Studium vs. Real Life

rechtschreibungdzusu

 

In meinem Leben sind mir schon einige Menschen begegnet die anscheinend in einer rosa Zuckerwattewelt leben. Unter anderem gehören dazu jede Generation von Erstsemestern. Ich war auch mal so jung aber wollte niemals die Welt verbessern. Ich will lernen aber nicht weil in China ein Sack Reis umfällt diesen Vorgang bis zum Ende diskutieren. Und nein, ich wollte niemals 8-12 Semester für mein Studium brauchen weil ich die Einstellung : ,, Ach na ja, das is ja schon schwer hier. Dann mach ich das einfach nächstes Semester oder so!”verinnerlicht habe.  Liebe Erstsemester! Ich möchte Euch nun einmal mit der Realität konfrontieren. Kein Angst , danach könnt Ihr gerne zu Eurem Supervisor gehen , falls Ihr überhaut wissen solltet was ein Supervisor ist.

 

1) Weltretten gibt es ab dem 2. Semster nicht mehr.

Frische , junge Menschen die meist direkt aus der Schule kommen haben noch Ideale. Jedes Semester sehe ich diese jungen Leute mit all ihren Ideen und Träumen.  Die Vorstellung einfach nahtlos von der Schule an der Uni zu wechseln und dann sofort alles Verbessern zu können ist utopisch. Es beginnt schon mit den Dozenten. Sind es gute Dozenten werden sie Euch sofort auf den knallharten Boden der Realität bringen. In Euren Idealismus werdet Ihr erst einmal rebellieren: ,, Der Dozent ist doof, sieht nur schwarz etc.!” Nein, das tut er nicht. Wenn Ihr glaubt das Ihr nach dem Studium als fertige Pädagogen oder Sozialarbeiter den Campus verlasst habt ihr Euch geschnitten. Street Worker werden? Klar, aber denk dran das nur ein Bachelor nix bringt, Anerkennungsjahr ist angesagt. Dies gilt übrigens für fast alle Sozialen Berufe die auf dem Studium aufbauen.

 

Sind es schlechte Dozenten , werden sie Euch in Eurer wattigen Welt lassen , Euch den Po tätscheln und nach 6 Semstern auf die raue Welt loslassen. Und dann kommt das wovor ich Angst habe. Menschen die wirklich denken das Kinder , die sich nicht nach einer Tabelle entwickeln sofort Entwicklungsverzögert sind. Alle Alkoholiker müssen sofort auf Entzug und nach diesem werden sie für immer Abstinent sein. Und wenn man nur lange genug Händchen hält und keine Sanktionen erteilt werden auch Drogenabhängige , Schulschwänzer und jugendliche Straftäter zu lammfrommen und funktionierenden Mitglieder der Gesellschaft. Das Deutsche Gesetzt wäre der beste Freund von jedem Menschen und Geld wächst am Geldbaum.

 

2) Arbeiten statt gemütlich im Freien sitzen

Ich konnte schon oft feststellen das Ersties an die Uni kamen und dachten : Hier kontrolliert ja keiner ob ich mitarbeiter oder nicht. Juhu, es gibt keine mündlichen Noten. Jetzt ist erst einmal chillen angesagt. Und dann , so ca. 2 Wochen vor den ersten Klausuren , kommt die eiskalte Hand der Gewissheit : FUCK! Ich muss ja auch irgendwie Prüfungsleistungen erbringen. In den Sommersemestern sitzen die Ersties im Freien und unterhalten sich angeregt über Semesterferien oder zukünftige Auslandssemester. Im Winter trifft man Ersties meist im Studentencafé , genau über die selben Themen sprechend. Die Zukunft wird sich in vielen bunten Farben ausgemalt und dann…..kommen die Prüfungen. Tja , wäre man mal zu den Vorlesungen gegangen und hätte da auch mal zugehört. Da kriegt man nämlich ( fast immer) gelernt wie´s geht.  Wie aufgescheuchte Hühner rennen nun alle umher und jammern , beantragen Fristverlängerungen ( woher wissen die denn wie DAS geht????) oder quälen ihre Tutoren mit Fragen die selbst meine Oma beantworten könnte. Liebes Ersties! Uni = Lernen , Gutes Lernen = Gute Noten. So einfach ist das, fast wie Schule, wa? Nur das Ihr Eigenverantwortung zeigen müsst. Eine Eigenschaft die die wenigsten von Euch besitzen.

 

3) Bachelor : Fahrkarte ins Glück

Sind die benötigten Semester und Prüfungen um und Ihr habt bestanden , falls Ihr Euch aus Eurer Zuckerwatterwelt getraut habt , kann der Ernst des Lebens ja beginnen. Viele Ersties glauben wirklich das man nach dem Studium sofort automatischen einen Sozialpädagogenstatus erhält und jede Einrichtung sich alle Finger nach Ihnen lecken. Tut mir Leid, da muss ich Euch enttäuschen. Nach dem Abschluss habt ihr zwar einen Bachelor , aber damit könnt Ihr Euch kaum was kaufen. Anerkennungsjahr heißt das Zauberwort. Das bedeutet: Alle Lerninhalte des Studiums in einem Jahr praktisch anwenden können. Ihr denkt das ist einfach? Anerkennungspraktikanten werden ganz anders behandelt als reguläre Praktikanten. Von Euch wird erwartet SELBSTÄNDIG zu arbeiten und ZU DENKEN. Ihr werdet auf das WAHRE LEBEN losgelassen und das wahre Leben erwartet das Ihr Euch beweist. Wie , arbeiten um einen Titel zu bekommen? Also wenn Ihr jetzt noch nicht verstanden habt das Studium arbeitet bedeutet , möchte ich nicht Euer Klient werden.

 

 

Alles in allem: Lernen , Lernen und Lernen. In der Uni gibt es keine Module über Chillen , Kinderkuscheln oder Weltretten. Setzt Eure Ansprüche lieber niedriger als zu hoch um nicht enttäuscht zu werden. Sucht Euch Studenten die effektiv Arbeit um wenigstens ein wenig lernen zu können. Weichspühldozenten werden dafür sorgen das der Eintritt in die Realität noch schwerer wird. Bitte liebe Ersties , nehmt die rosa Brille ab: Soziale Arbeit ist nicht Händchen halten und alles wird gut. Ihr werdet auch nicht mit einem mal das Hungerproblem von Afrika lösen oder die Kinderarmut in Deutschland beseitigen. Schaut Euch in Eurer Umgebung um: da liegen die Problem. Und die können nur gelöst werden wenn Ihr aufwacht , Euch auf Eure Hintern setzt und nicht die Studienplätze für andere Menschen blockiert die wirklich etwas lernen wollen.

 

 

 

 

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