Allein gegen den Rest oder: Gelerntes über Bord werfen?

Wie Ihr sicherlich schon wisst arbeite ich jetzt schon seit mehreren Jahren in der Sozialen Arbeit. Praktika,FSJ,Ausbildung,Arbeit und Studium haben so ziemlich ein gut fundiertes Grundwissen hinterlassen. Das schreibe ich jetzt nicht um anzugeben, nein, sondern eher um damit auszudrücken das ich für meine Qualität als Pädagogin hart gearbeitet habe. Ich würde meinen Stil als empatisch/realistisch betrachten. Sehe/Fühle/Verstehe die Menschen so wie sie sind, mach dir aber nichts vor, denn alles hat Grenzen. Damit bin ich bis jetzt sehr gut gefahren.

Warum habe ich also das Gefühl das ich meinen Stil ändern muss? Vielleicht bin ich einfach zu naiv? Wie kann ich auch davon ausgehen das Menschen sich an Regeln halten…. die allgemeingültig sind für alle? Ich frage mich immer wieder warum Seite um Seite mit Regeln und  Vorschriften erstellt werden wenn diese im nächsten Moment Schall und Rauch sind.

Ich gebe es zu: Ich liebe Regeln. Sie geben mir Sicherheit und erleichtern mir das Leben( in diesem Fall auch Arbeit). Natürlich sind Regeln nichts starres, ja man kann sie flexibel gestalten, sollten sie aber nicht verbiegen. Regeln sollen ebenfalls helfen eine gemeinsame Schiene in der pädagogischen Arbeit zu fahren. Warum fällt es so schwer sie zu befolgen? Vielleicht reagiere ich jetzt wie ein trotziges kleines Kind , jedoch , warum sollte ich mich verbiegen wenn das Kollektiv starr bleibt? Anders herum genau so. Warum soll ich starr bleiben wenn jeder seinen eigenen Weg geht?

Das erste was ich im Studium gelernt habe war: jeder ist sich selbst der Nächste. Das ist sehr traurig. Es hatte mich damals wie ein Blitz getroffen. Dann hatte ich mich damit arrangiert. Und nun? Erleide ich immer wieder solche Blitzeinschläge und langsam bin ich durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Trotzdem kann und will ich mich nicht anpassen. Das fühlt sich falsch an.

Was bleibt mir also übrig?

Gegen die Wand rennen weil ich meinem Stil treu bleibe, oder folgsam wie ein Schaf mit der Herde trotten.

Im Moment bin ich ratlos.

 

 

 

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2 Comments (+add yours?)

  1. Die Rabenmutti
    Dec 13, 2015 @ 21:50:40

    Du musst dich anpassen ohne dein Inneres zu ändern. Das klingt komisch aber ist der beste Weg (für mich). Nach außen hin schwimmt man vielleicht mit, aber man versucht dennoch die eigenen Regeln und Werte durchzudrücken. Tatsächlich ist sich jeder selbst der Nächste. Die Erfahrung musste ich auch machen. Darum handle so, wie es dir am Besten passt und wie du dich am besten arrangieren kann – wenn dabei keine schwächeren leiden müssen. Ich denke mir, wenn ich mt Gleichstarken zu tun habe, setze ich mich durch. Wenn ich mit Schwächeren agieren, stecke ich eben auch mal zurück… Das klappt bisher ganz gut.. Wenn auch nicht oerfekt. Egal, was du letztlich machst, mach es so, dass es dich nicht mehr durchlöchert. Das macht dich kaputt 😦

    Liebe Grüße und n Knuddler!

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    • Tante Vanja
      Dec 13, 2015 @ 22:34:32

      Liebe Rabenmutti!

      Danke erst einmal für deinen lieben Post. Ich stimme dir zu, man muss schauen dass man nicht verloren geht. Ich versuch schon präventiv zu arbeiten indem ich oft ,, NEIN” sage und mich nicht für alles hergebe. Ich hoffe es wird besser werden. Spätestens im neuen Jahr=)

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