Mit der Extra Portion Milch: Wie die Industrie Eltern verwirrt und die Kinder zu Zuckerjunkies macht

Wir kennen es doch alle : der kleine Hunger kommt und schwups, hat man sich irgendetwas reingezogen. Für uns Erwachsene mag das ab und an okay sein, aber was wenn die lieben Kleinen einen Snack fordern? Hier gibt es wieder 2 Lager. Lager 1 ist sofort mit Obst , Gemüse und Naturjogurt dabei.  Etwas Reiswaffel ( ohne Salz) kann man auch ab und zu mal knabbern. Lager 2 greift zu fertig verarbeiteten Produkten wie ,, Kinderjogurts” , Quetschobst oder Früchteriegel. In meiner Ausbildung durften wir Stundenlang die vermeintlich ,, gesunden” Produkte ,, extra” für Kinder analysieren und mir wurde schlecht. All diese Produkte sind vermeintlich praktisch  sorgen aber dafür das Kinder einen starken Geschmack für Süßes entwickeln. Ich möchte hier keine Lebensmittel verteufeln , aber bevor man seinem Kind etwas zu essen gibt sollte man wissen was drin ist. Hier ein paar beliebte Klassiker in der Analyse und ihre zuckerärmere Variante.

 

Fruchtzwerge 

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Klein , bunt und verschiedene Geschmacksrichtungen. Das sind Fruchtzwerge. Mit sehr viel wichtigem Kalzium aus der Milch. Laut Angabe besitzt 1 Becher Fruchzwerge 140 mg Calcium. Im Vergleich haben 100 ml Milch 120 mg. Fruchtzwerge setzen mehr als 40% des Kalziumgehaltes künstlich zu.  Milch kommt allerhöchstens in Form des Frischkäse ( Halbfett) vor. Calciumcitrat sorgt für den erhöhten Kalziumwert und ca. 6 % Obstpürre und Aroma ( nicht ausgeschrieben ob künstlich oder nicht) runden die Mischung ab. Mit 54 kcal pro Becher ist dies für ein größeres Kind schon okay, gehen wir davon aus das dieses sich viel bewegen. Aber ein kleines Kind zwischen dem 1 -3 Lebensjahr , das ca. zwischen 650 und 1100 kcal pro Tag verbraucht ist das trotzdem viel. Bedenkt man das in einem Becher 2 Stück Würfelzucker stecken kann man die Kalorien auch aus anderen Produkten nehmen. Im Übrigen: es gibt eine weniger süße Variante. Die unterscheidet sich dadurch, dass 1 gr Zucker( 1/3 Würfelzucker) weniger pro Becher aufgenommen wird.

Kalorienarmer wäre ein Naturjogurt , der von Mama oder Papa portioniert wird. Dieser ist nicht süß und trotzdem nahrhaft. Die Gefahr auf Zusatzstoffe oder Aromen zu stoßen ist sehr gering. Hier gilt wieder: je weniger süß ein Kind zu essen bekommt , desto weniger wird es ein verlangen nach Süßem entwickeln, bzw. sich für weniger süße Varianten von Nahrung entscheiden.

 

 

Obstbrei aus der Tüte

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Hier scheiden sich wieder die Geister. Auf der einen Seite praktisch und schnell zugänglich.  Auf der anderen Seite verkochte Vitamine, schlecht für die Zähne und schlecht für die Umwelt. Der erste Impuls um dieses Produkt zu kaufen ist meist dass das Kind mehr Obst zu sich nehmen soll. Denn Obst ist gesund und gut. Natürlich ist es gesund und sehr nahrhaft. Das Problem bei diesen abgepackten Produkten ist : um den Obstbrei auch genießbar und haltbar zu machen muss er gekocht werden. Hier verschwindet schon mal ein Teil der versprochenen Vitaminen. Die Schale des Obstes ( z.B Apfel) wird ebenfalls nicht verwertet. Diese enthält Ballaststoffe für eine geregelte Verdauung. Wieder Vitamine weg.  Da der Brei komplett püriert ist , wird er nur geschluckt. Die Folge : das Kind wird nicht animiert zu kauen , speichelt nicht richtig ein und bietet ( falls bald nach dem Verzehr keine Zähnchen geputzt werden) Kariesbakterien ein leichtes Spiel. Kommen wir zum ökologischen Teil: Es wird extrem viel Plastik für die Produktion solcher Produkte verwendet. Noch ist nicht klar ob diese Verpackungen Stoffe in den Brei abgeben oder nicht.

