ist menschenverachtend. Oder beleidigend. Oder spricht Menschen mit Down Syndrom alle Fähigkeiten ab. Aber wo? Warum?

Ihr lieben Leute: merkt Ihr nicht wie wir uns immer weiter einschränken lassen in unserem Sprachgebrauch. Auf der einen Seite müsste dringend mal eine Bildungswelle durch Deutschland gehen damit die Menschen über die benutzten Ausdrücke auch Bescheid wissen. Auf der anderen Seite fragt niemand die ,, betroffenen” Personengruppen was sie eigentlich für korrekt halten. Schon mal drüber nachgedacht das ein Mensch mit Down Syndrom ebenfalls einer blonden Frau absolute Fahruntüchtigkeit attestieren kann? Oder Raucher vegane Eltern als ,, kindesgefährdent” einstufen weil ihre Kinder nicht mal Muttermilch bekommen?

Die Grenzen sind schon lange verschwommen und irgendwie versuchen wir Menschen verzweifelt neue zu schaffen. Ich frage: Warum? Man kann respektvoll miteinander umgehen. Es kommt darauf an was jeder einzelne Mensch daraus macht!

Tante Vanja sagt: Übersensivität ist echt fehl am Platze!

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