Ihr werdet es schon ahnen: die bessere und gesündere Variante ist den Brei selbst zu machen und sofort verzehren zu lassen. Die Vitamine bleiben erhalten und Ihr könnt sicher sein das kein Plastik im Essen Eures Kindes ist. Für Unterwegs kann man Obstbrei auch mitnehmen und dem Kind anbieten.  Es ist auf Dauer  kostengünstiger den Brei herzustellen. Eine größere Menge Brei kann auch eingefroren werden.

 

Früchteriegel

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Auch hier lockt wieder der Obstanteil im Produkt zum kauf.  Für den Weg auf die Hand oder als Nachtisch greifen Eltern gerne zu Obstriegeln. Im Schnitt enthält ein Obstriegel mit 25 gr 6 Stück Würfelzucker ( 18 gr Zucker) auf 60 kcal. Ein Apfel enthält auf 100 gr  nur 10 gr Zucker und ca. 50 kcal. Im Gegensatz zum Riegel gibt es in frisch gekauftem Obst weder Aromen noch künstlich zugesetzte Vitamine. Was wird wohl mehr sättigen? Der Riegel oder 100 gr Apfel? Je nach Sorte des Riegels wird auch Trockenobst verwendet ,welches den Zuckeranteil im Riegel nochmals nach oben treibt.

Auch hier gibt es eine zuckerärmere Variante: selbst machen mit zuckerärmeren Obstsorten. Das Internet bietet viele leckere Rezepte.  Selbstgemachte Früchteriegel lassen sich prima einfrieren , kleine Mengen halten sich auch gut im Kühlschrank. In einer kleinen Box mitgenommen schont Ihr die Umwelt und  Geldbeutel.

Abschließend ist zu sagen : Ich gehe grundsätzlich davon aus das Eltern ihre Kinder kennen und einschätzen können wann diese Hunger bekommen werden. Mit 5 Minuten Vorbereitung kann man seinem Kind einen gesunden Snack einpacken ohne großartig Geld ausgeben zu müssen. Und Ihr könnt Euch sicher sein das Ihr wisst was Euer Kind isst. Ja , Alltag mit Kind ist stressig und frisst Zeit , aber das gilt einfach nicht mehr. Frisches Obst zubereiten geht schnell und kann immer gemacht werden. Bequemlichkeit ist hier das große Zauberwort. Bequemlichkeit sorgt unter anderem für den ,, süßen Zahn” der Kinder.

Bitte liebe Eltern , schaut genau hin was Ihr Eurem Kind zu essen gebt!

Tante Vanja sagt: Kindheit für die Kinder!

Kleinkinder und moderne Medien : Tablet im Kinderwagen

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Eine Gesellschaft ohne moderne Medien ist heute nicht mehr vorstellbar. Das Internet bietet Millionen von Möglichkeiten und über die passenden Geräte wie Tablet, Smartphone oder Lap Top können wir frei darüber verfügen. Durch diese praktischen Hilfsmittel sind wir nicht nur gut vernetzt , sondern auch sehr bequem geworden. Dauerbeschallung , stereotypes Tippen und abwesende Blicke sind an der Tagesordnung. Aber nicht nur wir Erwachsene oder Jugendliche sind den modernen Medien verfallen , immer stärker geraten auch jüngere Kinder in den Sog.

 

Kinder , ab der Geburt , sind wie Schwämme. Sie saugen alles auf was sie wahrnehmen und erleben. Und vor allem lernen sie mit ALLEN Sinnen. Wichtig ist hier zu sagen das man gerade im ersten Lebensjahr zwar Reize bietet , aber Kinder damit nicht überflutet. Wenn Kleinkinder einer oder mehrerer Reize zu oft und zu lang ausgesetzt werden kann sich dies in auffälligem Verhalten äußern. Eine Reizüberflutung kann sich unter anderem in Abwesenheit , Weinen , stereotypen Bewegungen oder Schlafstörungen zeigen. In seltenen Fällen kann es sogar bei visuellen Reizen ( z.B. Blinklichter in schneller Abfolge) zu einer photosensible Epilepsie kommen.

 

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Mit unserem Verhalten leben wir den Kindern den Umgang mit Smartphone und Co.  vor , und das ist vielen Menschen gar nicht bewusst. Es ist ,, normal” in der U-Bahn lautstark zu telefonieren oder Spiele zu spielen. Auf den  Spielplätzen sitzen Erwachsene nebeneinander , tippen auf ihren Smartphones herum und werfen ab und an einen Blick auf ihre Kinder. Natürlich gibt es immer Ausnahmen , das will ich auch nicht abstreiten , aber die werden leider immer seltener. Manch eine Mutter oder Vater gehen sogar soweit und benutzen ihr Smartphone als Kinderbespaßer. Das Kind quengelt? Warum sich damit auseinander setzen wenn es auch ein paar lustige Videos schauen kann? Mein Kind hat Langeweile? Spiel doch Angry Birds , hier hast du mein Tablet.  Ob diesen Eltern bewusst ist was sie ihren Kindern damit antun können weiß ich nicht.

Kleine Kinder kriegen schon früh beigebracht wie man sich ablenkt ohne sich mit seiner Umwelt aktiv auseinander zu setzen. Ihre Eltern sind oftmals das Vorbild. Das Resultat? Ab dem Kindergartenalter kann man beobachten das viele Kinder viel Fantasieloser sind als Kinder die wenig bis gar kein Kontakt mit modernen Medien haben. Sorgen Eltern nicht wenigstens für einen Ausgleich ( Raus gehen , Kindergruppen , Aktivitäten mit der Familie , Medienfreie Tage) nehmen sie ihren Kindern das natürliche Interesse an ihrer Umwelt. Dies kann sich negativ auf die Lust am Lernen auswirken. Natürlich könnte man jetzt auch sagen : Aber mit den Apps können die ja auch lernen. Aber Apps ersetzen keine sozialen Kontakte und Gruppenerfahrungen.

Heute habe ich ein Kind im Kinderwagen gesehen . Es war ca. 2 Jahre alt und hatte ein Tablet auf seinem Schoß. Die Mutter schob das Kind durch das Geschäft während dieses eine Kinderserie schaute. Das Gesicht des Kindes war sehr nah am Tablet.

Jetzt könnte man natürliche fantasieren warum die Mutter das gemacht hat. Ich kann mir denken das sie ihr Kind einfach ruhig stellen wollte damit sie in Ruhe shoppen konnte. Ob sie sich darüber Gedanken gemacht hat , das die Augen ihres Kindes darunter leiden könnten? Das ihr Kind die Inhalte der Serie vllt. noch nicht verarbeiten kann? Oder noch viel simpler: ob ihr Kind vielleicht nicht lieber an ihrer Hand gelaufen wäre und zusammen mit ihr das Geschäft erkundet hätte. Ich weiß nur eins: diese Mutter hat ihr Kind um Erfahrungen gebracht.

Ein Umgang mit Medien wird auch in der Zukunft unvermeidbar sein. Aber man muss Kindern unter 14 Jahren keine Smartphones geben , und Kinder unter 10 brauchen auch kein Internet. Dafür gibt es in der Schule AG´s und Unterrichtsfächer. Ab einem gewissen Alter kann man Kindern einen verantwortungsvollen und bewussten Umgang mit modernen Medien beibringen. Aber vor allem müssen Eltern darauf achten das ihre Kinder im realen Leben bleiben und ihre Umwelt aktiv wahrnehmen.

Tante Vanja sagt: Kindheit für die Kinder

 

Das Kinderwagen-Syndrom : Einer der vielen Gründe warum unsere Kinder so träge sind.

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Der Kinderwagen, eine vermutlich sehr hilfreiche und praktische Erfindung. Schon Mitte des 12. Jahrhunderts wurden ,, Schubkarren” zum Kindertransport benutzt. Gegen 1880 wurden die ersten Sitzmodelle des Kinderwagens in England produziert. Hierfür mussten die Kinder aber älter sein , Säuglinge konnten in diesem Wagen nicht mitgenommen werden. Gegen ende des 19. Jahrhunderts gab es dann Kinderwägen , Gestellte mit Weidenkörbchen, in denen auch die Kleinsten bequem mitgenommen werden konnten. Für viele Eltern war das die Möglichkeit auf dem Feld arbeiten zu gehen und ihre Kinder trotzdem beaufsichtigen zu können. Über die Jahrzehnte hinweg gab es immer bessere und bequemere Modelle.

Für Säuglinge und Krabbler ist ein Kinderwagen eine sehr nützliche Erfindung , denn als moderner Mensch hat man kaum noch Möglichkeiten sein Kinder anders zu transportieren. Kommt ein Kind jedoch in das Laufalter  sollte man den Kinderwagen langsam aber sicher abschaffen. Sicherlich, sind weite Strecken geplant , oder längere Einkäufe die getätigt werden müssen , ist es sinnvoll einen Kinderwagen oder einen Buggy mit zu nehmen.

In den letzten Jahren bemerke ich einen sehr unangenehmen Trend. Ein Bequemlichkeitstrend. 3 Jährige Kinder sitzen noch in Buggys oder Kinderwägen  und werden von ihren Müttern von A nach B gefahren. Selbst wenn das Haus nur 300 Meter Laufweg  entfernt ist werden die Kinder gefahren. Auf die Frage warum das so sei : ,, Das geht schneller!” oder ,, Das ist doch viel bequemer.” Viele Eltern wissen gar nicht was sie ihren Kindern damit antun. Im Kindergarten wurde ich schon oft mit Kindern konfrontiert die nach 10 Minuten laufen schon jammerten das ihre Füße weh taten oder sie müde wären. Es waren genau die Kinder , die immer noch mit Kinderwagen bewegt wurden.

Wir als Erzieher/innen sind dann der Buh-Mann/Frau , denn diese Kinder beklagen sich natürlich auch bei ihren Eltern. Die fragen dann warum wir ,, so lange” mit ihren Kind rumgelaufen sind. Sie merken nicht das sie durch ihr Verhalten die Trägheit ihres Kindes fördern. Diese Bequemlichkeit zeugt von einer Faulheit die unglaublich ist. Natürlich sind nicht alle Eltern faul , aber wenn ein Kind mit  3 Jahren noch gefahren wird stimmt einfach etwas nicht.

Bitte liebe Eltern: gebt Eurem Kind die Chance zu laufen. Kinder wollen sich bewegen. Aber wenn Ihr sie immer nur in diese Kinderwägen stopft trainiert Ihr ihnen ihre natürliche Bewegungsfreude ab. Eure Kinder werden langsam , müde und ermüden sehr schnell bei Bewegung.  Lasst Eure Kinder laufen. Plant lieber mehr Zeit für Eure Einkäufe ein , bei Ausflügen werden dann eben ein paar Pausen mehr gemacht. Bestraft Eure Kinder nicht , nur weil ihr selber faul seid.

Tante Vanja sagt: Kindheit für die Kinder

Die Nutellablume

Willkommen zu meiner Naschecke!

 

Ich persönlich bin eher der herzhafte Typ , aber mein Freund hat einen süßen Zahn und bat mich eine Nutellablume zu backen. Gesagt, getan! So schwierig kann das ja auch garnicht sein. Also ran an den Hefeteig!

 

Zu erst müsst ihr aus folgenden Zutaten einen Teig herstellen , der dann 30 Minuten ruhen muss:

 

500 g Mehl

80 g Zucker

100 g Butter

250 ml Milch

1 Päckchen Trockenhefe ( oder 42 g frische Hefe)

2 Eier

Alle Zutaten schön vermengen. Ich empfehle hier Knethacken , sonst wird es echt schwer. Zum Schluss noch mal mit den Händen nachkneten. Dann ist es Zeit für den Teig 30 Minuten lang BuBu zu machen.

 

So, aufgewacht! Jetzt wird der Teig in 4 Kugeln aufgeteilt!

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Nun braucht ihr Eure ganze Muskelkraft. Jede Kugel wird ausgerollt. Um eine runde Form zu erhalten habe ich hier einen kleinen Teller benutzt und den Teig ausgeschnitten.

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Habt Ihr 4 runde Teigfladen erhalten? Ja ? Dann kommt das wichtigste: NUTELLA =D Aber wer Nuspli hat, das geht auch 😉 Hauptsache Schokolade und Nuss. Tipp: Wenn Ihr Eure Nutella etwas anwärmt , könnt Ihr diese dann besser auf den Teigfladen verteilen. Jetzt Fladen 1 -3 mit Nutella bestreichen und aufeinander legen. Den 4ten Fladen als Deckel benutzen.

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Da ich einen kleinen Teller verwendet habe , benutze ich nun ein Glas um den ,, Blumenstempel ” in die Mitte zu drücken. Jeder der größere Fladen hat kann den Nutelladeckel benutzten. Dann müsst ihr den Fladen insgesamt in 16 Teile schneiden. Wichttig: Nicht durchschneiden, sondern vom äußeren Rand des ,, Blumenstempels ! aus.

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Drehen! Schnappt Euch zwei Stränge und dreht beide , also die Linke komplett nach  Links und die Rechte komplett nach Rechts. Das macht ihr dann 2-3 mal , steckt die Enden ineinander und schiebt dieses dann unter die entstandene Tasche. Am Ende sollte es dann wie eine Blume aussehen. Die Blume mit einem Eigelb-Milch-Gemisch bestreichen und dann bei 180°C zwischen 25-30 Minuten backen.

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Auskühlen lassen und genießen 😉

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Super einfach und vielseitig. Ersetzt das Nutella mit Pesto und Käse , oder Salami und Käse. Als Pizza Blume funktioniert das wunderbar. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Viel Spaß beim nachbacken =)

Tante Vanja

Tante Vanja sagt: Kindheit für die Kinder